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Chrysanthemen (Chrysanthemum)

Anbau im Garten und im Topf, Arten, Sorten und Überwintern

Chrysanthemen (Chrysanthemum) — rosa gefüllte Blüten einer Garten-Chrysantheme in Nahaufnahme

Auffällige Herbststaude mit reicher Blüte in einer breiten Farbpalette.

  • Standort: sonnig, geschützt, durchlässiger und nährstoffreicher Boden
  • Höhe: 30–120 cm je nach Art
  • Blütezeit: August–November
  • Vermehrung: Stecklinge, Teilung der Horste, Aussaat
  • Verwendung: Beete, Kübel, Schnittblumen, Grabschmuck zu Allerheiligen, Herbstdeko

Die Gattung Chrysanthemum umfasst mehr als 40 Arten ausdauernder Pflanzen aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae), überwiegend aus Asien. Die meisten Sorten stammen aus China und Japan, wo sie eine jahrtausendealte Tradition als Symbole für Sonne, Ehre und Unsterblichkeit haben. Moderne Garten-Chrysanthemen entstanden durch Züchtung aus den Wildarten und sind heute weltweit verbreitet.

Chrysanthemen pflanzen: Standort im Garten und im Topf

Chrysanthemen brauchen einen sonnigen Standort und einen nährstoffreichen, gut durchlässigen Boden mit ausreichend Humus. Staunässe vertragen sie nicht, regelmäßiges Gießen dagegen sehr wohl – besonders während der Blüte. Im Kübel sind eine Drainageschicht und häufigere Feuchtekontrollen wichtig.

Für buschigere Verzweigung und kompakten Wuchs werden junge Pflanzen entspitzt (die Triebspitze wird entfernt), in der Regel zweimal bis Mitte Juni. Hohe Sorten müssen aufgebunden werden.

Im Frühjahr düngt man am besten mit stickstoffbetontem Dünger, der das Wachstum fördert; im Sommer und vor der Blüte wechselt man zu Düngern mit höherem Kalium- und Phosphoranteil. Eine hervorragende Wahl sind natürliche Varianten wie DÜNGEE, die eine gesunde Entwicklung ohne chemische Belastung unterstützen.

Chrysanthemen im Topf und auf dem Balkon

Im Kübel blühen Chrysanthemen zu einer Zeit, in der Balkon und Terrasse sonst leer sind – deshalb werden sie im Herbst vor allem als fertig blühende Horste verkauft. Grundlage sind ein durchlässiges Substrat und eine Drainageschicht am Topfboden: stehendes Wasser schadet den Pflanzen mehr als kurze Trockenheit.

Kontrollieren Sie das Gießen häufiger als bei Pflanzen im Beet, in der Vollblüte ruhig täglich. Das Substrat im Gefäß ist schnell erschöpft, deshalb lohnt es sich, die ganze Saison über zu düngen – ein langsam wirkender organischer Dünger lässt sich schon beim Pflanzen einarbeiten und eine Überdüngung droht dabei nicht.

Der Topf hat gegenüber dem Beet einen großen Vorteil: Die Pflanze lässt sich im Winter in einen kühlen, aber frostfreien Raum bringen – Garage, unbeheizte Veranda oder heller Flur. Genau das ist die sicherste Art, großblumige Chrysanthemen bei uns zu überwintern.

Chrysanthemen vermehren und überwintern

Garten-Chrysanthemen vermehrt man am häufigsten durch Teilung der Horste im Frühjahr oder durch Stecklinge junger Triebe zu Sommerbeginn. Samen kommen bei den Wildarten zum Einsatz, bei Zuchtsorten garantieren sie jedoch nicht dieselben Eigenschaften.

Chrysanthemen sind nicht vollständig winterhart – vor allem gefüllte und großblumige Formen brauchen im Winter Schutz. Im Herbst werden die Triebe eingekürzt, die Pflanze wird mit trockenem Laub oder Reisig abgedeckt. In kälteren Lagen empfiehlt sich die Kultur im Kübel, den man im Winter in einen kühlen, frostfreien Raum stellen kann.

