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Alpenmaßliebchen

Erfahren Sie, wie Sie das Alpenmaßliebchen im Steingarten pflanzen und pflegen – und warum die zierliche Bergpflanze den Namen des Botanikers Micheli trägt.

Inhalt

Alpenmaßliebchen – eine fast vergessene Steingartenpflanze

Alpenmaßliebchen (Bellidiastrum michelii)

(Bellidiastrum)

Das Alpenmaßliebchen (Bellidiastrum) ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae), die nur eine einzige Art umfasst. Auf den ersten Blick ähnelt die Pflanze dem gewöhnlichen Gänseblümchen (Bellis), das für seine weißen Blüten mit gelber Mitte bekannt ist. Das Körbchen des Alpenmaßliebchens besteht aus einem Kranz zarter weißer, selten rosa überlaufener Zungenblüten und einer Mitte aus zahlreichen gelben bis gelbbraunen Röhrenblüten.

Das Alpenmaßliebchen wächst vor allem auf feuchten Bergwiesen, auf Kalkschutt und an felsigen Hängen. Auch in lichten Bergwäldern und an Schneetälchen ist es zu finden. Es blüht von Mai bis September und wird mit dem Blütenstiel etwa 5 bis 30 cm hoch.

Alpenmaßliebchen (Bellidiastrum michelii)

Alpenmaßliebchen auf einer Bergwiese

Das Alpenmaßliebchen (Bellidiastrum michelii) ist eine Art aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae), die in den europäischen Gebirgen von den Alpen über die Karpaten bis auf den Balkan vorkommt. Es ist die einzige Art seiner Gattung; in Deutschland wächst es in den bayerischen Alpen, im Allgäu bis in Höhen um 2000 m.

So sieht das Alpenmaßliebchen aus

Das Alpenmaßliebchen ist eine ausdauernde Staude mit kleinen Blüten, die in Körbchen stehen. Die Körbchen tragen weiße, selten rosa überlaufene Zungenblüten und eine gelbe Mitte aus Röhrenblüten. Die Laubblätter stehen in einer grundständigen Rosette, sind lang gestielt, verkehrt-eiförmig bis spatelförmig und am Rand stumpf gezähnt; der Blütenstängel selbst ist blattlos.

Wo das Alpenmaßliebchen wächst

Das Alpenmaßliebchen wächst vor allem in den Gebirgen Europas. Es besiedelt feuchte Wiesen, Weiden, Berghänge, lichte Wälder und alpine Rasen, meist über Kalk. Die Art bevorzugt die kühleren und feuchteren Bedingungen des Gebirges und ist von der montanen Stufe bis in alpine Lagen zu finden.

Das Alpenmaßliebchen ist eine von vielen Blütenpflanzen, die die europäischen Gebirgslandschaften prägen. Seine feinen weißen Blüten bilden einen reizvollen Kontrast zur Umgebung und gehören zur traditionellen Alpenflora.

Alpenmaßliebchen im Steingarten pflanzen und pflegen

Das Alpenmaßliebchen (Bellidiastrum michelii) lässt sich im Garten oder im Steingarten kultivieren, sofern die Bedingungen stimmen. Achten Sie dabei auf folgende Punkte:

Klima: Das Alpenmaßliebchen stammt aus den europäischen Gebirgen und bevorzugt daher ein kühleres Klima. In Regionen mit gemäßigtem oder kühlem Klima gedeiht es gut.

Standort: Wählen Sie einen passenden Platz im Garten. Das Alpenmaßliebchen mag sonnige bis halbschattige Lagen. Geeignet sind der Rasenrand, der Steingarten oder ein Beet.

Boden: Die Pflanze bevorzugt einen gut durchlässigen, humusreichen Boden, gern mit etwas Kalk. Arbeiten Sie Kompost oder anderes organisches Material ein (zum Beispiel den organischen Dünger Düngee), um Struktur und Nährstoffgehalt zu verbessern.

Gießen: Regelmäßiges Gießen ist vor allem in Trockenperioden wichtig. Gießen Sie eher maßvoll, damit der Boden nicht vernässt.

Vermehrung: Vermehren lässt sich das Alpenmaßliebchen durch Aussaat oder durch Teilung der Horste. Samen säen Sie im Frühjahr direkt ins Freiland, die Horste teilen Sie im Frühjahr oder im Herbst.

Weitere Pflege: Das Alpenmaßliebchen ist pflegeleicht. Entfernen Sie regelmäßig Verblühtes und halten Sie den Bereich um die Pflanze sauber.

Wie viel Pflege nötig ist, hängt von den Bedingungen in Ihrem Garten und vom Klima ab. 

Benannt nach Pier Antonio Micheli

Pier Antonio Micheli

Das Alpenmaßliebchen trägt sein Artepitheton zu Ehren eines italienischen Botanikers. Der wissenschaftliche Name (Bellidiastrum michelii) erinnert an den Mann, der diese und viele weitere Pflanzen als Erster beschrieb und einordnete.

Pier Antonio Micheli (1679–1737) war ein italienischer Botaniker und Arzt, bekannt für seine Beiträge zur Botanik und zur Mykologie. Er gilt als einer der führenden Wissenschaftler seiner Zeit und als Wegbereiter der systematischen Botanik.

Micheli wurde in Florenz geboren und studierte dort Medizin und Botanik. Er war Lehrer, Forscher und Arzt. Sein bedeutendstes Werk ist wohl das Buch „Nova Plantarum Genera“, das er 1729 veröffentlichte. Es war bahnbrechend, weil es erstmals das Konzept der „Genera“ (Gattungen) in die systematische Botanik einführte. Micheli beschrieb und ordnete darin zahlreiche Pflanzenarten nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden.

Mit seinem Ansatz zur Pflanzenklassifikation wurde er zu einem wichtigen Vorläufer der modernen Taxonomie, die sich mit der wissenschaftlichen Einordnung und Benennung von Organismen befasst. Seine Arbeit prägte die weitere Entwicklung der Botanik nachhaltig.

Pier Antonio Micheli ist außerdem bekannt für seine Forschung an Pilzen und Flechten. Seine Beiträge zur Mykologie und sein methodisches Vorgehen machten ihn zu einer wichtigen Figur der Wissenschaft des 18. Jahrhunderts.

Düngung von Freiland- und Zierpflanzen

  • Sie können den Dünger in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen ausstreuen.
  • Setzen Sie Düngee als Auszug an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen oder besprühen Sie die Pflanzen damit.