Gänseblümchen (Bellis perennis)
Gewöhnliches und Garten-Gänseblümchen: wie es aussieht, wie man es pflanzt und wofür es verwendet wird
Das Gänseblümchen (Bellis perennis) ist ein zierliches, ausdauerndes Kraut, das jeder aus dem Rasen kennt – und zugleich eine beliebte Beetblume mit gefüllt blühenden Sorten. Unten erfahren Sie, wie Sie das Gänseblümchen von Margerite und Kamille unterscheiden, wie Sie es aus Samen ziehen und wie Sie es pflegen, damit es vom Frühjahr bis in den Herbst blüht.
Gänseblümchen – Bellis: Aussehen und Pflanzenfamilie

Das Gänseblümchen (Bellis) ist eine Gattung zierlicher Kräuter. Das Gänseblümchen ist ein kleines Kraut aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Es ist eine einjährige oder ausdauernde Pflanze, die in Europa, Nordamerika und einigen weiteren Teilen der Welt vorkommt.
Das Gänseblümchen hat ein charakteristisches Aussehen mit niedrigen, dichten Blattrosetten und Blüten mit weißen Zungenblüten und gelber Mitte. Die Blätter sind länglich und haben einen gekerbten Rand. Diese Pflanze ist wegen ihrer dekorativen Blüten beliebt und wird häufig als Zierpflanze in Gärten gepflanzt.
Das Gänseblümchen ist auch für seine Symbolik bekannt. Traditionell wird es mit Märchen und Sagen verbunden und gilt oft als Symbol der Unschuld und Schlichtheit. Häufig zupft man einzelne Blütenblätter von Gänseblümchen ab und zählt sie in der Hoffnung auf eine Antwort auf die eigenen Fragen oder auf die Liebe.
Gänseblümchen, Margerite oder Kamille? So erkennen Sie den Unterschied

Drei weiß-gelbe Blumen werden am häufigsten verwechselt. Unterscheiden können Sie sie an den Blättern und an der Höhe:
- Das Gänseblümchen (Bellis perennis) ist niedrig, 5–15 cm. Seine Blätter stehen nur in einer grundständigen Rosette, aus der ein blattloser Stiel mit einem einzigen Blütenkörbchen von 2–3 cm Durchmesser wächst.
- Die Margerite (Leucanthemum) misst 30–80 cm, trägt Blätter auch am Stängel und ihr Blütenkörbchen ist deutlich größer, 3–6 cm.
- Die Kamille (Matricaria) hat fein geteilte, fast fädige Blätter, duftet stark und ihr Blütenboden ist gewölbt und hohl.
Im Rasen wächst das Gänseblümchen am liebsten an lückigen und betretenen Stellen; in einem dichten, gut gedüngten Rasen gedeiht es weniger. Im Beet leistet es dagegen gute Dienste an Beeteinfassungen, im Steingarten und zwischen anderen Stauden.
Gänseblümchen pflanzen: im Beet, im Balkonkasten und im Topf
Das Gänseblümchen ist eine verhältnismäßig anspruchslose Pflanze im Anbau. Hier sind einige Grundregeln für den Anbau von Gänseblümchen:
Standort: Das Gänseblümchen bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Es wächst auf den meisten Bodenarten gut, bevorzugt aber einen gut durchlässigen, nährstoffreichen Boden.
Aussaat/Samen: Gänseblümchen lassen sich entweder aus vorher gekauften Jungpflanzen ziehen oder aus Samen vermehren. Samen von Gänseblümchen können im Frühjahr entweder direkt ins Freiland gesät oder in Blumenkästen ausgesät und später ins Beet umgepflanzt werden.
Gießen: Das Gänseblümchen braucht regelmäßige Wassergaben, vor allem in trockenen Phasen. Wichtig ist, den Boden feucht zu halten, ihn aber nicht zu vernässen, weil das zu Wurzelfäule führen kann.
Düngung: Das Gänseblümchen braucht keine starke Düngung. Sie können es aber gelegentlich mit einem ausgewogenen Dünger für Blühpflanzen nach der Empfehlung auf der Verpackung nachdüngen. Ein gutes Beispiel ist Düngee, ein perfekter Naturdünger, den Sie gleichmäßig rund um die Pflanze streuen oder als Gießlösung anwenden können.
Schnitt: Für eine kompakte Form und eine reiche Blüte lohnt sich ein regelmäßiger Schnitt. Das Entfernen verblühter Blüten und gegebenenfalls das Auslichten überzähliger Triebe hält die Pflanze gesund und ansehnlich.
Winterschutz: Das Gänseblümchen ist ausdauernd, in frostigen Lagen kann es im Winter aber einen Schutz brauchen. Sie können es mit einer Mulchschicht oder einem anderen Abdeckmaterial vor allzu strengem Frost schützen.
Das Gänseblümchen passt gut in Beete, Blumenkästen oder an Beeteinfassungen. Seine Blüten ziehen Bienen und Schmetterlinge an, was zur Artenvielfalt und zur Bereicherung des Gartens beiträgt.
Denken Sie daran, dass sich einzelne Arten und Sorten des Gänseblümchens in ihren Ansprüchen leicht unterscheiden können – informieren Sie sich deshalb immer über die besonderen Bedürfnisse der konkreten Art oder Sorte des Gänseblümchens, das Sie kultivieren.
Gewöhnliches Gänseblümchen, volkstümlich Maßliebchen – Bellis perennis