Chrysanthemen nach Blütezeit und Blütenform

Garten-Chrysanthemen werden nach Blütezeit und Aussehen der Blüten in mehrere Gruppen eingeteilt:

Nach der Blütezeit: wann Chrysanthemen blühen

  • Frühblühend (Sommer) – blühen ab August, geeignet für Beete und für den Schnitt.
  • Mittelfrüh (Herbst) – Blütehöhepunkt im September und Oktober, meist im Freiland kultiviert.
  • Spät (zu Allerheiligen) – blühen von Oktober bis November, üblich im Kübel oder als Schnittblume für die Vase.

Nach der Blütenform:

  • Einfach – ähnlich der Margerite, die Blütenscheibe bleibt sichtbar.
  • Halbgefüllt und gefüllt – Scheibe verdeckt, die Blüten sind üppig und dicht.
  • Nadel-, Spinnen- und Anemonenblütige – Zuchtformen mit dekorativer Anordnung der Zungenblüten.

Ausgewählte Arten und wichtige Chrysanthemen-Sorten

Chrysanthemum indicum: die Garten-Chrysanthemen

Chrysanthemum indicum — niedrige Garten-Chrysanthemen in Gelb, Rot, Orange und Weiß, dicht mit kleinen Blüten besetzt

Diese Wildart ist einer der Grundbausteine bei der Züchtung moderner Garten-Chrysanthemen. Es handelt sich um eine niedrige bis mittelhohe Staude mit ausgeprägt buschigem Wuchs. Je nach Bedingungen und Sorte wird sie 30–60 cm hoch.

Sie hat kleinere Blüten in Weiß, Rosa, Violett oder Gelb. Wegen ihrer geringeren Höhe und guten Standfestigkeit eignet sie sich hervorragend für gemischte Beete und als Einfassung. Auch das Entspitzen ist bei ihr weniger nötig. Die Blüten sind einfach bis halbgefüllt und bedecken oft den ganzen Busch. Diese Gruppe wird häufig als sogenannte Garten-Chrysanthemen bezeichnet.

Sie wird im Freiland kultiviert und ist mäßig winterhart – bei gutem Schutz übersteht sie den Winter, ohne ins Haus geholt zu werden.

Großblumige Chrysanthemen (Chrysanthemum × grandiflorum)

Großblumige Chrysanthemen (Chrysanthemum × grandiflorum) — dunkelrote Blüten mit grüner Mitte für den Schnitt

Es handelt sich um eine Hybridgruppe, die durch Kreuzung der Indischen Chrysantheme (C. indicum) und der Winteraster (C. morifolium) entstanden ist. Diese Chrysanthemen sind auch als großblumige Chrysanthemen bekannt und werden oft für den Schnitt verwendet. Sie wachsen höher – üblich sind 60–120 cm. Charakteristisch sind große Blüten in verschiedenen Formen – kugelig, nadelförmig, spinnen- oder anemonenblütig – und kräftige Farben.

Sie blühen in der Regel ab Oktober und gehören zu den spätesten Formen. Sie sind frostempfindlicher und werden deshalb meist im Kübel kultiviert. Im Garten brauchen sie einen geschützten Standort und Schutz vor Regen, der die Blüten beschädigen könnte.

Diese Gruppe ist anspruchsvoller in der Kultur – sie braucht häufiges Entspitzen, eine Stütze und regelmäßiges Düngen. Wegen ihres dekorativen Aussehens wird sie aber viel für den Schnitt, für Grabschmuck und festliche Gestecke verwendet.

