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Salatschichoree (Cichorium intybus var. foliosum)

Der blau blühende Chicorée ist die Ausgangspflanze, aus der verschiedene Formen der Korbblütler (Cichoriaceae) entstanden sind – der gemeine Wurzelchicorée, der Salatchicorée (wird für getriebene Blattknospen angebaut) und der Kopfsalatchicorée.

Die Wurzeln des gemeinen Wurzelchicorées (Cichorium intybus var. sativum) wurden bis nach dem 2. Weltkrieg zur Herstellung von Kaffeeersatz verwendet. Die Kulturformen des Salatchicorées werden als Salatsgemüse verwendet.

Salatchicorée

Für das Treiben von Blattknospen

  • Standort: tiefe und mittelschwere Böden mit ausreichend Humus
  • Pflanzabstand: 35 × 10 cm
  • Anbauzeitraum: ab Mitte Mai
  • Erntezeit: ab Oktober, danach folgt Lagerung und Treiben

Aus den hellgelben bis weißlichen Blattknospen dieser Salatchicorée-Sorte werden bereits seit dem 19. Jahrhundert Salate zubereitet. Die Pflanze wird ab Mitte Mai direkt in den Boden gesät, der für die Keimung der Samen ausreichend feucht sein muss. Zu dicht wachsende Sämlinge werden auf 10 cm vereinzelt. Übermäßige Stickstoffgaben verschlechtern die Qualität der Knospen.

Salat-Chicorée

Die Pflanzen werden im Oktober und November geerntet und anschließend werden die Blätter 2–3 cm über dem Vegetationspunkt abgeschnitten. Die Wurzeln werden kühl (frostfrei) bis zum Beginn des Treibens gelagert, wobei sie dicht und aufrecht in Erde in einem Kasten oder einem anderen Behälter eingesetzt werden. Nach reichlichem Gießen wird der Behälter mit schwarzer Folie abgedeckt und in einen Raum mit einer Temperatur von 12–16 °C gebracht.

Die Treibdauer hängt von der Temperatur ab und beträgt 4–5 Wochen. Es werden gelbliche, leicht bitter schmeckende Blattknospen geerntet, aus denen Salate oder gekochtes Gemüse zubereitet werden. Im Dunkeln getriebene Knospen können länger aufbewahrt werden.

Bekannte Sorten des Salatchicorées:
‚Zoom-F1‘, ‚Primosa‘, ‚Secosa‘ und ‚Brüsseler Witloof‘.

Salatchicorée Typ Radicchio

Salatgemüse mit leicht bitterem Geschmack

  • Standort: mittelschwere Böden
  • Pflanzabstand: 30 × 15 bis 25 cm
  • Anbauzeit: Aussaat im Juli für die Herbsternte, im August für die Frühjahrsernte
  • Erntezeit: im Herbst und im Frühjahr, je nach Sorte und Klima

Radicchio wird hauptsächlich in Italien angebaut. Er umfasst Sorten, die Blattrosetten bilden, sowie Sorten mit geschlossenen Köpfen. Die Blätter sind weinrot und haben weiße Rippen.

Für intensive Färbung und ausgeprägten Geschmack sind sie eine geeignete Ergänzung nicht nur in Blattsalaten, sondern auch in Fruchtsalaten. Für die Herbsternte sind Aussaaten ab Mitte Juni am besten geeignet. Für die Frühjahrsernte wird der Radicchio-Typ im August ausgesät, und damit starke Winterfröste keine Verluste verursachen, werden die überwinternden Pflanzen mit Stroh, Reisig oder einer Vliesabdeckung geschützt.

Die interessante rote Färbung der Blätter zeigt sich erst im Herbst nach den ersten kühlen Nächten.

Für die Herbsternte werden folgende Sorten empfohlen:
‚Palla Rossa‘, ‚Cesare‘ und ‚Marina‘.

Sorten für die Frühjahrsernte:
‚Roter Veroneser‘, ‚Roter von Treviso‘ und ‚Verona‘.

Salatzichorie Typ Radicchio

Salatzichorie Zuckerhut

Zichorie zur Zubereitung von Salaten und gekochtem Gemüse im Winter

  • Standort: sonniger Platz mit mittelschwerer Erde
  • Pflanzabstand: 40 × 35 bis 40 cm (Sorten mit langem Kopf)
  • Aussaatzeit: zweite Julihälfte
  • Erntezeit: ab Oktober

Die Zuckerhut-Zichorie bildet einen fest geschlossenen, spitz zulaufenden Kopf. Sie ist ein typisches winterliches Salatgemüse und wird erst im Juli ausgesät. Pflanzen aus frühen Aussaaten schießen vorzeitig in die Blüte.

Die Ernte erfolgt ab Oktober, die Pflanzen vertragen leichte Nachtfröste. Gut eingewickelte Köpfe können mehrere Wochen gelagert werden.

Salatzichorie Zuckerhut

Wirkungen der Zichorie

Zichorie wird in verschiedenen Gerichten verwendet, wie zum Beispiel Salaten, Suppen oder Beilagen. Sie hat einen hohen Ballaststoffgehalt und ist reich an Vitaminen (Folsäure, Vitamin A und K) und Mineralstoffen (Magnesium, Kalium). Zichorie wird als Heilmittel eingesetzt, da sie den Appetit anregt, die Darmperistaltik verbessert und dank ihres Folsäuregehalts auch für werdende Mütter geeignet ist, da sie die Entwicklung des Fötus positiv beeinflusst.

