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Schnecken

Vorbeugen ist am besten: saubere Beete ohne grünen Mulch, Bierfallen, Nematoden und Helfer im Garten.

Schnecken als Schädlinge an weichen Blättern

(Gastropoda)

Schnecken sind eine große Gruppe von Weichtieren aus der Klasse Gastropoda. Zoologisch zeichnen sie sich dadurch aus, dass manche einen ungeschützten Körper ohne Gehäuse haben, während andere ein Gehäuse tragen, das sie auf dem Rücken mit sich führen. Es sind pflanzenfressende oder allesfressende Tiere mit der Fähigkeit zur sekundären Atmung, was bedeutet, dass sie sich an ein Leben an Land anpassen können. Zu den bekannten Arten gehören etwa die Weinbergschnecke, die Bänderschnecke, der Schnegel, die Ackerschnecke und die Spanische Wegschnecke.

Schnecken sind wichtig für Ökosysteme, denn sie dienen Vögeln, Säugetieren und anderen Tieren als Nahrung und helfen außerdem, Laub und anderes organisches Material abzubauen. Für Hobbygärtner und Landwirte sind Schnecken jedoch schädlich, weil sie Kulturpflanzen beschädigen.

Schnecke und Muschel

Nacktschnecke frisst grünes Gras

Schnecken und Muscheln gehören beide zu den Weichtieren. Die Schnecken, die uns im Garten begegnen, sind jedoch Landbewohner, Muscheln leben im Wasser (im Süßwasser wie im Meer). Schnecken können ein Gehäuse tragen (Weinbergschnecke) oder nicht (Nacktschnecke). Muscheln besitzen meist zwei Schalenklappen und atmen über Kiemen. Zu den Süßwassermuscheln zählen die Wandermuschel und die Große Teichmuschel, zu den Meeresmuscheln etwa die Miesmuschel, die Auster, die Perlmuschel, die Jakobsmuschel oder die Riesenmuschel.

Landschnecken – die wichtigsten Vertreter

Spanische Wegschnecke

Die Arten, die uns im Garten begegnen, sind Landschnecken – das schließt aber nicht aus, dass sie Feuchtigkeit lieben. Sobald es regnerisch wird, wandern die Schnecken in unsere Gärten und machen sich über jedes Gemüse und Obst mit weichen Blättern oder Früchten her – Schnecken lieben Erdbeeren und anderes Obst, Gras und die Blätter junger, frisch gepflanzter Pflanzen.

Zu den Schnecken gehören:

Weinbergschnecke – eine Landschneckenart aus der Familie der Schnirkelschnecken (Helicidae). Sie wird bis zu 5 cm lang und zählt damit zu den größten Schnecken bei uns. Ihr Gehäuse ist gelbbraun, dunkelbraun oder weißlich, meist mit dunklen Bändern. Den Winter übersteht sie, indem sie die Gehäusemündung mit einem Kalkdeckel verschließt.

Schnegel – eine Nacktschnecke aus der Familie der Egelschnecken (Limacidae); es gibt mehrere Arten.

Tigerschnegel (Limax maximus) – der bis zu 20 cm lange Schnegel mit Leopardenmuster gilt im Garten als nützlich, weil er sich vor allem von abgestorbenem Pflanzenmaterial, Pilzen und Aas ernährt.

Die Spanische Wegschnecke (Arion vulgaris) ist eine große Nacktschnecke aus der Familie der Wegschnecken (Arionidae), die ursprünglich von der Iberischen Halbinsel, aus Frankreich und Südengland stammt. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde sie in weite Teile Europas eingeschleppt. Sie ist eine invasive Art, die im Garten wie auf dem Feld große Schäden an der Ernte anrichtet und heimische Schnecken verdrängt. Natürliche Feinde hat sie kaum.

Schnecken – Fortpflanzung und Eier

Spanische Wegschnecken bei der Paarung

Schnecken sind Zwitter, das heißt, sie besitzen männliche und weibliche Geschlechtsorgane zugleich, können sich aber nicht selbst befruchten. Bei der Paarung tauschen die Zwitter Spermien aus – und zwar zwischen zwei verschiedenen Tieren, wobei beide anschließend Eier legen können. Manche Arten bringen mehrere Generationen pro Jahr hervor, die Spanische Wegschnecke dagegen meist nur eine; ihre Eier legt sie von Ende August bis Ende September. Schnecken überwintern in Form von Eiern.

Schnecken bekämpfen

Das beste Mittel ist die Vorbeugung. Halten Sie die Beete daher sauber, frei von Unkraut und groben Erdklumpen, und verzichten Sie auf grünen Mulch, der Schnecken anlockt. Sind die Schnecken bereits da, können Sie sie in Bierfallen aus Flaschen oder Schalen fangen, zugelassenes Schneckenkorn einsetzen oder parasitische Nematoden der Art Phasmarhabditis hermaphrodita ausbringen.

Vom Einsalzen der Schnecken direkt im Beet raten wir ab, denn damit versalzen Sie den Boden, der dann nicht mehr fruchtbar ist. Möglich ist dagegen das Absammeln von Hand in ein Gefäß, in dem die Tiere anschließend eingesalzen werden.

Wegschnecken und Nacktschnecken sammelt und frisst die Indische Laufente. Kleinere Schnecken fressen auch Igel und Kröten, wenn Sie ihnen im Garten einen geeigneten Lebensraum bieten.

Erdbeeren schützen Sie am besten mit einer Barriere aus Nadelzweigen, mit zerdrückten Eierschalen rund um das Beet oder indem Sie die Pflanzen erhöht in Kisten oder im Hochbeet setzen.

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