Eukalyptus überwintern, im Topf und im Freien pflegen
Arten, Pflege, Vermehrung, Düngen und Überwintern von Eukalyptus im Topf und im Freiland

Immergrüner Baum oder Strauch mit ausgeprägt aromatischen Blättern.
- Standort: sonnig, warm, windgeschützt
- Höhe: im Topf bis 2 Meter, in der Natur bis 30 Meter
- Wachstumszeit: wächst kräftig von Frühjahr bis Herbst
- Vermehrung: durch Samen oder halbverholzte Stecklinge
- Überwinterung: im Kübel heller Platz bei 5–10 °C, sparsam gießen; im Freien nur robuste Arten
- Verwendung: aromatische Zweige, Inhalation, Dekoration, Trocknen
Eukalyptus (Eucalyptus) ist eine Gehölzgattung aus der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae), die mehr als 700 Arten umfasst. Eine Übersicht der einzelnen Arten finden Sie weiter unten in diesem Artikel – im Deutschen ist für Eucalyptus globulus auch der Name Blaugummibaum gebräuchlich. Die Gattung stammt überwiegend aus Australien und Tasmanien, wo sie natürliche Wälder bildet und vielen Tieren, darunter den Koalas, Nahrung liefert. Dank ihres schnellen Wachstums und der großen Menge aromatischer ätherischer Öle hat sich der Eukalyptus über die ganze Welt verbreitet – auch in Europa, wo er als Zier- und zugleich Nutzpflanze kultiviert wird.
Für zu Hause am beliebtesten ist der Blaugummibaum (Eucalyptus globulus), der als Kübelpflanze gezogen wird. Seine jungen Blätter sind rundlich und bläulich, die älteren schmal und sichelförmig. Bei Berührung duften sie intensiv. Im Sommer kann er ins Freie, für den Winter empfiehlt sich ein kühlerer, aber heller Raum – die meisten Arten vertragen nämlich keinen Frost.
Eukalyptus überwintern: wann und wie
Eukalyptus im Topf holen Sie ins Haus, sobald die Nachttemperaturen gegen 5 °C sinken, meist im Oktober. Er überwintert an einem hellen Platz bei 5–10 °C (höchstens etwa 13 °C), mit sparsamen Wassergaben und ohne Dünger. Draußen im Boden überstehen den Winter nur robuste Arten, vor allem Eucalyptus gunnii, und auch sie brauchen in den ersten Wintern Schutz.
Wie Sie Eukalyptus überwintern, hängt von der Art ab. Der verbreitetste E. globulus aus dem Blumenhandel verträgt keinen Frost und überwintert drinnen. Robuste Arten können draußen bleiben (Übersicht im Abschnitt Eukalyptus-Arten).
Eukalyptus überwintern Schritt für Schritt
- Nach September nicht mehr düngen. So reifen die Triebe bis zum Winter aus.
- Finden Sie heraus, welche Art Sie haben. E. globulus, E. cinerea und Zitronen-Eukalyptus im Kübel gehören über den Winter ins Haus. E. gunnii und E. pauciflora können draußen überwintern.
- Achten Sie auf die Nachttemperaturen. Sinken sie gegen 5 °C, meist im Oktober, holen Sie Kübelpflanzen herein.
- Blätter kontrollieren und trockene Zweige entfernen. Den Formschnitt heben Sie sich für das Frühjahr auf.
- Wählen Sie einen hellen Platz mit 5–10 °C: verglaste Veranda, Wintergarten, ungeheizter Flur oder Garage mit Fenster. Nicht neben die Heizung und nicht in den Zug.
- Gießen Sie sparsam, etwa alle 2–4 Wochen. Das Substrat darf weder ganz austrocknen noch im Wasser stehen.
- Robusten Arten im Freien die Basis mulchen und die Krone bei starkem Frost mit Vlies abdecken.
- Im Frühjahr die Pflanze schrittweise wieder ins Freie stellen, zuerst in den Schatten (Vorgehen weiter unten).
