Blutblume (Haemanthus und Scadoxus)
Eine Zwiebelpflanze, die blüht, bevor sie Blätter treibt. Der kugelige Blütenstand hält wochenlang.

Die Blutblume ist eine faszinierende Pflanze, die durch ihr einzigartiges Aussehen und ihre Eigenschaften Aufmerksamkeit auf sich zieht. Viele Arten der Blutblume tragen leuchtend rote Blüten, die an Blut erinnern – daher ihr Name. Die Blutblume ist nicht nur dekorativ, sondern auch anspruchslos im Anbau, was sie zu einer beliebten Wahl für Gärtner macht.
Diese Pflanze stammt aus Afrika und ist vor allem für ihre Fähigkeit beliebt, unter ganz unterschiedlichen klimatischen Bedingungen zu gedeihen. Die Blutblume gehört zur Familie der Amaryllisgewächse und wird in der Gartengestaltung gern als Blickfang eingesetzt. Ihre Blüten kommen nicht nur im Beet zur Geltung, sondern auch im Innenbereich als Teil eines Blumenarrangements.
Für die Blutblume ist ein heller Standort ideal, sie darf jedoch nicht der prallen Mittagssonne ausgesetzt sein. Während des Wachstums braucht die Pflanze regelmäßige, aber maßvolle Wassergaben. Die richtige Pflege sorgt dafür, dass die Blutblume Jahr für Jahr zuverlässig blüht und ihre Umgebung schmückt.
Wie sieht die Blutblume aus?
Die Blutblume, botanisch Haemanthus, ist eine interessante Zwiebelpflanze aus Afrika. Die Arten sind im Aussehen sehr variabel und stellen jeweils eigene Ansprüche an die Pflege. Zu den wichtigsten zählen auch weniger bekannte Arten mit ungewöhnlichen Blüten.
Die Blutblume gehört zur Familie der Amaryllisgewächse und fällt durch ihre ausdrucksstarken Blüten und fleischigen Blätter auf. Die Wuchshöhe liegt je nach Art zwischen 15 und 80 cm. Der Blütenstand ist meist rot, es gibt aber auch Arten mit weißen Blüten. Die Blätter sind fleischig und können bis zu 60 cm lang werden, etwa bei Haemanthus albiflos, der im Handel auch als „Elefantenohr“ angeboten wird. Die Blütenstiele sind unterschiedlich hoch, oft etwa 15–20 cm, und tragen auffällige Blüten, die durch Farbe und Form die Blicke auf sich ziehen. Für ein gesundes Wachstum braucht die Pflanze regelmäßige Wassergaben und eine Nachdüngung während der Vegetationsperiode.
Herkunft und Arten der Blutblume
Die Blutblume ist in Afrika natürlich verbreitet, und zwar von Äthiopien bis nach Südafrika. Die früher als Haemanthus katherinae geführte Art (heute Scadoxus multiflorus subsp. katherinae) stammt aus Natal und Transvaal und ist die kräftigste der kultivierten Arten. Andere, etwa Scadoxus magnificus, haben blutrote Blüten und sind in Kultur selten. Der kleinere Scadoxus multiflorus (früher H. multiflorus) stammt aus dem tropischen Ostafrika. Die einzelnen Arten der Blutblume brauchen jeweils eigene Bedingungen, darunter einen halbschattigen Standort und kühlere Temperaturen im Winter – das macht sie zu idealen Pflanzen für den Innenbereich. Vermehrt werden sie meist über Tochterzwiebeln, Blattteile oder Samen, wobei die Anzucht aus Samen mehrere Jahre bis zur ersten Blüte braucht.
Blutblume pflegen: Standort und Substrat
Die Blutblume möchte einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Je nach Art wird sie 15 bis 80 cm hoch. Die häufigsten Arten blühen im Frühjahr und Sommer, jene mit fleischigen Blättern dagegen im Herbst. Für die Kultur eignet sich ein lockeres Substrat für Zimmerpflanzen, angereichert mit Kompost und Sand.
Während der Wachstumsphase sind regelmäßige, durchdringende Wassergaben und eine Düngung alle zwei Wochen entscheidend. In der Ruhephase, also außerhalb der Blütezeit, senken Sie die Temperatur am besten auf etwa 10 °C und gießen deutlich sparsamer. Wichtig ist, die alten Blätter zu belassen, bis der neue Austrieb erscheint.
