Anbau von Chinakohl: von der Aussaat bis zur Ernte
Der Anbau von Chinakohl ist beliebt dank des schnellen Wachstums und des zarten Geschmacks der Blätter, die ideal für Salate und warme Küche geeignet sind.
- Standort: sonniger / halbschattiger Platz, humoser und gut durchlässiger Boden
- Höhe: 30–60 cm je nach Sorte
- Erntezeit: 60–80 Tage nach der Aussaat
- Vermehrung: durch direkte Aussaat der Samen
Chinakohl (Brassica rapa subsp. pekinensis) gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) und stammt aus Ostasien, wo er seit Jahrhunderten angebaut wird. In Europa begann er sich erst im 20. Jahrhundert zu verbreiten, heute wird er besonders wegen seines schnellen Wachstums und seiner vielseitigen Verwendung geschätzt. Die Pflanze bildet längliche, zarte Köpfe aus feinen Blättern mit hellgrüner Färbung.
Chinakohl ist eine Quelle von Vitamin C, Ballaststoffen und Mineralstoffen. Dank des geringen Kaloriengehalts ist er für Diät- und gesunde Ernährungspläne geeignet.
Aussaat von Chinakohl
Für den Anbau ist das richtige Timing am wichtigsten. Chinakohl neigt bei langen Tagen zum Schossen, daher wird empfohlen:
- Frühjahrsaussaat von März bis April (unter Folie oder Glas),
- Sommer- bis Herbstaussaat von Juli bis August direkt ins Beet.
Die Samen werden in Reihen mit einem Abstand von 30–40 cm und einer Tiefe von etwa 1,5 cm ausgesät. Nach dem Aufgehen müssen die Pflanzen auf einen Abstand von 25–30 cm vereinzelt werden.
Pflege während des Wachstums
Chinakohl hat ein flaches Wurzelsystem und ist daher empfindlich gegenüber Trockenheit. Eine regelmäßige Bewässerung ist notwendig, damit die Blätter zart bleiben und nicht bitter werden. Die Pflanze benötigt nährstoffreichen Boden, daher empfiehlt es sich, das Beet vor der Aussaat mit Kompost oder organischem Dünger anzureichern, zum Beispiel mit Hnojík, der gesundes Wachstum ohne übermäßigen Chemieeinsatz fördert.
Gegen Schädlinge wie Erdflöhe oder Blattläuse hilft das Abdecken mit Vliesfolie. Dank der kurzen Vegetationszeit wird Chinakohl meist geerntet, bevor sich die Schädlinge in großem Maßstab vermehren.
Ernte und Lagerung
Chinakohl wird etwa 60–80 Tage nach der Aussaat geerntet. Die Köpfe werden mit einem scharfen Messer bodennah abgeschnitten. Am besten schmeckt er frisch, aber bei richtiger Lagerung hält er sich mehrere Wochen im Kühlschrank. Er eignet sich auch zum Einlegen oder zur Zubereitung des traditionellen koreanischen Kimchi.
Verwendung in der Küche
Chinakohl ist ein vielseitiges Gemüse. Er eignet sich für frische Salate, Suppen, Stir-Fry-Gerichte oder als Beilage zu Fleisch. Er ist zarter als klassischer Weißkohl und lässt sich schnell erhitzen, wodurch die meisten Nährstoffe erhalten bleiben.