Übersicht: Temperatur, Licht und Gießen im Winter
| Zeitraum | Wo und welche Temperatur | Licht | Gießen | Düngen |
|---|---|---|---|---|
| September | draußen | volle Sonne | regelmäßig, abtrocknen lassen | zum letzten Mal |
| Oktober | Kübel ins Haus, wenn die Nächte gegen 5 °C sinken | so viel wie möglich | reduzieren | nicht düngen |
| November bis Februar | 5–10 °C, höchstens etwa 13 °C | so viel wie möglich, ggf. Pflanzenleuchte | 1× in 2–4 Wochen | nicht düngen |
| März bis April | allmählich wärmer | so viel wie möglich | allmählich steigern | wieder aufnehmen, sobald die Pflanze wächst |
| ab Mitte Mai | draußen, Nächte über 5 °C | erst Schatten, dann Sonne | regelmäßig | 1× in 3–4 Wochen |
| Art | Frost | Wo überwintern |
|---|---|---|
| Eucalyptus globulus | verträgt keinen | drinnen, 5–10 °C |
| Zitronen-Eukalyptus (Corymbia citriodora) | verträgt keinen | drinnen, eher um 10–13 °C |
| Eucalyptus cinerea | empfindlicher als gunnii | sicherer im Kübel drinnen |
| Eucalyptus gunnii | ältere Pflanzen kurzzeitig etwa −10 °C, junge weniger | ausgepflanzt mit Schutz, im Kübel bei längerem Frost ins Haus |
| E. pauciflora subsp. niphophila | noch robuster als gunnii | ausgepflanzt, in den ersten Wintern mit Schutz |
Eukalyptus überwintern: im Topf drinnen und ausgepflanzt im Freien
Kübelpflanzen: Am besten bringen Sie den Eukalyptus in einen hellen und kühlen Raum – ideal sind verglaste Veranden, Wintergärten oder ungeheizte Flure, in denen sich die Temperatur zwischen 5 und 10 °C hält, höchstens um 13 °C. Ein kurzzeitiges Absinken unter 5 °C verträgt die Pflanze, Frost nicht.
Ausgepflanzt im Freien: In Regionen mit milderem Winter überstehen manche Arten den Winter draußen gut, vor allem Eucalyptus gunnii oder pauciflora. Entscheidend ist eine dicke Mulchschicht (Stroh, Laub, Kompost) rund um die Wurzeln im gesamten Umfang der Pflanze und idealerweise noch ein Schutz der Krone mit Vlies. Folie oder Plastik verwenden Sie nicht, darunter schlägt sich Feuchtigkeit nieder. Junge Pflanzen schützen Sie vor allem in den ersten ein bis zwei Wintern.
Gießen im Winter
Halten Sie den Eukalyptus im Winter eher trocken. Gießen Sie sparsam – etwa alle 2 bis 4 Wochen, je nach Temperatur und Trockenheit der Umgebung. Das Substrat sollte nie völlig austrocknen, darf aber keinesfalls nass stehen – sonst droht Wurzelfäule.
In kühleren Räumen gießen Sie noch sparsamer.
Licht und Luft im Winter
Sorgen Sie für möglichst viel Licht. Ist das nicht möglich, hilft eine zusätzliche Pflanzenleuchte (LED).
Die Pflanze sollte im Winter weder im Zug noch neben Heizkörpern stehen.
Weitere Pflege im Winter
Kein Düngen nötig – Dünger kommt erst wieder zum Einsatz, wenn das Wachstum im Frühjahr neu anläuft (Dosierung).
Bei sehr jungen oder schwachen Pflanzen empfehlen wir, die Triebe auf etwa die halbe Länge einzukürzen – bei der Überwinterung im Raum senkt das Verdunstung und Stress.
Kontrollieren Sie regelmäßig, ob sich auf dem Substrat Schimmel bildet – kurzes Lüften oder ein kühlerer Platz helfen.
Winterharter Eukalyptus im Freien: besondere Empfehlungen für die Freilandkultur

In sehr strengen Wintern kann man die Pflanze tief über dem Boden zurückschneiden und die Basis kräftig mulchen, denn ein Teil der Eukalypten treibt im Frühjahr – wie in der Natur nach einem Feuer – aus der Basis wieder aus.