Blutblume vermehren und pflanzen
Die Blutblume lässt sich auf mehrere Arten vermehren: über Samen, Zwiebeln oder Blätter. Am zuverlässigsten ist die Vermehrung über Tochterzwiebeln, die beim Umtopfen alle zwei Jahre abgetrennt werden. Für das Pflanzen empfiehlt sich ein Substrat mit Sand- und Kompostanteil, das optimale Bedingungen für das Wachstum der Zwiebeln bietet.
Die Anzucht aus Samen ist anspruchsvoller, denn bis zur blühfähigen Zwiebel dauert es 3 bis 4 Jahre. Bei Arten mit fleischigen Blättern lassen sich auch geschnittene Blattteile verwenden, diese Methode ist jedoch weniger gebräuchlich.
Pflege und Überwintern
Zur regelmäßigen Pflege gehören Gießen, Düngen und die passende Umgebungstemperatur. Während des Wachstums genügt der Pflanze normale Zimmertemperatur von etwa 18 bis 22 °C. Erst in der Ruhephase stellen Sie sie kühl bei etwa 10 bis 15 °C auf — ohne diese kühle Ruhezeit blüht sie im nächsten Jahr nicht. Zu häufiges Düngen kann der Pflanze schaden, es sollte deshalb maßvoll erfolgen.
Die Blutblume ist widerstandsfähig gegenüber Krankheiten, kann aber von Blattläusen und Schildläusen befallen werden. Während des Wachstums darf das Substrat nie ganz austrocknen; in der Ruhephase gießen Sie dagegen deutlich weniger. Eine dauerhaft nasse Zwiebel fault.
Natal-Blutblume (Scadoxus puniceus)
Die Natal-Blutblume zählt zu den auffälligsten Arten. Botanisch gehört sie heute zur Gattung Scadoxus, die aus der Gattung Haemanthus ausgegliedert wurde — deshalb begegnen Ihnen in Katalogen beide Namen.
Aussehen und Erkennungsmerkmale
Die Natal-Blutblume, auch als Scadoxus puniceus bekannt, fällt durch ihre leuchtend roten Blüten auf. Der Blütenstand sitzt auf einem kräftigen, etwa 60 cm hohen Schaft. Ihre Blätter sind lang, oval und wachsen direkt aus der Zwiebel.
Die Pflanze blüht im Frühjahr und ist an ihrem einzigartigen Blütenstand leicht zu erkennen. Gepflanzt wird die Blutblume nicht nur wegen ihrer Optik, sondern auch als ungewöhnliches Gestaltungselement.
Besonderheiten der Pflege

Die Natal-Blutblume braucht einen nährstoffreichen, gut durchlässigen Boden. Sie bevorzugt Halbschatten und einen geschützten Platz, damit sie der direkten Mittagssonne entgeht. In der Vegetationsperiode braucht sie regelmäßige Wassergaben, die jedoch keine Staunässe verursachen dürfen.
Im Winter braucht sie eine Ruhephase mit sparsamen Wassergaben. Für die Kultur im Innenbereich ist eine gute Drainage des Substrats wichtig. In unseren Breiten wird die Blutblume wegen ihrer Kälteempfindlichkeit meist als Zimmerpflanze gehalten.
Krankheiten und Schädlinge
Die Blutblume kann von mehreren Krankheiten befallen werden, darunter Schimmel- und Pilzerkrankungen. Grauschimmel ist besonders problematisch und tritt häufig bei zu feuchten Bedingungen auf.
Blattflecken sind ein weiteres Problem, das die Blätter schädigen und die Pflanze schwächen kann. Zur Vorbeugung sorgen Sie für gute Luftzirkulation und vermeiden einen zu nassen Boden.
Schädlinge wie Blattläuse und Spinnmilben können die Blutblume befallen und die Blätter schädigen. Es hilft, regelmäßig die Blattunterseiten zu kontrollieren und rechtzeitig zu einem schonenden Pflanzenschutzmittel zu greifen.
Probleme in der Pflege: Wenn die Blutblume nicht blüht
Die Blutblume reagiert empfindlich auf ungeeignete Bedingungen. Zu wenig Licht führt zu unvollständiger Blüte und schwachem Wuchs. Stellen Sie die Pflanze deshalb an einen Platz mit ausreichend hellem, diffusem Licht.
Falsches Gießen ist häufig die Ursache für Wurzelfäule. Achten Sie darauf, dass das Wasser gut abläuft und sich keine Staunässe bildet.
Auch das Substrat spielt eine Rolle — in schwerer Erde fault die Zwiebel. Ein lockeres, lehmiges Substrat mit guter Drainage ist optimal für gesundes Wachstum. Wer diese Bedingungen schafft, bekommt eine vitale und reich blühende Pflanze.
