Anthraknose der Walnuss
Die Anthraknose der Walnuss ist eine Pilzkrankheit, verursacht durch Marssonina juglandis. Braune Flecken auf den Blättern des Walnussbaums, die vorzeitig abfallen – so erkennen Sie die Krankheit und beugen ihr vor.
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Walnussbaum-Krankheiten: Anthraknose (Marssonina juglandis)

(Ophiognomonia leptostyla)
Die Anthraknose der Walnuss, lat. Marssonina juglandis, ist eine Krankheit, die durch den Pilz Ophiognomonia leptostyla (früher Gnomonia leptostyla)verursacht wird.
Befallen werden vor allem Walnussbäume , ausnahmsweise auch andere Gehölze wie Haselsträucher. Die Krankheit zeigt sich als fleckige Nekrosen auf den Blättern, die sich nach und nach vergrößern, bis das ganze Blatt vertrocknet und abfällt. Auch an den Trieben sitzen dunkle, unterschiedlich große Flecken. Sie kann außerdem Qualität und Ertrag der Früchte mindern – bei starkem Befall sind die Nüsse durchgehend dunkelbraun und ungenießbar.
Der Erreger überwintert im befallenen Falllaub und breitet sich bei feuchter Witterung am stärksten aus.
Vorbeugen lässt sich der Krankheit durch das Aufsammeln und Entsorgen des befallenen Laubs sowie durch eine sachgemäße Pflege des Walnussbaums, etwa das regelmäßige Entfernen trockener und beschädigter Äste, ein luftiges Auslichten der Krone, damit das Laub nach Regen rasch abtrocknet, sowie den Einsatz von Fungiziden zur Vorbeugung und Behandlung des Befalls.
Anthraknose oder Bakterienbrand der Walnuss?
Die Anthraknose befällt am häufigsten Walnussbäume, kann aber auch dieHaseltreffen. Verwechseln lässt sie sich leicht mit einer anderen Krankheit dieser Gehölze, dem Bakterienbrand der Walnuss, der von dem Bakterium Xanthomonas arboricola pv. juglandis (Syn. Xanthomonas campestris bzw. Xanthomonas juglandis) verursacht wird – anders als die Anthraknose ist er also kein Pilz. Der Bakterienbrand unterscheidet sich auch im Schadbild deutlich: am stärksten zeigt er sich an den Früchten, wo schwärzende Flecken auftreten; er dringt bis in die Nuss vor, die anschließend schwarz wird. Auf den Blättern ist er ebenfalls zu sehen, dort sind die Flecken jedoch ECKIG. Auch die Jungtriebe bekommen Flecken und können zurücktrocknen.


Walnussbaum spritzen: Fungizide gegen Anthraknose
Am wirksamsten begegnet man der Anthraknose der Walnuss mit dem Auslichten der Baumkrone. Reicht das nicht mehr aus, kommen Fungizide in Frage. Welches Mittel Sie in Deutschland überhaupt anwenden dürfen, sagt Ihnen das Pflanzenschutzmittel-Verzeichnis des BVL. Achten Sie dabei auf:
- die Zulassung für Walnuss bzw. Obstgehölze im Haus- und Kleingarten,
- kupferhaltige Präparate, die klassische Wirkstoffgruppe gegen Blattfleckenpilze,
- Aufwandmenge, Wartezeit und die maximale Zahl der Behandlungen laut Packung,
- den richtigen Zeitpunkt – kurz nach dem Blattaustrieb statt erst bei starkem Befall im Sommer.
Vergessen Sie nicht, dass Spritzmittel gefährlich für Menschen, Tiere und die Natur ringsum sind.
Tragen Sie stets Schutzhandschuhe, eine Schutzbrille und Schutzkleidung. Essen und trinken Sie während der Anwendung nicht und waschen Sie sich anschließend gründlich die Hände.
Spritzen Sie nur bei windstillem Wetter.