Wer sich an diese Grundsätze hält, überwintert Eukalyptus nicht nur im Kübel, sondern auch im Beet erfolgreich, sofern die richtige robuste Art gewählt wird. Die Hauptrisiken der Wintermonate sind Frost bei den Kübelarten, Staunässe und bei Pflanzen im Raum lang anhaltende Dunkelheit.
Tipp: Bei seltenen oder wertvollen Exemplaren lohnt sich im Spätsommer ein Steckling als Reserve, damit sich die Pflanze bei Winterverlusten leicht ersetzen lässt.
Eukalyptus im Kübel draußen
Im Kübel frieren die Wurzeln viel früher durch als im Boden, deshalb überwintern Sie draußen im Topf nur den robusten E. gunnii, und zwar in einem großen Gefäß.
- stellen Sie den Kübel windgeschützt an die Hauswand
- legen Sie eine Styroporplatte darunter und umwickeln Sie ihn mit Jute oder Luftpolsterfolie
- sorgen Sie für Wasserabzug, im Winter keinen Untersetzer verwenden
- die Krone in Frostnächten mit Vlies abdecken
- bei längerem Frost unter −5 °C den Kübel in einen kühlen, hellen Raum oder eine Garage mit Fenster bringen
Eukalyptus im Frühjahr aus der Winterruhe holen
Ab März, wenn die Pflanze auszutreiben beginnt, stellen Sie sie wärmer und gießen nach und nach mehr. Jetzt ist die Zeit für den Schnitt und gegebenenfalls das Umtopfen. Mit dem Düngen beginnen Sie erst, wenn neuer Wuchs zu sehen ist; die Mengen finden Sie in der Dosierungstabelle.
Ins Freie kommt der Eukalyptus etwa ab Mitte Mai, wenn die Nächte nicht mehr unter 5 °C fallen. Die ersten Tage lassen Sie ihn im Schatten, erst dann in der vollen Sonne. Bei ausgepflanzten Exemplaren ziehen Sie im Frühjahr den Mulch zurück und schneiden erfrorene Triebspitzen ab. Ist die Pflanze oberirdisch erfroren, warten Sie bis Juni: Viele Eukalypten treiben aus der Basis wieder aus.
Die häufigsten Fehler beim Überwintern von Eukalyptus
- Warmes Zimmer. Im Warmen und Dämmrigen vergeilt der Eukalyptus und wirft Blätter ab.
- Zu viel Wasser. In der Kühle trocknet das Substrat lange nicht ab und die Wurzeln faulen.
- Völliges Austrocknen. Das andere Extrem: Ein ausgetrockneter Ballen erholt sich nicht mehr.
- Falsche Art im Freien. E. globulus überlebt den Winter im Garten nicht.
- Folie statt Vlies. Unter Folie schwitzt die Pflanze.
- Düngen im Winter. Die Pflanze ruht und kann die Nährstoffe nicht nutzen.
Häufige Fragen zum Überwintern von Eukalyptus
Wann sollte man Eukalyptus einwintern?
Eukalyptus im Topf holen Sie ins Haus, sobald die Nachttemperaturen gegen 5 °C sinken, meist im Oktober. Robuste ausgepflanzte Arten bleiben draußen, vor den ersten Frösten wird ihre Basis gemulcht.
Wie überwintert man Eukalyptus im Topf?
Vor den ersten Frösten stellen Sie ihn an einen hellen Platz mit 5–10 °C und gießen nur so viel, dass der Wurzelballen nicht austrocknet. Die meisten Arten vertragen keinen Frost. Ins Freie kommt er erst ab Mitte Mai, wenn keine Nachtfröste mehr drohen.
Wie viel Frost verträgt Eukalyptus?
Das hängt von der Art ab. Eucalyptus globulus und Zitronen-Eukalyptus vertragen keinen Frost. Ein älterer, gut eingewurzelter Eucalyptus gunnii hält kurzzeitig etwa −10 °C aus, der Gebirgs-Eukalyptus E. pauciflora subsp. niphophila noch mehr. Junge Pflanzen und Kübelpflanzen vertragen deutlich weniger, weil ihre Wurzeln früher durchfrieren.
Kann Eukalyptus im Kübel draußen überwintern?