Blutblume in der Wohnung und im Blumenarrangement
Die Blutblume (Haemanthus) ist für ihre ausdrucksstarken Blüten bekannt und belebt jeden Raum. Sie wird gern in modernen und minimalistischen Einrichtungen eingesetzt, wo ihre Farben Lebendigkeit und Energie bringen.
Blumenarrangements mit der Blutblume leben von ihrer außergewöhnlichen Farbpalette. Leuchtendes Rot oder Orange eignet sich hervorragend für Kontraste in zarteren Kompositionen. Floristen kombinieren sie gern mit feineren Blüten wie weißen Lilien, um ausgewogene Sträuße zu binden.
In Vasenkompositionen oder als Teil großer Arrangements sorgt die Blutblume für einen dramatischen Effekt. Ihre mächtigen Blüten und breiten Blätter sichern ihr immer die zentrale Position. Dank ihrer Robustheit eignet sie sich auch für längerfristige Präsentationen.
In gewerblichen Räumen findet die Blutblume ihren Platz in Hotellobbys, Restaurants und Bürogebäuden, wo sie kräftige Farbakzente setzt. Ihre Pflege ist vergleichsweise einfach, was sie zu einer beliebten Wahl für Gestalter macht, die eine robuste und attraktive Pflanze suchen.
Die Blutblume taucht auch häufig in saisonalen Dekorationen auf, etwa in weihnachtlichen oder sommerlichen Arrangements. Ihre Haltbarkeit und die Fähigkeit, lange frisch zu bleiben, machen sie zu einem verlässlichen Partner für kreative Gestaltung.
Ist die Blutblume giftig?
🚨 Alle Teile der Blutblume sind giftig, am stärksten die Zwiebel. Sie enthalten Alkaloide vom Lycorin-Typ, ebenso wie die verwandten Amaryllis und Narzissen. Nach dem Verzehr lösen sie Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen aus, in größeren Mengen auch Herzrhythmusstörungen.
Der Saft der Zwiebel reizt Haut und Schleimhäute – tragen Sie beim Teilen und Umtopfen deshalb Handschuhe und waschen Sie sich danach die Hände. In Haushalten mit kleinen Kindern oder mit Tieren, die an Pflanzen knabbern, stellen Sie die Blutblume außer Reichweite. Bei Verschlucken wenden Sie sich an den Giftnotruf (Deutschland: 030 19240, Österreich: 01 406 43 43).
Häufige Fragen
Warum blüht meine Blutblume nicht?
Meist deshalb, weil sie keine kühle Ruhezeit hatte. Nach der Blüte und dem Einziehen der Blätter gießen Sie sparsamer und stellen die Pflanze für einige Monate kühl bei etwa 10 bis 15 °C. Die zweite Ursache ist zu wenig Licht oder ein zu großer Topf — die Blutblume blüht erst, wenn die Zwiebel im Gefäß eng steht.
Wann sollte man die Blutblume umtopfen?
Etwa alle zwei bis drei Jahre, nach der Ruhezeit vor dem Austrieb. Die Zwiebel wird so gesetzt, dass ihre Spitze über die Substratoberfläche ragt. Beim Umtopfen trennen Sie zugleich die Tochterzwiebeln ab.
Ist die Blutblume giftig?
Ja. Alle Teile, vor allem die Zwiebel, enthalten Alkaloide vom Lycorin-Typ. Nach dem Verzehr verursachen sie Erbrechen und Bauchschmerzen, der Saft reizt die Haut. Tragen Sie beim Umgang mit der Zwiebel Handschuhe.
Was ist der Unterschied zwischen Haemanthus und Scadoxus?
Ursprünglich war es eine einzige Gattung. Die Arten mit fleischigen Blättern, die im Herbst blühen, blieben in der Gattung Haemanthus; die Arten mit dünneren Blättern und kugeligem Blütenstand auf hohem Schaft wurden in die Gattung Scadoxus überführt. Der deutsche Name Blutblume wird für beide verwendet.
Kann die Blutblume im Freien wachsen?
Nur über den Sommer an einem geschützten, schattigen Platz. Frost verträgt sie nicht, im Herbst müssen Sie sie deshalb hereinholen. In unserem Klima wird sie daher als Zimmerpflanze gehalten.
Womit düngt man die Blutblume?
Während Wachstum und Blüte etwa alle zwei Wochen mit einer schwachen Dosis. Den natürlichen organischen Dünger DÜNGEE können Sie beim Umtopfen ins Substrat einarbeiten oder als Aufguss zum Gießen verwenden (1 Teelöffel auf 1 Liter Wasser). In der Ruhephase düngen Sie gar nicht.
