Rasenrenovierung: vollständige Schritt-für-Schritt-Anleitung
Rasen voller Moos und Unkraut? Wir zeigen Ihnen, wie Sie eine Teilreparatur oder eine vollständige Rasenrenovierung bewältigen – Vertikutieren, Aussaat und die richtige Düngung.
Wann und warum den Rasen erneuern – vollständig oder nur stellenweise?
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Ist Ihr Rasen bereits unansehnlich, lückenhaft, vermoost und verunkrautet, sodass man das Gras kaum noch sieht? Dann müssen Sie ihn erneuern!
Wenn einzelne Schäden nur lokal begrenzt sind, reicht es aus, diese teilweise zu verbessern und zu reparieren. Betrifft es jedoch den gesamten Rasen, muss er von Grund auf erneuert werden.

Teilreparatur: Nachsaat und Sodenaustausch an beschädigten Stellen
Teilreparatur
Ist der Rasen nur stellenweise und auf begrenzten Flächen beschädigt, z. B. durch Ausfaulen des Grases beim Schneeschmelzen oder durch lokale Belastung, kann er anders als bei einer großen Fläche behandelt werden.
➤ Nachsaat: Zunächst müssen alle abgestorbenen Grasreste entfernt werden. Anschließend wird der Boden leicht aufgelockert und – je nach Bedarf – etwas Komposterde oder Sand eingearbeitet (bei durch Feuchtigkeit verursachten Schäden). Die Oberfläche wird leicht mit einem Brett angedrückt und frisch eingesät.
➤ Sodenaustausch: Beschädigte Soden werden mit dem Spaten abgestochen und mit der Schaufel ausgehoben. Aus einem entfernten Teil des Rasens wird ein gleich großes Stück Sode ausgestochen, übertragen und an der beschädigten Stelle eingesetzt. Die verbleibenden leeren Stellen werden nachgesät.
Entfernung des alten Bewuchses und Vorbereitung vor der Erneuerung
Entfernung des alten Bewuchses
Bei starkem Unkrautbefall ist es sinnvoll, den alten Bewuchs vor der Rasenrenovierung mit einem geeigneten Totalherbizid zu behandeln. Dadurch werden sonst kaum entfernbare, tiefwurzelnde Unkräuter und zweikeimblättrige Pflanzen unterdrückt. Lassen Sie sich in einem Fachgeschäft zu einem geeigneten Mittel beraten.
Rasenrenovierung
Der beste Zeitpunkt für eine vollständige Rasenrenovierung ist Mai oder August und September. Wenn Sie so vorgehen, wie im Folgenden beschrieben, können Sie innerhalb weniger Wochen einen neuen, üppigen Rasen haben.
➤ Tiefer Schnitt: Stellen Sie den Rasenmäher beim Mähen des alten Rasens auf die geringste Schnitthöhe ein. Dies schwächt den alten Bewuchs und gibt dem neuen Gras bessere Startchancen. Entfernen Sie das gemähte Gras rückstandslos vom Rasen.
Vertikutieren, Aussaat und Düngung: die wichtigsten Schritte der Rasenrenovierung
➤ Tiefes Einschneiden (Vertikutieren): Schneiden Sie den kurz geschnittenen Rasen mehrmals längs und quer durch. Je tiefer Sie eingreifen, desto besser. So sorgen Sie für einen guten Kontakt des neuen Saatguts mit dem Boden und ideale Keimbedingungen. Nach der Bodenbearbeitung können Sie bei Bedarf kleine Unebenheiten im Boden an Stellen ausgleichen, wo die Fläche eingesunken oder angehoben ist.
➤ Startdüngung und Aussaat: Damit die Grassämlinge besser ernährt werden, muss die Fläche mit einem Startdünger mit höherem Phosphorgehalt gedüngt werden, dem auch Hnojík entspricht. Anschließend wird die Fläche mit etwa 20–25 g Saatgut pro m² eingesät. Verwenden Sie dazu am besten einen Säwagen. Je gleichmäßiger das Saatgut und das Düngemittel verteilt werden, desto besser wird das Ergebnis sein.
1 Vertikutieren
Nachdem Sie den alten Bewuchs kurz geschnitten haben, fahren Sie mehrmals längs und quer mit dem Vertikutierer darüber. Harken Sie die Reste heraus.
2 Aussaat
Verteilen Sie vor der Aussaat einen speziellen Startdünger. Verteilen Sie Dünger und Saatgut am besten mit einem Säwagen.
Abdeckung mit Torf und richtiges Bewässern nach der Aussaat
➤ Abdeckung: Für einen guten Kontakt des Saatguts mit dem Boden verteilen Sie nun Torf oder ein ähnliches ungedüngtes Substrat auf der Fläche und harken Sie es mit dem Rechen in einer Schicht von höchstens 5 cm Höhe auf der Fläche aus. Der Torf schützt das Saatgut und zeigt durch Aufhellen an, wenn der neue Rasen bewässert werden muss.
➤ Bewässerung: Die Keimung der verschiedenen Grasarten in jeder Mischung dauert zwischen 1 und 3 Wochen. In dieser Zeit entscheidet eine gute Bodendurchfeuchtung über den Keimerfolg. Bei trockenem Wetter müssen Sie den Regner 4–5-mal täglich für jeweils etwa 10 Minuten einschalten.
➤ Abdeckung
Torf oder magere Erde schützt das Saatgut vor Erosion und gefräßigen Vögeln. Verteilen Sie ihn mit der Schaufel und harken Sie ihn ein.

Was Sie benötigen: Zeit, Material und Werkzeug für die Rasenrenovierung
Rasenrenovierung
Zeitaufwand: 2,5 Std. für je 100 m² Rasenfläche
Material: Start-Düngemittel für Rasen Rasensaatmischung Torf oder ein anderes ungedüngtes Substrat
Werkzeug: Schaufel Rasenmäher Vertikutierer (kann auch ausgeliehen werden) Metallrechen zum Herausharken der Reste nach dem Einschneiden und zum Verteilen des Torfs Säwagen Regner zur gleichmäßigen Bewässerung
