Mittagsblume (Delosperma)
Sukkulente für volle Sonne und magere Böden, die von Juni bis zum Frost blüht. Staunässe verträgt sie allerdings nicht.
Was ist die Mittagsblume (Delosperma)?
(Delosperma)
Mittagsblume (Delosperma), auch bekannt als Eisblume (engl. ice plant), ist eine Gattung von Sukkulenten aus der Familie der Aizoaceae. Die Pflanze stammt ursprünglich aus dem südlichen Afrika und ist für ihre farbenfrohen Blüten und ihre Fähigkeit bekannt, auch bei Trockenheit und auf magerem Boden zu wachsen.
So sieht die Mittagsblume aus
Die Mittagsblume ist eine niedrige, polsterbildende Sukkulente, die üblicherweise eine Höhe von 5–15 cm erreicht und etwa 30–45 cm breit wird. Ihre Blätter sind fleischig, länglich bis fast walzenförmig, sattgrün und an der Oberfläche mit winzigen glänzenden Papillen besetzt, die in der Sonne wie Wassertröpfchen funkeln – daher der englische Name ice plant. Die Blüten der Mittagsblume sind klein und auffällig und erscheinen in ganz unterschiedlichen Farben – zum Beispiel gelb, orange, rosa, rot oder weiß. Sie sitzen auf Stielen über dem Laub und öffnen sich an sonnigen Tagen.
So wird die Mittagsblume angebaut
Der Anbau der Mittagsblume ist recht einfach, denn es handelt sich um eine Sukkulente, die Trockenheit und höhere Temperaturen gut verträgt.
Standort: Die Mittagsblume bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Sie wächst auch im Schatten, dann entfalten sich ihre Blüten allerdings deutlich weniger.
Boden: Die Pflanze braucht einen gut durchlässigen Boden, der keine überschüssige Nässe hält. Es empfiehlt sich, Sand oder Kies unterzumischen, um die Drainage zu verbessern.
Gießen: Die Mittagsblume ist eine Sukkulente und speichert Wasser in ihren Blättern. Gießen Sie sparsam und lassen Sie den Boden zwischen den Wassergaben abtrocknen. In der winterlichen Ruhephase gießen Sie noch weniger.
Düngen: Die Mittagsblume braucht keine häufigen Düngergaben. In der Wachstumszeit können Sie sie gelegentlich mit einem Dünger für Sukkulenten versorgen.
Vermehren: Die Pflanze lässt sich über Samen, Stecklinge oder durch Abtrennen junger Pflanzen von der Mutterpflanze vermehren.
Überwintern: In kühleren Klimazonen kommt es auf die Art an. Winterharte Mittagsblumen wie Delosperma cooperi oder D. congestum überstehen den Winter bei uns im Freien und vertragen sogar −20 °C, sofern sie trocken und gut durchlässig stehen – Winternässe schadet ihnen mehr als Frost. Balkonkästen und empfindlichere Arten holen Sie ins Haus oder decken Sie mit Reisig ab.


Mittagsblume im Balkonkasten

Die Mittagsblume lässt sich auch im Balkonkasten, im Blumentopf oder in anderen Gefäßen erfolgreich kultivieren. Eine großartige Eigenschaft der Mittagsblume ist ihre Trockenheitsverträglichkeit, wodurch sie sich gut für die Kultur im Gefäß eignet. Der Anbau der Mittagsblume im Balkonkasten hat mehrere Vorteile:
Beweglichkeit: Der Balkonkasten mit der Mittagsblume lässt sich nach Bedarf leicht umstellen. Sie können ihn an einen sonnigen Platz auf der Terrasse oder dem Balkon stellen und ihn in den Wintermonaten nach drinnen holen, damit die Pflanze vor Frost geschützt ist.
Kontrollierte Bedingungen: Im Balkonkasten haben Sie eine bessere Kontrolle über Boden und Umgebung und können die Pflege genauer auf die Pflanze abstimmen.
Dekoratives Element: Mittagsblumen haben schöne, auffällige Blüten und sind damit ein hervorragendes dekoratives Element auf der Terrasse, dem Balkon oder der Fensterbank.
Beim Anbau der Mittagsblume im Balkonkasten ist es wichtig, ihr die passenden Bedingungen zu bieten:
Größe des Balkonkastens: Wählen Sie einen ausreichend großen Kasten, damit die Pflanze Platz zum Wachsen hat. Mittagsblumen breiten sich schnell aus und brauchen Raum für ihr Wurzelwerk.
Drainage: Sorgen Sie für eine gute Drainage im Kasten, damit sich kein überschüssiges Wasser staut. Das ist besonders wichtig, weil Mittagsblumen Staunässe nicht vertragen.
