Gerbera (Gerbera) – Pflege im Topf und im Garten
Standort, Gießen, Düngen, Überwintern und Vermehren der Gerbera Schritt für Schritt

Ausdauernde Garten- und Zimmerpflanze mit auffälligen Blüten
- Standort: sonnig; nährstoffreiche Erde oder Substrat
- Höhe: bis 80 cm
- Blütezeit: im Garten von April bis September, in der Wohnung ganzjährig
- Vermehrung: durch Aussaat oder Teilung
Jeder kennt die Gerbera als wertvolle Schnittblume. Im Garten sieht man sie nur selten, denn auch diese Schönheit ist recht anspruchsvoll. Die Gerbera gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und stammt aus Südafrika. Gärtnerische Bedeutung haben Kreuzungen der Arten Gerbera jamesonii und G. viridifolia. Ihre großen Blüten zeigen verschiedene Pastelltöne – Gelb, Orange, Rosa, Rot oder auch Weiß. Die Blütenköpfe sind überwiegend einfach, es wurden aber auch gefüllte Sorten gezüchtet.
Aus derselben Familie der Korbblütler kennen Sie aus dem Garten auch die Chrysantheme oder die Sonnenblume.

In letzter Zeit werden auch niedrige Sorten angeboten, nicht höher als 30 cm. Sie eignen sich im Sommer für die Kultur in Töpfen und Balkonkästen. Die Gerbera ist im Freien nicht zuverlässig winterhart und muss im Herbst mit einer dicken Decke geschützt werden.
Gerbera pflegen: Standort im Garten und im Topf
Der Standort im Sommer soll sonnig und warm sein. Zum Überwintern von Zimmer- und Balkongerbera eignet sich am besten ein heller und kühler Raum (unter 14 °C). Im Garten ausgepflanzte Exemplare werden Mitte Oktober mit einer dicken Laubschicht abgedeckt, darüber wird eine Folie befestigt. Folie und Laub werden im Folgejahr spät im Frühjahr (Anfang Mai) entfernt. Bei Pflanzen im Topf hält man eine gleichmäßige Substratfeuchte und düngt während des Wachstums wöchentlich. Im Garten ausgepflanzte Gerbera werden nur nach längerer Trockenheit gegossen, dann aber mit großen Wassermengen. Gerbera im Garten werden im Frühjahr nach dem Abnehmen der Decke und über den Sommer gedüngt. In der Wohnung kultivierte Pflanzen brauchen tägliches Besprühen, denn niedrige Luftfeuchtigkeit bekommt ihnen nicht. Bei der Vermehrung aus Samen sollte man wissen, dass länger gelagerte Samen an Keimfähigkeit verlieren.
Für das regelmäßige Düngen eignet sich ein schonender organischer Dünger: DÜNGEE lässt sich der Gerbera im Topf als Auszug ins Gießwasser geben (1 Teelöffel auf 1 Liter Wasser), bei Pflanzen im Beet genügt das Streuen rund um den Horst. Die Verhältnisse für Gießwasser und Streugabe finden Sie in der Übersicht Dosierung. Ebenso werden auch andere blühende Stauden und Zimmerpflanzen gedüngt.
Botanik und Praxis: Gerbera als Schnittblume, Krankheiten und Vermehrung
Gerbera werden nicht nur wegen ihrer Schönheit kultiviert, sondern auch für den Schnitt – sie gehören zu den bedeutendsten Schnittblumen der Welt. Sie halten sich hervorragend in der Vase und bestechen durch klare Farben, oft mit kontrastreicher Mitte. Schnittblumen sollten nur in flaches Wasser gestellt werden, damit die Stiele nicht faulen; sie reagieren empfindlich auf Staunässe.
Gerbera können von Echtem Mehltau, Grauschimmel oder Wurzelfäule befallen werden, vor allem bei Staunässe oder unzureichender Belüftung. Zu Hause empfiehlt sich die Kultur in einem luftigen Substrat, z. B. einer Mischung aus Torf, Perlit und Kompost.
Bei der Vermehrung durch Teilung trennt man einzelne Rosetten mit Wurzeln ab, am besten nach der Blüte. Die Aussaat ist schwieriger, dafür erhält man mehr Pflanzen. Die Keimung dauert 10–15 Tage bei 20–24 °C.
Häufige Fragen zur Gerbera
Ist die Gerbera mehrjährig und winterhart?
Ja, die Gerbera ist eine ausdauernde Pflanze — im Garten blüht sie von April bis September, in der Wohnung sogar ganzjährig. Im Freien ist sie jedoch nicht zuverlässig winterhart: Decken Sie sie Mitte Oktober mit einer dicken Laubschicht ab und befestigen Sie darüber eine Folie. Nehmen Sie die Abdeckung erst spät im Frühjahr ab, etwa Anfang Mai.
Wie pflegt man die Gerbera im Topf?
Stellen Sie sie an einen sonnigen und warmen Platz, halten Sie das Substrat gleichmäßig feucht und düngen Sie während des Wachstums wöchentlich. In der Wohnung bekommt der Gerbera niedrige Luftfeuchtigkeit nicht, deshalb besprühen wir sie täglich. Im Winter stellen Sie sie in einen hellen, kühlen Raum unter 14 °C. Für Balkonkästen und Töpfe eignen sich vor allem niedrige Sorten bis 30 cm.
Wie lange hält eine Gerbera im Topf?
Als ausdauernde Pflanze hält sie im Topf mehrere Jahre, wenn Sie sie jedes Jahr hell und kühl unter 14 °C überwintern und keine Staunässe im Substrat zulassen — sie führt zu Wurzelfäule. Geschnittene Gerbera halten in der Vase länger, wenn Sie sie nur in flaches Wasser stellen: Ihre Stiele reagieren empfindlich auf Nässe und faulen sonst.
Womit düngt man Gerbera?
Gerbera im Garten werden im Frühjahr nach dem Abnehmen der Winterdecke und dann über den Sommer gedüngt, Pflanzen im Topf während des Wachstums wöchentlich. Greifen Sie zu einem schonenden organischen Dünger — DÜNGEE lässt sich als Auszug ins Gießwasser (1 Teelöffel auf 1 Liter Wasser) ebenso verwenden wie als Streugabe rund um den Horst und verbrennt die Wurzeln nicht. Genaue Verhältnisse finden Sie unter Dosierung.
Wie vermehrt man die Gerbera?
Durch Aussaat oder Teilung. Beim Teilen trennt man einzelne Rosetten mit Wurzeln ab, am besten nach der Blüte. Die Aussaat ist schwieriger, dafür erhalten Sie mehr Pflanzen — die Keimung dauert 10–15 Tage bei 20–24 °C. Bedenken Sie, dass länger gelagerte Samen an Keimfähigkeit verlieren, säen Sie deshalb möglichst frisches Saatgut.
Welche Krankheiten treten bei der Gerbera auf?
Gerbera können von Echtem Mehltau, Grauschimmel oder Wurzelfäule befallen werden, vor allem bei Staunässe oder unzureichender Belüftung. Kultivieren Sie sie zu Hause deshalb in einem luftigen Substrat, etwa in einer Mischung aus Torf, Perlit und Kompost, und lassen Sie kein Wasser im Übertopf stehen.
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