Rasensamen: So wählen Sie den richtigen Rasentyp
Zierrasen, Strapazierrasen, Schattenrasen oder Blumenwiese? Wir zeigen Ihnen, wie Sie Rasensamen nach Pflegeaufwand und Nutzung auswählen. Kaufen Sie keine billigen Futtergräser!
Rasensamen: So wählen Sie den richtigen Rasentyp
Ein zufriedenstellender Rasen beginnt mit der richtigen Rasenmischung. Lesen Sie, welcher Rasentyp zu Ihnen passt — vom dekorativen englischen Rasen bis zur pflegeleichten Blumenwiese.
So wählen Sie die Rasenmischung nach der Nutzungsart des Rasens
Der richtige Rasentyp
Ob Sie mit Ihrem Rasen zufrieden sein werden, hängt entscheidend von der Wahl der passenden Rasenmischung ab.
Ob ruhiges Kontrastelement zwischen bunten Beeten, schöne Spielwiese oder einfach nur ein stiller Rückzugsort – die Ansprüche an die grüne Fläche sind so vielfältig wie ihre Nutzer selbst.
Wie aufwendig soll die Rasenpflege sein?

Träumen Sie von einem samtigen grünen Teppich, empfinden aber Mähen, Düngen und Bewässern nur als lästige Pflicht? Dann verabschieden Sie sich von Ihrem Traumrasen und suchen Sie sich eine einfachere Alternative! Die einzelnen Rasenmischungen unterscheiden sich erheblich im Pflegeaufwand. Denken Sie schon beim Kauf der Rasensamen daran!
Übersicht der Rasentypen: vom Zierrasen bis zur Blumenwiese
Der Zierrasen dient in erster Linie repräsentativen Zwecken. Seine sehr feinblättrigen Grasarten vertragen nur geringe Belastung und eignen sich nicht für tägliches Betreten und Spielen. Der Zierrasen, häufig auch „englischer Rasen“ genannt, erfordert intensive Pflege. Er muss mindestens zweimal pro Woche gemäht werden. Außerdem ist er trockenheitsempfindlich und anfällig für verschiedene Krankheiten.
Strapazierrasen, manchmal auch „Sportrasen“ oder „Gebrauchsrasen“ beziehungsweise „Spielrasen“ oder „Freizeitrasen“ genannt, ist in der Regel der gefragteste Typ. Eine gute Rasenmischung enthält Grasarten, die hohe Belastung, Zertreten und Kinderspiele sehr gut vertragen. Der Pflegeaufwand entspricht der Belastung, liegt aber deutlich unter dem eines Zierrasens.
Schattenrasen muss mit den eingeschränkten Bedingungen im Schatten von Haus oder Bäumen zurechtkommen, dort leben und überleben.
Eine Art, die gleichzeitig Schatten und regelmäßiges Mähen verträgt, ist die Lägerrispe (Poa supina). Nur eine Mischung, die genau diese Art enthält, darf die Bezeichnung „für Schattenrasen“ tragen. Im Schatten wachsende Gräser sind besonders auf Ihre gute Pflege angewiesen, denn sie müssen optimal mit Nährstoffen und Wasser versorgt werden. „Schattenrasen“ können selbstverständlich auch an sonnigen Standorten wachsen.
Kräuterrasen besteht aus Gräsern und niedrigen blühenden Pflanzen, die Betreten vertragen. Die ausgewählten Kräuter im Rasen blühen nur dann, wenn Sie ihn höchstens einmal im Monat schneiden.
Die Blumenwiese kommt natürlichen Graslandschaften am nächsten. Damit ihr blütenreicher Charakter möglichst lange erhalten bleibt, darf sie nur ein- bis zweimal im Jahr gemäht und vor allem nicht betreten werden. Bei häufigerem Mähen oder stärkerer Belastung setzen sich eher Gräser und die typischen Blumen des Kräuterrasens durch, etwa Löwenzahn, Gänseblümchen und Hahnenfuß. Für eine artenreiche Wiese muss der Boden eher nährstoffarm sein. Blumenwiesen brauchen nicht allzu viel Pflege.
Welcher Rasentyp sind Sie?
Zierrasen: Ihr grüner Teppich soll dem Ideal möglichst nahekommen; Sie sind bereit, viel Zeit zu investieren.
Strapazierrasen: Ihr Rasen soll gut aussehen, aber auch einiges aushalten. Regelmäßiges Mähen gehört dazu.
Kräuterrasen: Erst mit Gänseblümchen und Klee bekommt Ihr Rasen den richtigen Wert.
Blumenwiese: Sie lieben ihr natürliches Erscheinungsbild, wollen sie aber nicht nutzen.
Wie man hochwertiges Rasensaatgut erkennt und was man beim Kauf vermeiden sollte

Kaufen Sie nur Qualität
Bei allen handelsüblichen Rasenmischungen kommt es darauf an, dass neben den passenden Grasarten auch deren beste Sorten vertreten sind. Achten Sie darauf, dass die Sorten auf der Verpackung genau angegeben sind, und greifen Sie lieber zu Saatgut bewährter Züchter. Günstigere Mischungen enthalten häufig schnell wachsende Futtergräser, die niemals einen schönen und dichten Rasen bilden.