Nur die robuste Art (E. gunnii) in einem großen Gefäß. Stellen Sie es auf Styropor an die Hauswand, umwickeln Sie es und decken Sie die Krone bei Frost mit Vlies ab. Bei längerem Frost unter −5 °C bringen Sie den Kübel in einen kühlen, hellen Raum oder eine Garage mit Fenster.
Warum vertrocknet Eukalyptus im Winter?
Meist hat er zu viel Wärme und zu wenig Licht, steht an der Heizung oder wurde zu viel gegossen. Stellen Sie ihn kühler und heller und gießen Sie erst, wenn die Oberfläche abgetrocknet ist. Ausgepflanzter Eukalyptus vertrocknet im Winter auch aus Wassermangel: In trockenen Wintern an frostfreien Tagen gießen.
Eukalyptus-Arten, die bei uns kultiviert werden
Die Gattung Eucalyptus umfasst über 700 Arten, in unseren Bedingungen wird davon aber nur eine Handvoll kultiviert. Sie unterscheiden sich vor allem in der Blattform und darin, wie viel Frost sie vertragen.
- Eucalyptus globulus (Blaugummibaum) – die häufigste Art im Topf. Junge Blätter sind rundlich und blaugrün, ältere schmal und sichelförmig. Frost verträgt er nicht, den Winter verbringt er im Haus.
- Eucalyptus gunnii (Mostgummi-Eukalyptus) – der härteste der gängig angebotenen Arten. Ältere, eingewurzelte Pflanzen überstehen an einem geschützten Standort und in durchlässigem Boden kurzzeitig etwa −10 °C, junge Pflanzen weniger. Die niedrige Sorte ‚Azura‘ eignet sich für Kübel und für den regelmäßigen Schnitt.
- Eucalyptus pauciflora subsp. niphophila (Snow Gum) – eine Gebirgsart aus dem Südosten Australiens mit auffällig gefleckter weißer Rinde, einer der frosthärtesten Eukalypten überhaupt.
- Eucalyptus cinerea – silbrig graue, runde Blätter, die nach dem Schnitt lange am Zweig halten. Er wird vor allem für die Floristik und zum Trocknen kultiviert.
- Corymbia citriodora (früher Eucalyptus citriodora) – die Blätter duften nach Zitrone, bei uns ausschließlich als Kübelpflanze.
- Eucalyptus regnans (Riesen-Eukalyptus) – der Rekordhalter der Gattung, für den Garten aber ungeeignet; er wächst nur in den natürlichen Beständen Tasmaniens und Victorias.
Wenn Sie einen Eukalyptus für einen dauerhaften Platz im Freien suchen, halten Sie sich an gunnii oder pauciflora. Alle anderen Arten kultivieren Sie besser als bewegliche Kübelpflanzen.
Eukalyptus pflegen: Standort, Gießen und Schneiden
Eukalyptus liebt Licht und Wärme. Ideal ist ein sonniger Standort mit mindestens 6 Stunden direkter Sonne täglich. Der Boden sollte durchlässig sein, am besten sandig-lehmig und gut dräniert. Die Pflanze verträgt keine Staunässe, deshalb gehört auf den Topfboden unbedingt eine Drainageschicht.
Gegossen wird regelmäßig, zwischen den einzelnen Gaben sollte die Erde jedoch leicht abtrocknen.
Sehr gut verträgt die Pflanze den Schnitt – gerade das regelmäßige Einkürzen fördert einen kompakten, dichten Wuchs und bremst allzu lange Triebe. Am besten schneidet man im Frühjahr, bevor die neue Wachstumsphase beginnt.
Boden-pH: Eukalyptus bevorzugt leicht saure bis neutrale Böden (ideal sind pH 5,5–6,5). Wer auf alkalischem Boden kultiviert, dem hilft ein Mulch aus Nadelstreu oder Rinde, der den Boden leicht ansäuert.
Eukalyptus vermehren: aus Samen und über Stecklinge
Am zuverlässigsten vermehrt sich Eukalyptus aus Samen. Stecklinge bewurzeln zwar auch, aber deutlich schlechter als bei den meisten Ziergehölzen – rechnen Sie damit, dass nur ein Teil anwächst.
- Aussaat: säen Sie im Frühjahr in ein durchlässiges Gemisch (Substrat mit Sand oder Perlit). Die Samen sind winzig, drücken Sie sie nur an und bedecken Sie sie nicht mit Erde – sie keimen als Lichtkeimer bei 20–22 °C in etwa 2–4 Wochen.
