Roter Fadenrasen
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Roter Fadenrasen – Achtung auf Rasenflächen im Herbst
(Leatisaria fuciformis)
Der Rote Fadenrasen (Laetisaria fuciformis) ist ein parasitischer Pilz, der verschiedene Gras- und Rasenarten befällt. Diese Krankheit ist bekannt für ihre charakteristischen Symptome, zu denen eine ausgeprägte rote oder rosafarbene Verfärbung des Rasens gehört. Ihr Auftreten ist häufig auf Rasenflächen, Wiesen, Golfplätzen und Sportrasenflächen zu beobachten.
Die Krankheit wird durch den Pilz Laetisaria fuciformis verursacht, der Blätter und Stängel des Grases infiziert. Infizierte Gräser verfärben sich in Rottöne, was auf die Pigmentproduktion des Pilzes zurückzuführen ist.
Die Krankheit tritt häufig gegen Ende des Sommers oder im Herbst, bei warmem und feuchtem Wetter auf, wenn ideale Bedingungen für die Ausbreitung und Entwicklung des Pilzes herrschen. Darüber hinaus kann die Übertragung des Pilzes auch auf mechanischem Weg begünstigt werden, beispielsweise beim Rasenmähen oder beim Verbringen von infiziertem Gras an einen anderen Standort.
Leider gibt es keine wirksame chemische Behandlung zur Bekämpfung des Roten Fadenrasens. Zu Beginn des Befalls können Sie zugelassene Fungizide versuchen, deren Wirksamkeit ist jedoch sehr gering. Vorbeugung und eine sachgemäße Pflege der Rasenflächen sind der Schlüssel zur Minimierung des Auftretens dieser Krankheit. Es wird empfohlen, korrekte Mähverfahren einzuhalten, wie regelmäßiges Mähen, das Beibehalten einer angemessenen Rasenhöhe sowie die Verwendung von sauberem und scharfem Werkzeug. Wichtig ist es außerdem, den Rasenflächen eine gute Drainage und ausreichende Belüftung zu bieten, was die Feuchtigkeit reduzieren und die Vermehrung des Pilzes eindämmen kann.
Roter Fadenrasen – widerstandsfähige Gräser
Die Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Roten Fadenalgenpilz der Rasengräser (Laetisaria fuciformis) kann zwischen verschiedenen Grasarten sowie in Abhängigkeit von den lokalen klimatischen Bedingungen und Anbaubedingungen variieren. Generell gilt, dass einige Grasarten eine größere Widerstandsfähigkeit gegenüber dieser Pilzkrankheit aufweisen als andere. Die folgenden Grasarten sind als relativ widerstandsfähig gegenüber dem Roten Fadenalgenpilz bekannt:
Weißklee (Trifolium repens): Weißklee, der häufig als Bestandteil eines Rasenbewuchses angebaut wird, ist für seine relative Widerstandsfähigkeit gegenüber einigen Pilzkrankheiten bekannt, einschließlich des Roten Fadenalgenpilzes.
Glatthafer (Arrhenatherum elatius): Glatthafer ist ein Gras, das häufig in Rasenmischungen verwendet wird, und ist für seine Widerstandsfähigkeit gegenüber einigen Krankheiten bekannt, einschließlich des Roten Fadenalgenpilzes.
Deutsches Weidelgras (Lolium perenne): Deutsches Weidelgras ist eines der am häufigsten verwendeten Gräser in Rasenmischungen. Obwohl es anfällig für Schädlinge und einige Pilzkrankheiten sein kann, ist es in der Regel gut widerstandsfähig gegenüber dem Roten Fadenalgenpilz.
Kriechende Quecke (Elymus repens): Die Kriechende Quecke ist ein ausdauerndes Gras, das tendenziell recht widerstandsfähig gegenüber einigen Pilzkrankheiten ist, einschließlich des Roten Fadenalgenpilzes.
Bitte beachten Sie jedoch immer, dass die Widerstandsfähigkeit einzelner Grasarten gegenüber dem Roten Fadenalgenpilz regional spezifisch sein und von den konkreten Anbaubedingungen sowie dem Auftreten des Erregers abhängen kann. Außerdem gilt: Auch wenn einige Grasarten widerstandsfähiger sein können, ist keine Grasart vollständig immun gegenüber allen Krankheiten. Bei der Auswahl der Grasarten für eine Rasenfläche (einschließlich der Auswahl von Mischungen) empfiehlt es sich, einen lokalen Fachmann oder Agronomen zu Rate zu ziehen, da diese Empfehlungen auf der Grundlage lokaler Bedingungen und spezifischer Anforderungen geben können.
Roter Fadenalgenpilz – Vorbeugung
Die beste Vorbeugung gegen den Roten Fadenalgenpilz ist die Erhaltung des Rasens in einem guten Zustand. Dazu gehören:
- ausgewogene Ernährung mit ausreichend Stickstoff,
- optimale Bewässerung – den Rasen niemals vollständig austrocknen lassen, ihn aber auch nicht unnötig zu stark bewässern,
- Entfernung von Moos – sogenannter Rasenfilz; dies erreichen Sie durch Vertikutieren im Frühjahr und Herbst,
- intensives Mähen oder Schneiden – entweder mit einem Rasenmäher mit scharfen Klingen oder mit einer Sense, sofern Sie dazu in der Lage sind.
Zu Beginn des Befalls können Sie versuchen, zugelassene Fungizide einzusetzen, bedenken Sie jedoch, dass gegen den Roten Fadenalgenpilz keines zu hundert Prozent wirksam ist und es sich zudem um potenziell gefährliche chemische Substanzen handelt.
Eine weitere hervorragende Möglichkeit, den Roten Fadenalgenpilz zu bekämpfen, ist die Verwendung von organischem Dünger, der dem Rasen die erforderlichen Nährstoffe liefert, ihm aber auch eine bessere Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Schädlinge verleiht – siehe unten.
Quellen:
- Böhmig, Franz – Peleška, Stanislav: 2000 rad pro zahrádkáře, Ottovo nakladatelství, Praha 2001.
- Rod, Jaroslav: Choroby a škůdci na zahradě. Grada, Praha 2017
- www.wikipedia.org
- www.ireceptar.cz
- www.abecedazahrady.cz
- www.sazenicka.cz
- www.agromanual.cz
- www.svettravniku.cz