Substrat: Verwenden Sie ein Substrat für Sukkulenten oder mischen Sie sich eine Erde mit hohem Sand- oder Kiesanteil an, damit sie gut durchlässig ist.
Sonnenlicht: Stellen Sie den Balkonkasten an einen sonnigen Platz, an dem die Pflanze ausreichend Licht bekommt. Mittagsblumen brauchen viel Sonne, um voll aufzublühen.
Gießen: Halten Sie sich an die Regel, die Erde im Kasten zwischen den Wassergaben abtrocknen zu lassen. Gießen Sie maßvoll nach Bedarf, aber vermeiden Sie Staunässe.
Überwintern: Wenn die Winter in Ihrer Region strenger ausfallen, brauchen Mittagsblumen im Balkonkasten einen Frostschutz. Stellen Sie sie an einen wärmeren Ort oder decken Sie sie mit geeignetem Material ab (Stroh, Reisig, Buchenlaub, weißes Vlies …).
Der Anbau der Mittagsblume im Balkonkasten ist eine großartige Möglichkeit, die Schönheit dieser Pflanze zu genießen – an verschiedenen Plätzen rund ums Haus – und sie zugleich nach Bedarf einfach umzustellen.
Kristall-Mittagsblume (Eiskraut)

Die Kristall-Mittagsblume (Mesembryanthemum crystallinum), auch Eiskraut genannt, ist eine sukkulente Pflanze, die für ihre einzigartigen Blätter bekannt ist: Sie wirken, als wären sie mit winzigen Kristallen überzogen. Die Pflanze gehört zur Familie der Aizoaceae und stammt ursprünglich aus dem südlichen Afrika. Die Kristall-Mittagsblume ist eine Wildart und keine Zuchtsorte; in Kultur unterscheiden sich die einzelnen Pflanzen in Größe, Form und Blattfarbe. Allgemein weisen sie folgende Merkmale auf:
Blätter: Das auffälligste Merkmal der Kristall-Mittagsblume sind ihre Blätter. Sie sind klein, fleischig und länglich bis fast bogenförmig. Sie tragen winzige, durchsichtige Blasenzellen, die den Eindruck erwecken, das Laub sei mit Kristallen überzogen. Dieser Effekt entsteht durch die Lichtbrechung in diesen Zellen und verleiht den Blättern ein glänzendes, funkelndes Aussehen. Die Blattfarbe reicht von hellgrün bis silbrig.
Blüten: Die Kristall-Mittagsblume bildet kleine Blüten, die meist weiß oder zartrosa sind. Sie öffnen sich an sonnigen Tagen und bilden einen Kontrast zum glänzenden Laub. So auffällig wie bei den übrigen Mittagsblumen sind sie allerdings nicht.
Wuchsform: Die Pflanze wächst polsterförmig mit niedrigen, verzweigten Trieben. Sie bildet dichte Teppiche und ist damit ein attraktiver sukkulenter Bodendecker.
Anbau: Der Anbau der Kristall-Mittagsblume gleicht dem anderer Sukkulenten. Sie braucht einen sonnigen Standort, gut durchlässigen Boden und nur wenig Wasser. Sie eignet sich für Pflanzgefäße, Gartenbeete, den Wintergarten und den Steingarten.
Gänseblümchen-Mittagsblume (Dorotheanthus)

Die Gänseblümchen-Mittagsblume (Cleretum bellidiforme, in der älteren Literatur Dorotheanthus bellidiformis), im Handel oft schlicht als Mittagsblümchen angeboten, ist eine weitere sukkulente Art aus der Familie der Aizoaceae. Diese Pflanze stammt ursprünglich aus Südafrika und ist wegen ihrer leuchtend gefärbten Blüten und ihrer Vorliebe für sonnige Standorte beliebt. Hier eine Beschreibung des Aussehens der Gänseblümchen-Mittagsblume:
Blätter: Die Blätter der Gänseblümchen-Mittagsblume sind klein, fleischig und saftig. Sie können verschiedene Grüntöne annehmen oder – vor allem bei manchen Sorten – auffällig violett gefärbt sein. Sie sind spatelförmig bis verkehrt-lanzettlich mit glattem Rand. Ihren Namen verdankt die Pflanze ihren Blüten, die wie bunte Gänseblümchen aussehen, nicht ihren Blättern.
Blüten: Die Blüten der Gänseblümchen-Mittagsblume sind auffällig und farbenfroh. Sie können gelb, orange, rosa, rot oder weiß sein. Sie haben schmale, bandförmige Kronblätter, die wie bei einem Gänseblümchen strahlenförmig angeordnet sind, und öffnen sich an sonnigen Tagen. Sie sitzen auf Stielen über dem Laub und bilden einen wunderschönen Kontrast zum Blattwerk. Es lohnt sich, zu einer bunten Samenmischung zu greifen – jede Pflanze blüht dann in einem anderen Farbton.