- Stratifikation: Samen der frostharten Gebirgsarten (gunnii, pauciflora) keimen williger nach 4–6 Wochen Kältebehandlung bei rund 4 °C in feuchtem Sand.
- Halbverholzte Stecklinge: schneiden Sie sie im Spätsommer von den ausgereiften diesjährigen Trieben, Länge 8–10 cm. Untere Blätter entfernen, den Steckling in ein Gemisch aus Torf und Sand stecken und unter einer Haube bei 20–24 °C hohe Luftfeuchte halten.
- Nach der Bewurzelung: topfen Sie die jungen Pflanzen in eigene Gefäße und beginnen Sie erst dann zu düngen, wenn sie sichtbar austreiben. Bis dahin reichen die Nährstoffe aus dem Substrat.
Tipp: Eukalyptus verträgt keine Verletzung des Wurzelballens, topfen Sie ihn deshalb so schonend wie möglich um – und lieber ein Jahr zu früh, bevor sich die Wurzeln an der Topfwand entlangdrehen.
Mostgummi-Eukalyptus im Kübel auf einen Blick
Zusammenfassung für den robustesten Eukalyptus, den Mostgummi-Eukalyptus, im Kübel kultiviert:
| Art | Standort | Höhe (cm) | Boden | Schnitt | Hinweis, Überwinterung |
|---|---|---|---|---|---|
| Mostgummi-Eukalyptus (Eucalyptus gunnii) | Sonne–Halbschatten | bis 200 | anspruchslos | ja | Oberfläche über den Wurzeln mulchen |
Die Höhe gilt für die Pflanze im Kübel, der Schnitttermin betrifft vor allem Pflanzen, die drinnen überwintern.
Womit Eukalyptus düngen – Eukalyptus düngen mit DÜNGEE und Pflege während des Wachstums
Regelmäßigkeit: Düngen Sie Eukalyptus mit DÜNGEE alle 3 bis 4 Wochen während der Hauptvegetationszeit (April bis September).
Dosierung: Für junge Pflanzen genügen 1–2 Esslöffel (ca. 10–20 g) trockener DÜNGEE rund um die Pflanze oder beim Gießen in die Erde eingearbeitet. Bei größeren Kübelpflanzen können es je nach Topfgröße 3–5 Esslöffel sein.
Anwendung: Streuen Sie den Dünger im Kreis um den Stamm auf die Erdoberfläche (nicht direkt an den Stämmchen), arbeiten Sie ihn leicht ins Substrat ein und gießen Sie gut, damit die Nährstoffe zu den Wurzeln gelangen.
Bewässerung: Nach jeder Gabe immer gründlich wässern. DÜNGEE ist schonend, überdüngen kann man damit nicht, doch regelmäßiges Gießen ist entscheidend für die Verfügbarkeit der Nährstoffe.
In der Ruhezeit (Oktober bis März) nicht düngen: Der Eukalyptus stellt das Wachstum ein, und Düngen würde die Wurzeln nur unnötig belasten.
Eine ausführliche Anleitung, wie Sie einen organischen Universaldünger bei Kübel- und Gartenpflanzen dosieren, finden Sie in einem eigenen Artikel.
Heilende und praktische Verwendung von Eukalyptus
Eukalyptusblätter enthalten viel Eucalyptol, einen Stoff mit nachgewiesener antiseptischer, antibakterieller und entzündungshemmender Wirkung. Eukalyptusöl wird bei Erkältung, Husten, Schnupfen und Bronchitis eingesetzt. Man findet es in Salben, Balsamen und Inhalationspräparaten.
Eukalyptus ist zugleich eine ausgeprägte Duftpflanze – seine ätherischen Öle riechen intensiv. Getrocknete Zweige in der Vase oder über der Dusche verströmen ihren Duft im Raum und geben bei Kontakt mit Wasserdampf wohltuende ätherische Öle ab.
