Mais (Zea mays)
- Standort: warme Lagen; humoser, lockerer, leicht erwärmbarer Boden
- Pflanzabstand: 60–70 × 20 cm
- Pflanzzeit: Direktaussaat im Mai
- Erntezeit: bei Milchreife der Körner
- Vermehrung: durch Samen
Industrielle und futterwirtschaftliche Nutzung von Mais
Neben seinen vielfältigen kulinarischen Verwendungsmöglichkeiten, wie Maiskolben, Popcorn oder dem frischen Verzehr im Milchstadium, spielt Mais auch eine bedeutende Rolle in der Industrie und Landwirtschaft. In vielen europäischen Regionen dient er als Futterpflanze für Rinder und Schweine und unterstützt damit sowohl die Milch- als auch die Fleischproduktion. Dank des hohen Stärkegehalts ist er zudem ein wichtiger Grundstoff für die Herstellung von Bioethanol und anderen Biokraftstoffen und trägt so zur Energieautarkie bei. Aus Maisrückständen wie Blättern oder Kolbenhülsen werden darüber hinaus Biokunststoffe, Papier, aber auch Futtermischungen und Biokraftstoffe hergestellt, was seinen wirtschaftlichen und ökologischen Nutzen steigert.
Nährwertgehalt, Ertragsleistung und gesundheitliche Vorteile
Was die Ernährung betrifft, ist Mais eine reichhaltige Quelle komplexer Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Vitamine (insbesondere der B-Gruppe und Beta-Carotin) sowie Mineralstoffe. Studien zeigen, dass einzelne Pflanzenteile – nicht nur das Korn, sondern auch Griffel und Blätter – biologisch aktive Substanzen enthalten, die in der traditionellen Medizin genutzt werden (z. B. diuretische oder entzündungshemmende Wirkungen). Im modernen Pflanzenbau werden dank züchterischer Arbeit durchschnittliche Erträge von bis zu 6 t/ha erzielt, was Mais zu einem der ertragreichsten Getreide der Welt macht.