Wuchsform: Die Pflanze wächst polsterförmig, bildet niedrige Teppiche und neigt dazu, sich auszubreiten. Dank ihres Wuchses und der auffälligen Blüten ist die Gänseblümchen-Mittagsblume eine hervorragende Ergänzung für Trockenbeete, Blumenarrangements oder Pflanzgefäße im Freien.
Anbau: Der Gänseblümchen-Mittagsblume gefällt es an sonnigen Standorten mit gut durchlässigem Boden am besten. Sie braucht nur wenig Wasser und verträgt auch trockenere Bedingungen. Sie eignet sich für Pflanzgefäße, Steingärten, Alpinumbeete oder Pflanzungen mit anderen trockenheitsliebenden Arten.
Die Gänseblümchen-Mittagsblume ist eine schöne Ergänzung für Gärten, in denen es auf Trockenheitsverträglichkeit ankommt. Ihre bunten Blüten und das auffällig gefärbte Laub erzeugen einen eindrucksvollen optischen Effekt und setzen im Außenbereich Ihres Gartens einen interessanten Akzent.
Mittagsblume überwintern: im Beet und im Kasten
Entscheidend ist nicht der Frost, sondern die Winternässe. Winterharte Mittagsblumen (Delosperma cooperi, D. nubigenum, D. congestum und die Sorten der Reihe Jewel of Desert) vertragen bis −20 °C, wenn sie im Steingarten oder Kiesbeet mit perfekter Drainage wachsen. In schwerem Boden faulen sie schon in milden Wintern.
- Im Beet: im Herbst nichts schneiden und die Pflanzen nicht mit Laub oder Mulch abdecken, das Feuchtigkeit hält. Bei anhaltendem Regen hilft ein Regendach aus Glas oder Plexiglas, das luftig über der Pflanze steht. Reisig nur locker gegen Kahlfrost auflegen.
- Im Kasten und Topf: die Gefäße in einen hellen, kühlen Raum (2–10 °C) stellen, etwa ein ungeheiztes Gewächshaus oder den Flur, und nur so viel gießen, dass das Substrat nicht völlig austrocknet – alle 3–4 Wochen. Draußen gelassene Kästen faulen, weil das Substrat im Gefäß durchfriert und gleichzeitig vollsaugt.
- Eiskraut und Gänseblümchen-Mittagsblume sind einjährige Sommerblumen – sie überwintern nicht, man sammelt Samen für die Frühjahrsaussaat.
Abgestorbene Teile erst im April entfernen, wenn sichtbar ist, was wieder austreibt.
Mittagsblume vermehren: Stecklinge, Teilung und Aussaat
Stecklinge sind der schnellste Weg: von Mai bis August 5–8 cm lange Triebstücke abbrechen, einen Tag antrocknen lassen und in sandiges Substrat oder direkt in den Steingarten stecken. Sie bewurzeln in 2–3 Wochen; die Mittagsblume wurzelt auch aus aufliegenden Trieben, es genügt, niederliegende Triebe mit Sand anzuhäufeln.
Teilung: über drei Jahre alte Polster im Frühjahr mit der Hand in Teile mit Wurzeln zerlegen und sofort einpflanzen. Das verjüngt die Pflanzen.
Aussaat: einjährige Arten (Eiskraut, Gänseblümchen-Mittagsblume) im März in Schalen bei 18–20 °C aussäen, die feinen Samen sind Lichtkeimer – nicht bedecken. Winterharte Arten lassen sich ebenfalls aussäen, die Sämlinge sind aber nicht immer farbecht.
Garten- und Zierpflanzen düngen
- Sie können DÜNGEE in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen ausstreuen.
- Setzen Sie einen Auszug aus DÜNGEE an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen, oder besprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug.
Häufige Fragen: Mittagsblume
Überwintert die Mittagsblume im Freien?
Winterharte Arten wie Delosperma cooperi ja, sie vertragen bis −20 °C, aber nur in durchlässigem, trockenem Boden. Gefährlich ist Winternässe, nicht der Frost. Kästen in einen hellen, kühlen Raum stellen.
Wie vermehrt man die Mittagsblume?
Am einfachsten über Stecklinge von Mai bis August – Triebstücke antrocknen lassen und in sandiges Substrat stecken, sie bewurzeln in 2–3 Wochen. Ältere Polster lassen sich im Frühjahr teilen.
Wann sät man die Mittagsblume aus?
Einjährige Arten im März in Schalen bei 18–20 °C. Samen nicht bedecken, sie sind Lichtkeimer. Die Jungpflanzen nach Mitte Mai auspflanzen.