Koreanische Chrysanthemen (Chrysanthemum koreanum) – winterharte Chrysanthemen fürs Beet

Diese Art stammt von der Koreanischen Halbinsel und zeichnet sich durch hervorragende Winterhärte aus. Sie bildet kompakte Büsche von etwa 40–80 cm Höhe mit festen Trieben und robustem Laub. Die Blüten sind kleiner, aber zahlreich, oft in warmen Farben – Orange-, Ziegel-, Rot-, Gelb- und Rosatönen.

Sie eignet sich vor allem für Pflanzungen im Freien, wo sie bis in den späten Herbst reich blühende Büsche bildet. Von Vorteil sind die anspruchslose Kultur, die sehr gute Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und die stabile Form. Sorten dieser Art blühen meist von Ende September bis November und vertragen auch die ersten Fröste.

Koreanische Chrysanthemen (Chrysanthemum koreanum) — winterhartes Beet mit orangen und gelben Chrysanthemen im Spätherbst

Zu den beliebten Sorten gehören zum Beispiel:

Chrysantheme 'Altgold' — goldgelbe, dicht gefüllte Blüte in Nahaufnahme
‚Altgold‘
Früh, orange gefärbt, mit einfacher Blüte.
Chrysantheme 'Vesuv' — dunkelrote, gefüllte Blüte an einem Busch im Garten
‚Vesuv‘
Dunkelrot, gefüllt, kompakter Wuchs.
Chrysantheme 'Anastasia Green' — hellgrüne, spinnenblütige Sorte für den Schnitt
‚Anastasia Green‘
Hellgrüne, spinnenblütige Sorte für den Schnitt.

Häufige Fragen: Chrysanthemen

Sind Chrysanthemen mehrjährig?

Ja, die Chrysantheme ist eine ausdauernde Pflanze – eine Staude. Bei uns überwintert allerdings nicht jede Gruppe gleich zuverlässig: Koreanische und niedrige Garten-Chrysanthemen halten im Freiland jahrelang, während großblumige Formen oft einjährig kultiviert oder im Kübel in einen frostfreien Raum geholt werden.

Wie pflegt man Chrysanthemen im Topf?

Wählen Sie ein durchlässiges Substrat und vergessen Sie die Drainageschicht am Gefäßboden nicht. Stellen Sie den Topf an einen sonnigen und geschützten Platz, gießen Sie regelmäßig (in der Vollblüte auch täglich) und düngen Sie die ganze Saison über. Im Winter stellen Sie das Gefäß in einen kühlen, frostfreien Raum.

Sind Chrysanthemen winterhart?

Am robustesten ist die Koreanische Chrysantheme, die im Freien auch die ersten Fröste verträgt. Gefüllte und großblumige Formen vertragen Frost schlecht – im Herbst kürzt man die Triebe ein und deckt den Horst mit trockenem Laub oder Reisig ab, oder man überwintert ihn im Kübel.

Wann blühen Chrysanthemen?

Von August bis November, je nach Gruppe. Frühblühende Sorten beginnen im August, mittelfrühe haben ihren Höhepunkt im September und Oktober und späte Allerheiligen-Sorten blühen von Oktober bis November.

Womit düngt man Chrysanthemen?

Im Frühjahr mit einem stickstoffbetonten Dünger für den Zuwachs an grüner Masse, ab dem Sommer und vor der Blüte mit einem Dünger mit überwiegend Kalium und Phosphor, die den Blütenansatz fördern. Ein natürlicher organischer Dünger gibt seine Nährstoffe langsam ab, hält also die ganze Saison und verbrennt auch im Kübel die Wurzeln nicht. Konkrete Mengen finden Sie unter Dosierung.

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Weitere interessante Artikel

Weitere Blumen, die den Garten im Herbst zum Leuchten bringen: Astern, Herbstzeitlose und Heidekraut. Unter den sommerblühenden Pflanzen aus derselben Familie der Korbblütler lohnt sich ein Blick auf Sonnenblume und Margerite. Einen zusammenfassenden Überblick über ausdauernde Pflanzen fürs Beet finden Sie im Artikel Stauden.

Chrysantheme — Fotos unserer Gärtner

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