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Löwenzahn (Pusteblume, Taraxacum officinale): Wirkung, Verwendung und Anbau

Die Wiesenpflanze, die die meisten aus dem Rasen ziehen — dabei macht man daraus Salat, Kaffee und Sirup.

Löwenzahn (Kuhblume) — wie er aussieht und wo er wächst

Botanische Tafel des Löwenzahns mit Blattrosette, gelbem Blütenkörbchen, Pusteblume, Einzelblüten, Samen mit Flugschirm und Pfahlwurzel

Heimische Wiesenpflanze mit goldgelben, strahlenförmigen Blüten; Futter-, Salat- und Heilpflanze.

  • Standort: sonnig; nährstoffreicher, frischer Boden
  • Höhe: 10–30 cm
  • Blütezeit: März–Mai, mitunter August bis November
  • Vermehrung: durch Samen

Der Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist eine der bekanntesten Frühlingsblumen unserer Wiesen.

  • Verbreitung: Ausdauernde krautige Pflanze, ursprünglich von der Nordhalbkugel, vom Tiefland bis in Höhen über 2000 m. Heute ist sie weltweit verbreitet.
  • Blätter: In der Form sehr veränderlich, sie wachsen in einer grundständigen Rosette. Sie können fast ganzrandig, wenig gegliedert oder grob gesägt bis nahezu fiederteilig sein.
  • Blüten: Körbchen aus zahlreichen Zungenblüten, umgeben von zurückgeschlagenen äußeren Hüllblättern. Die Blüten öffnen sich nur bei vollem Sonnenschein. Bemerkenswert ist, dass sie auch ohne Bestäubung Samen bilden.

Zur Samenreife wird die Pflanze zur Pusteblume – ihre Samen an kleinen Flugschirmen werden vom Wind verweht, was oft zu massenhaftem Auftreten führt. Genau deshalb kennen die meisten Gärtner sie eher als Unkraut im Rasen denn als Nutzpflanze.

Heilwirkung und Verwendung in der Küche

Glastasse mit Löwenzahntee und schwimmender Blüte, daneben Honig mit Löffel, ein Teesieb und frische Löwenzahnblüten auf Holz
  • Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Bitterstoffe, ätherisches Öl, Inulin, Cholin, Vitamine und Mineralsalze.
  • Wirkung in der Volksheilkunde: Blutreinigend, magenstärkend und harntreibend; unterstützt Leber und Galle.
  • Verwendung in der Küche: Junge Blätter eignen sich für den Salat, vor allem im Frühjahr. Aus den gerösteten Wurzeln bereitete man früher einen Kaffee-Ersatz. In Frankreich und Italien ist die Zubereitung des Löwenzahns als Wildgemüse ganz üblich.

Aus den Blüten kocht man auch Löwenzahnhonig, genauer gesagt Sirup — die gesammelten Blütenköpfchen werden mit Wasser aufgekocht, der Sud zieht über Nacht und wird am nächsten Tag mit Zucker und Zitrone zu einer dickflüssigen goldenen Konsistenz eingekocht. Gesammelt wird bei vollem Sonnenschein, wenn die Blüten offen sind, und abseits von Wegrändern.

Anbau und Sorten

Verblühter Löwenzahn als Pusteblume neben einem offenen gelben Blütenkörbchen im Gras

Für den Anbau sät man ab März unter Glas aus und pflanzt die Jungpflanzen im Mai ins Freiland.

  • ‚Vollherziger‘ – für die Frühjahrsaussaat geeignet
  • ‚Lyonel‘ – ideal für Treiberei und Freilandkultur

Kultivierter Löwenzahn unterscheidet sich von dem auf der Wiese dadurch, dass er in Reihen gesät wird und die Blätter jung geerntet werden, solange sie noch nicht bitter sind. Wer ihn nur für den Salat möchte, kommt auch mit Pflanzen aus dem eigenen Rasen aus — man sollte sie nur dort sammeln, wo kurz vorher nicht gemäht wurde.

Löwenzahn düngen: womit und wann

Der Löwenzahn mag nährstoffreichen, frischen Boden — anders als Steingartenpflanzen bekommt ihm ein gehaltvoller Standort gut, und genau deshalb gedeiht er so gut auf gedüngten Rasenflächen und in Beeten. Wenn Sie ihn für Salatblätter anbauen, lohnt sich eine schwache Düngung im Frühjahr zum Austrieb: Die Blätter wachsen dann schneller, sind zarter und weniger bitter. Geerntet wird jung, vor der Blüte. Wer den Löwenzahn dagegen im Rasen nicht haben möchte, dem hilft paradoxerweise das Düngen des Grases — eine dichte, geschlossene Grasnarbe lässt ihm keinen Platz zum Keimen. Wie Sie einen Dünger wählen, der den ganzen Garten auf einmal abdeckt, behandeln wir im Artikel Universaldünger; die Mischungsverhältnisse für die Gießbrühe finden Sie unter Dosierung.

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Häufige Fragen: Löwenzahn

Sind Löwenzahn und Pusteblume dieselbe Pflanze?

Ja. „Pusteblume“ ist der volkstümliche Name für den Fruchtstand des Löwenzahns (Taraxacum officinale). Es handelt sich um ein und dieselbe Pflanze aus der Familie der Korbblütler.

Wie macht man Löwenzahnhonig?

Es ist kein Honig, sondern ein Sirup. Die gesammelten Blüten werden mit Wasser aufgekocht, der Sud zieht über Nacht, am nächsten Tag wird er abgeseiht und mit Zucker und Zitrone zu einer dickflüssigen goldenen Konsistenz eingekocht. Die Blüten sammelt man bei vollem Sonnenschein, wenn sie offen sind.

Welche Wirkung hat Löwenzahn?

In der Volksheilkunde gilt er als blutreinigend, magenstärkend und harntreibend, außerdem soll er Leber und Galle unterstützen. Er enthält Gerbstoffe, Bitterstoffe, ätherisches Öl, Inulin, Cholin, Vitamine und Mineralsalze.

Wann blüht der Löwenzahn?

Die Hauptblüte fällt auf März bis Mai, eine zweite Welle kann von August bis November folgen. Die Blütenkörbchen öffnen sich nur bei vollem Sonnenschein.

Warum breitet sich Löwenzahn so schnell aus?

Er bildet auch ohne Bestäubung Samen und verbreitet sie mit dem Wind an kleinen Flugschirmen. Eine einzige Pflanze kann so ein weites Umfeld besäen, was zu massenhaftem Auftreten führt.