Zichorienknospen

Chicoréeknospen sind junge, zarte Triebe der Zichorie, die als Gemüse verzehrt werden. Sie haben einen köstlichen, bitteren Geschmack und sind eine beliebte Zutat in verschiedenen Gerichten.

Frische Salate: Sie können Chicoréeknospen zusammen mit anderem Gemüse wie Tomaten, Gurken, Paprika oder Blattsalaten in Salate geben. Ihr bitterer Geschmack verleiht dem Salat eine interessante Dimension.

Beilagen: Chicoréeknospen können auch kurz angebraten oder leicht in einer Pfanne mit etwas Öl geröstet und als Beilage zu Fleisch oder Fisch verwendet werden. Durch das Anbraten wird der bittere Geschmack der Zichorie etwas gemildert.

Smoothie: Sie können Chicoréeknospen auch zusammen mit anderen Früchten und Gemüse in einen Smoothie geben. Der bittere Geschmack der Zichorie kann sich mit den anderen Aromen verbinden und eine interessante Kombination erzeugen.

Zubereitung von gekochter Zichorie: Chicoréeknospen können auch gekocht werden. Es empfiehlt sich jedoch, sie zunächst einige Minuten in kochendem Wasser zu blanchieren, um ihre Bitterkeit zu mildern. Anschließend können Sie sie in gekochten oder gedünsteten Gerichten verwenden.

Zichorienknospen

Zichorienwurzel

Die Wurzel der Blatt- und gemeinen Zichorie wird hauptsächlich als Kaffeeersatz verwendet. Aus der Wurzel der Blattzichorie wird Melta hergestellt (ein beliebtes Getränk unserer Großmütter, das mit Milch oder Kondensmilch serviert werden kann und meist zum Frühstück gereicht wird), aus der gemeinen Zichorie wurde Zichorienkaffee hergestellt (zu Zeiten, als Kaffee knapp oder zu teuer war). Auch Sie können aus der Zichorienwurzel Kaffee herstellen – lassen Sie die Wurzeln einfach trocknen und mahlen Sie sie anschließend. Natürlich handelt es sich dabei nie um echten Kaffee, aber dafür können ihn auch Menschen genießen, die aus irgendeinem Grund kein Koffein konsumieren dürfen.

Kaffee aus Zichorie

Kaffee aus Zichorie

Kaffee aus Zichorie ist im eigentlichen Sinne kein Kaffee, sondern ein Kaffeeersatz. Er wird Melta genannt und wird so zubereitet, dass Sie 0,5 Liter Wasser zum Kochen bringen, dann 2 Esslöffel Melta einstreuen und mehrmals aufkochen lassen. Anschließend noch 3 Minuten ziehen lassen. Abseihen und in Tassen gießen. Sie können Milch, Kondensmilch, Zucker oder zum Beispiel Honig hinzufügen. Er wird warm serviert und ist ideal zu süßen (Kuchen, Hefegebäck) sowie herzhaften Frühstücken.

Zichioriensüßungsmittel

Das Zichioriensüßungsmittel ist eine flüssige Zichorienfaser, die zum Süßen von Speisen und Getränken verwendet wird. Es enthält ausschließlich flüssige Zichorienfaser und keine weiteren Zutaten. Insgesamt enthält es 95 % weniger Zucker als andere natürliche Süßungsmittel und ist daher für Diabetiker und alle geeignet, die versuchen, ein paar Kilo abzunehmen.

Das Zichioriensüßungsmittel (auch Zichoriensirup genannt) ist auch für Kinder ein geeignetes Süßungsmittel. Es kann als Ersatz für andere Sirupe (wie Ahornsirup) auf Pfannkuchen, Eierkuchen und anderen Süßspeisen verwendet werden.

Zichoriesüßungsmittel

Chicorée-Salat

Chicorée Salat

Ein Chicorée-Salat ist eine hervorragende Möglichkeit, den bitteren Geschmack des Chicorées zu nutzen und ein erfrischendes und schmackhaftes Gericht zuzubereiten. Hier ist ein einfaches Rezept für die Zubereitung eines Chicorée-Salats:

Was Sie benötigen:

  • 2-3 Chicorée,
  • 1 kleinere rote Zwiebel,
  • 1 Birne (oder anderes Obst nach Ihrer Wahl, z. B. Apfel oder Orange),
  • 60 g Nüsse (z. B. Walnüsse oder Haselnüsse),
  • 60 g Käse (z. B. Schimmelkäse oder Ziegenkäse),
  • frische Petersilie oder ein anderes Kraut nach Geschmack,
  • Olivenöl,
  • Zitronensaft,
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack.

Zubereitung:

Den Chicorée waschen, in dünne Scheiben schneiden und in eine Schüssel geben.

Die rote Zwiebel schälen und in dünne Scheiben schneiden. Das Obst (z. B. die Birne) waschen, schälen und in dünne Scheiben schneiden. Alles in die Schüssel geben.

Anschließend die Nüsse (Walnüsse oder Haselnüsse) und den geschnittenen Käse sowie die gehackte Petersilie oder ein anderes Kraut hinzufügen.

Für die Zubereitung des Dressings Olivenöl, frisch gepressten Zitronensaft, Salz und Pfeffer vermischen. Das Dressing zur Schüssel mit der Mischung aus Chicorée, Zwiebel, Obst, Nüssen und Käse geben. Gut durchmischen, damit sich alle Zutaten verbinden und mit Öl und Saft bedeckt sind.

Den Salat kurz ziehen lassen und dann servieren.