Rasen säen Schritt für Schritt: von der Vorbereitung bis zum ersten Mähen
Wie sät man einen Rasen richtig? Wir zeigen, wann Sie säen, wie Sie Rasensamen dosieren, wann Startdünger sinnvoll ist und wie Sie den neuen Rasen pflegen.
Rasen: wann säen
Legen Sie neuen Rasen an oder säen Sie kahle Stellen nach und halten Sie die Saat feucht.
Legen Sie neuen Rasen an und säen Sie kahle Stellen nach, solange der Boden warm ist.
Verfilzten oder vermoosten Rasen harken Sie aus oder vertikutieren Sie.
Düngen Sie den Rasen, am besten kurz nach dem Ausharken oder Vertikutieren, und wässern Sie anschließend.
Mähen Sie den Rasen zum ersten Mal im Jahr, aber nicht zu kurz.
Lüften Sie den Rasen nach dem Sommer und harken Sie Rasenfilz und Moos heraus.
Rechen Sie Laub regelmäßig vom Rasen, damit das Gras darunter nicht fault.
Mähen Sie den Rasen zum letzten Mal im Jahr und entfernen Sie das Laub davon.
Rasen säen Schritt für Schritt: von der Vorbereitung bis zum ersten Mähen
Eine fachgerechte Rasensaat beginnt mit der Wahl des richtigen Zeitpunkts und eines Startdüngers. Wir beraten Sie zur Saatgutmenge, zur Aussaattechnik und zum ersten Schnitt.
Wann Rasen säen: der beste Zeitpunkt und die Bodenvorbereitung
Rasen aus Saat
Mit fachgerechter Aussaat und der richtigen Pflege in den ersten Wochen legen Sie den Grundstein für einen gesunden grünen Rasen.
Vergewissern Sie sich vor der Aussaat, dass der Boden optimal vorbereitet ist.
Der beste Zeitpunkt
Gras keimt am zuverlässigsten, wenn es zwischen Mitte August und Ende September ausgesät wird. Der Boden ist vom Sommer noch durchwärmt, und die Herbstniederschläge erleichtern die Keimung. Außerdem keimt Unkraut im Herbst deutlich langsamer oder gar nicht mehr. Müssen Sie im Frühjahr säen, warten Sie mit der Aussaat bis Anfang Mai, denn bis dahin ist der Boden noch nicht ausreichend erwärmt.


Startdünger und Technik für eine gleichmäßige Rasensaat
Startdünger und Rasendüngung
Die im Boden vorhandenen Nährstoffe stehen jungen, frisch gekeimten Gräsern noch nicht zur Verfügung. Im Fachhandel werden spezielle „Start“-Dünger für neu angelegte Rasenflächen angeboten. Sie enthalten mehr Phosphor und versorgen die jungen Gräser ausreichend für die Bildung von Wurzeln und Blättern. Die entsprechende Menge streuen Sie kurz vor der Aussaat gleichmäßig auf der Fläche aus. Hilfreich ist dafür ein Streuwagen oder ein Handstreuer.
Wir verwenden auf dem Rasen unseren Düngee mit einer Prise Lignohumat AM. 1 l Düngee mit zwei Teelöffeln Lignohumat reichen für 25 m² Rasen. Nach Regenfällen legt der Rasen wunderbar los.
Gleichmäßig säen
Wählen Sie für die Aussaat einen ruhigen, windstillen Tag, damit die feinen Rasensamen nicht zur Seite verweht werden. Teilen Sie das Saatgut je nach gewählter Mischung so ein, dass etwa 20–25 g Samen auf jeden Quadratmeter Fläche kommen.
Bei der Handaussaat (breitwürfig) teilen Sie die gesamte Fläche in kleinere Abschnitte von etwa 10 m² auf. Zum Abstecken verwenden Sie Pflöcke und Schnur. Wiegen Sie auf einer Briefwaage für jeden Abschnitt die passende Saatgutmenge ab und streuen Sie sie mit weitem Schwung über die Fläche.
Genauer arbeiten Sie mit einem Streuwagen. Achten Sie nur auf die richtige Einstellung der Streuöffnungen. Ab Werk sind sie für Rasenmischungen meist schon voreingestellt.