Getrockneter Eukalyptus und Eukalyptus für die Dusche: Zierwert und moderne Verwendung
Im Innenraum wirkt Eukalyptus ausgesprochen dekorativ. Seine feinen, silbrig grünen Blätter sind derzeit sehr beliebt in minimalistischen wie naturnahen Arrangements. Getrockneter Eukalyptus kommt in Sträuße, Kränze und auch solo in die Vase. Er bleibt viele Monate lang schön und duftend, ganz ohne besondere Pflege.
Ein Trend der letzten Jahre ist auch Eukalyptus für die Dusche – ein über dem Duschkopf aufgehängtes Bündel erwärmt sich beim Duschen und gibt Aromastoffe ab, die bei verstopfter Nase helfen und entspannend wirken.
Außergewöhnliche Verwendungen weltweit
In Australien machen Eukalypten über 70 % aller Wälder aus – sie sind entscheidend für die Ökosysteme und als Nahrung der Koalas, denen sie die Entwicklung eines speziellen Verdauungssystems für die toxischen Blätter ermöglicht haben.
In Algerien wurden Eukalypten dank ihres tiefen und schnell wachsenden Wurzelsystems zur Trockenlegung von Sümpfen genutzt und halfen so, die Malaria zurückzudrängen.
Weltweit wird Eukalyptus für die Herstellung von Arzneimitteln, Parfüms und Duftprodukten angebaut, aber auch als schnell nachwachsendes Holz für Möbel, Musikinstrumente oder Papier.
Heilkundliche, aromatherapeutische und volkstümliche Verwendung
Das ätherische Öl hat gut belegte Wirkungen bei Erkältungen – Produkte auf Eukalyptusbasis (Salbe, Zahnpasta, Bonbons, Inhalationsmittel) sind nicht nur in Europa beliebt, sondern auch in Japan und den USA.
In der traditionellen Medizin der australischen Aborigines wurden sowohl Blätter als auch Rinde und Harz („Kino“) bei Wunden, Infektionen, Verdauungsbeschwerden und Schlangenbissen sowie zur Linderung von Blutungen, Fieber und Schmerzen eingesetzt.
In Innenräumen findet Eukalyptus immer mehr Verwendung als natürlicher Raumduft – ein Bündel in der Dusche parfümiert das Bad und gibt aromatische ätherische Öle ab.
Praktische Tipps für die Kultur und Ratschläge ausländischer Gärtner
In den USA und in Großbritannien empfehlen Gärtner, nach der Pflanzung 2 Jahre lang einen gras- und unkrautfreien Streifen um den Baum zu halten und mit Mulch die Feuchtigkeit zu bewahren. Eingearbeitete Schwefelspäne säuern den Boden an – das lohnt sich besonders auf alkalischen Standorten (vor allem für Snow Gums empfohlen).
Ideal ist ein Boden-pH zwischen 5,5 und 7, entscheidend ist gute Drainage, denn Staunässe führt zu Wurzelfäule. Pflanzen im Kübel düngt man am besten einmal monatlich maßvoll, vorzugsweise mit organischen oder ausgewogenen Düngern, jedoch in kleinen Gaben.
Eukalyptus ist zwar trockenheitsverträglich, junge Pflanzen müssen in Hitzeperioden aber regelmäßig gegossen werden; dennoch mögen sie es, wenn das Substrat zwischen den Gaben abtrocknet.
Interessante ökologische und botanische Phänomene
Die Wurzeln des Eukalyptus entziehen dem Boden rasch Wasser – das nutzt man zur Bodenstabilisierung und zur Verringerung der Erosion in Trockengebieten.
Die Blätter enthalten starke antiseptische und antivirale Stoffe, die die Widerstandskraft der Pflanze gegen Pilzkrankheiten erhöhen, zugleich aber für die meisten Tiere giftig sind; Ausnahmen sind Koalas und einige wenige weitere Arten.
Faszinierende Fakten über Eukalypten
- Eukalyptus gehört zu den am schnellsten wachsenden Bäumen der Welt – manche Arten legen bis zu 2 Meter im Jahr zu.
- Der höchste Eukalyptus (die Art Eucalyptus regnans) erreicht bis zu 100 Meter – er ist die höchste Blütenpflanze der Welt.
- Die Blüten des Eukalyptus haben keine Kronblätter – ihre „Blüte“ besteht ausschließlich aus zahlreichen Staubblättern.