Das Gewöhnliche Gänseblümchen (Bellis perennis), volkstümlich auch Maßliebchen genannt, ist ein ausdauerndes Kraut aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Es ist in Europa, Nordamerika und einigen weiteren Regionen der Welt verbreitet.
Diese Pflanze hat kleine, weiße oder rosa Blüten mit gelber Mitte und Blätter mit gekerbtem Rand. Sie kann sich sowohl über Samen als auch über Ausläufer ausbreiten. Das gewöhnliche Gänseblümchen findet man häufig auf Wiesen, Weiden, Rasenflächen und in Gärten.
Wie bei anderen Arten der Gänseblümchen gibt es auch beim gewöhnlichen Gänseblümchen eine symbolische Bedeutung. Es gilt als Blume der Unschuld, der Jugend und der Schlichtheit. In der Volksheilkunde wurde es traditionell ebenfalls verwendet.
Garten-Gänseblümchen (Tausendschön): Arten und Sorten

Das Garten-Gänseblümchen (Bellis perennis), im Handel auch Tausendschön genannt, umfasst gezüchtete Sorten, die als Zierpflanze in Gärten kultiviert werden.
Einige dieser Sorten sind:

- ‚Pomponette‘: Diese Sorte hat stärker gefüllte Blüten als das gewöhnliche Garten-Gänseblümchen. Die Blüten sind kugelig geformt und in verschiedenen Farbvarianten erhältlich.
‚Galaxy‘: Diese Sorte hat größere Blüten als das durchschnittliche Garten-Gänseblümchen und ist für ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber ungünstiger Witterung bekannt.
‚Tasso Series‘: Diese Sortenserie bietet eine breite Farbpalette, darunter Weiß, Rosa, Rot und Violett. Es sind kompakte Pflanzen mit dichten Blüten.
‚Habanera Series‘: Diese Sortenserie zeichnet sich durch straußförmige Blüten aus, die einen deutlichen Kontrast zwischen den Zungenblüten und der Blütenmitte zeigen. Verschiedene Farbkombinationen sind erhältlich.
‚Tasso Red Star‘: Diese Sorte hat dunkelrote Blüten mit weißen Punkten, die den Effekt eines Sternmusters erzeugen.
Das sind nur einige Beispiele gezüchteter Sorten des Garten-Gänseblümchens. Dank dieser Sorten können Sie verschiedene Farbvarianten und Erscheinungsbilder wählen, die Ihren Vorlieben und der Gestaltung Ihres Gartens entsprechen.
Gänseblümchen: traditionelle Verwendung

Das Gänseblümchen wurde in der Volksheilkunde traditionell verwendet, zum Beispiel in Kräuterteemischungen. Wissenschaftliche Belege für eine Wirkung fehlen jedoch.
Gut zu wissen:
Inhaltsstoffe: Das Gänseblümchen enthält unter anderem Flavonoide und Gerbstoffe.
Traditionelle Verwendung: In der Volksheilkunde nahm man es für Teemischungen und Umschläge.
Bei gesundheitlichen Beschwerden fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Außen- und Zierpflanzen düngen: So düngen Sie Gänseblümchen
Das Gänseblümchen verlangt von sich aus keine Düngung, im Frühjahr freut es sich aber über eine schwache Gabe universellen organischen Düngers. Die Nährstoffe werden daraus nach und nach frei, sodass die Pflanze gleichmäßig wächst und länger blüht als nach einer einmaligen Gabe Mineraldünger. Genauso geht man bei den übrigen Stauden und Steingartenpflanzenvor.
- Düngee können Sie in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen streuen.
- Setzen Sie einen Auszug aus Düngee an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen, oder besprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug.
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Bildquellen: Foto: Flocci Nivis, CC BY 4.0 · Foto: Grand-Duc, CC BY-SA 3.0 de · Foto: Photo by and (c) 2007 Jina Lee. Edited by User:Ram-Man., CC BY-SA 3.0