Vorsichtig einharken
Nach der Aussaat muss das Saatgut mit einem Metallrechen etwa 1 cm tief in den Boden eingearbeitet werden. Harken Sie dazu vorsichtig Schlag für Schlag in den Boden. So bekommen die Samen besseren Bodenkontakt. Das früher oft empfohlene Anwalzen, mit dem die Samen in den Boden gedrückt wurden, wird heute nicht mehr praktiziert. Eine lockere Bodenoberfläche lässt Wasser schneller versickern, und die Samen werden nicht so leicht weggeschwemmt.
Die richtige Saatgutmenge
Mischen Sie das Saatgut vor dem Abteilen gut durch, damit größere und kleinere Samen gleichmäßig verteilt sind.
Handaussaat: 20–25 g Saatgut je Quadratmeter der abgesteckten Fläche sind die passende Menge für einen gleichmäßig dichten Bestand.
Aussaat im Sommer, am Hang und Schutz vor Vögeln
- Sommer nur mit Bewässerung. Im April und Mai regnet es meist genug und die Saat läuft gut auf. Eine Aussaat im Juni und Juli gelingt nur bei regelmäßiger Bewässerung. Nach Mitte September nicht mehr säen, der junge Rasen würde bis zum Winter nicht kräftig genug und der Frost würde ihn schädigen.
- Trockener Boden. Nicht gleich nach Regen säen, dann kleben die Samen an Schuhen und Rechen.
- Ränder dichter. Entlang von Wegen und Beeten und auf kleinen Flächen erhöht man die Menge auf bis zu 30–40 g/m², weil der Rasen dort am meisten leidet.
- Schwere und leichte Samen. Wenn Sie die Arten getrennt säen, zuerst die schwereren Samen (Weidelgras) ausbringen und einharken. Die leichteren Samen von Rispe und Straußgras danach nur oberflächlich ausstreuen.
- Hang und kleine Flächen. Das Saatgut nach dem Einharken mit einer dünnen Schicht feinem Kompost oder Substrat abdecken, damit es der Regen nicht abschwemmt.
- Vögel. Spatzen und Tauben picken die Samen auf. Harken Sie die Samen deshalb immer leicht ein, eine kleinere Fläche können Sie bis zum Auflaufen mit Vlies abdecken.
- Verkrustung. Wenn die Oberfläche nach einem Starkregen hart wird, brechen Sie sie vorsichtig mit einer Igelwalze oder einem feinen Rechen auf.
- Betreten des jungen Rasens. Wenn Sie auf die Fläche müssen, gehen Sie über ein breites Brett, damit keine Spuren bleiben.
Rasen wässern und Keimzeit: den neuen Rasen pflegen
Reichlich wässern
Die Keimzeit der verschiedenen Gräserarten schwankt selbst innerhalb einer Mischung zwischen 1 und 3 Wochen. In dieser Zeit muss die obere Bodenschicht ständig feucht bleiben, damit die empfindlichen Keimlinge nicht vertrocknen. Bei Trockenheit wässern Sie 4- bis 5-mal täglich, jeweils etwa 10 Minuten.
Schonend mähen
Der erste Schnitt sollte erfolgen, wenn das Gras etwa 8–10 cm hoch ist. Achten Sie dabei darauf, dass der Rasenmäher frisch geschliffene Messer hat, damit das junge Gras beim Mähen nicht aus dem Boden gezogen wird. Beim ersten Schnitt mähen Sie nicht tiefer als 5 cm über dem Boden. Fangen Sie das Schnittgut im Fangkorb des Rasenmähers auf, sonst müssten Sie es vorsichtig abharken und von Hand einsammeln.


Was Sie brauchen: Rasensamen, Streuwagen und Werkzeug
Rasen säen
Zeitaufwand: 1 Stunde pro 100 m² Fläche
Material: Passender Rasendünger für die Neuanlage, Rasensamen (20–25 g pro m²), Briefwaage zum Abwiegen des Saatguts, Holzpflöcke und Schnur zum Abstecken der Fläche
Werkzeug: Streuwagen, Metallrechen, Rasensprenger, Rasenmäher mit Fangkorb



