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Araukarie (Araucaria araucana)

Von 35 Arten der Südhalbkugel lässt sich bei uns nur eine einzige im Freien kultivieren — und auch die nur in geschützter Lage.

Andentanne (Araucaria araucana)

Immergrüner Nadelbaum mit regelmäßigen Astquirlen

  • Standort: sonnig bis halbschattig, geschützte Lage
  • Höhe: 10–20 m
  • Blüten: ohne Zierwert
  • Vermehrung: durch Aussaat

Von den 35 Arten der Gattung, die ausschließlich auf der südlichen Hemisphäre verbreitet ist, kann in Mitteleuropa nur die Andentanne (Araucaria araucana) im Freien kultiviert werden. Sie gehört zur Familie der Araukariengewächse (Araucariaceae). In ihrer Heimat, im Andengebiet Chiles und im südwestlichen Argentinien, wächst sie als 30–50 m hoher Baum, bei uns bleibt sie jedoch deutlich kleiner.

Die Äste wachsen zu je 5–7 in regelmäßigen Quirlen und stehen nahezu waagerecht ab. Die Zweige sind mit Nadeln bedeckt, die stechend, starr, dreikantig und 2,5 bis 5 cm lang sind.

Die Nadeln sind dachziegelartig angeordnet und bleiben ungewöhnlich lange erhalten. Kugelförmige, 14–20 cm breite Zapfen bilden sich an kurzen Seitenzweigen.

Chilenische Araukarie (Araucaria araucana)

Araucaria araucana

Araucaria araucana erreicht in ihrer Heimat eine beeindruckende Höhe — in den chilenischen und argentinischen Anden regelmäßig über 30 Meter.

Es ist ein eigentümlich wirkender Baum, der nur an günstigen Standorten mit milden Wintern und einer winterlichen Bodenbedeckung aus organischem Material gedeiht. Außerdem wird ein Schutz vor scharfen Winden und vor starker Sonneneinstrahlung empfohlen.

Zimmertanne (Araucaria heterophylla)

Die Art ist auf den Norfolkinseln heimisch und ist bei uns als „Zimmertanne“ bekannt. Sie erreicht meist eine Höhe von 1,30 m. Solange das Wohnzimmer früher nur sonntags beheizt wurde, war sie eine beliebte Zimmerpflanze. Die heutigen zentral beheizten Wohnungen mit trockener Luft bieten der Pflanze kein geeignetes Umfeld.

Araucaria heterophylla
Araucaria heterophylla kann im Sommer im leichten Schatten im Freien aufgestellt werden.

Die Zimmer-Araukarie benötigt das ganze Jahr über einen hellen, jedoch vor direkter Sonne geschützten Standort. Im Sommer kann sie vorübergehend im Schatten eines hohen Baumes im Garten aufgestellt werden. Als Substrat in Gefäßen eignet sich Torfsubstrat oder Einheitserde mit einem Zusatz von Torf und Sand. Von Frühling bis Herbst wird die Pflanze regelmäßig mit weichem und nicht zu kaltem Wasser gegossen, von Mai bis August wird mit Rhododendron-Dünger gedüngt — mehr dazu im Ratgeber Zimmerpflanzen düngen.

Wie pflegt man die Araukarie als Zimmerpflanze?

Die Araukarie braucht gestreutes Licht und Temperaturen von höchstens 20 °C – sie sollte daher nicht direkt an einer Wärmequelle oder in der Sonne stehen. Wichtig sind ausgewogenes Gießen und hohe Luftfeuchtigkeit.

Wie lässt sich die Araukarie vermehren?

Die Vermehrung der Araukarie ist vegetativ über Stecklinge möglich, auch wenn diese Methode anspruchsvoller sein kann. Saatgut ist für Hobbygärtner meist weder erhältlich noch effektiv.

Worin unterscheiden sich Chilenische Araukarie und Zimmertanne?

Die Chilenische Araukarie hat schärfere, spitze Blätter und bevorzugt kühlere Bedingungen, während die Zimmertanne dichtere, weichere Nadeln trägt und sich besser an Zimmerbedingungen anpasst.

Was sind die häufigsten Probleme beim Kultivieren der Araukarie?

Zu den üblichen Problemen zählen Wurzelfäule und Anthraknose, die sich durch schwarzes Vergilben und Flecken auf den Blättern zeigt. Wichtig sind eine gute Drainage und die Vermeidung von Staunässe.