Belladonnalilie (Amaryllis bella-donna)
- Standort: sonnig und regengeschützt
- Höhe: bis 80 cm
- Blütezeit: Mitte August bis Ende September
- Vermehrung: durch Aussaat und Tochterzwiebeln
Die Belladonnalilie aus der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) ist die einzige „echte“ Amaryllis, die einzige Art der Gattung. Die Zwiebelpflanze, die unter dem geläufigen Namen Amaryllis bekannt ist und im Spätwinter blüht, heißt korrekt Ritterstern (Hippeastrum).
Bei der Belladonnalilie wachsen im Frühling lange riemenartige Blätter, die im Sommer einziehen. Danach entwickeln sich an jedem Stängel röhrenförmige, nach Pfirsich duftende Blüten (bis zu 10 Blüten). Die Blüten sind meist rosa mit einem dunkleren Rand. Es gibt auch Sorten mit dunkelroten und weißen Blüten.
Die blühende Pflanze wird meist nicht verkauft, kann aber aus einer gekauften Zwiebel gezogen werden, die schwach birnenförmig und faustgroß ist. Im Garten kann die Belladonnalilie nur in wärmeren Lagen mit entsprechender Winterabdeckung kultiviert und überwintert werden. Besser geeignet ist die Kultivierung in Gefäßen, bei der die Pflanze nur im Sommer ins Freie kommt.
Pflege
Die Belladonnalilie benötigt einen sonnigen, luftigen und geschützten Standort – im Sommer vor Regen und im Winter vor Frost. Die Pflanze im Topf darf im Winter nicht in einem beheizten Raum stehen, sie benötigt einen möglichst kühlen, frostfreien Platz. Die eingesetzte Zwiebel im Topf soll zu einem Drittel aus der Erde herausragen. Sie wird alle drei Jahre umgetopft, z. B. in Einheitserde.
Nach dem Einpflanzen folgt nur mäßiges Gießen, und erst wenn der Trieb einige Zentimeter hoch ist, wird die Wassermenge erhöht.
Im Winter ist eine Wachstumsruhe ohne Bewässerung erforderlich. Während der Wachstumsphase ist alle zwei Wochen zu düngen. Schadhafte Blätter und verblühte Blütenstängel werden entfernt.
Häufige Fehler und Tipps zur Vorbeugung
Der Belladonnalilie schadet übermäßiges Gießen, insbesondere in der Ruheperiode, in der die Zwiebel faulen kann. Gefährlich ist auch das Einpflanzen in schwere und dauerhaft feuchte Böden.
Umgekehrt verursacht Lichtmangel schwaches Wachstum und unscheinbare Blüten. Wenn der Blütenstängel eine Stütze benötigt, können Sie ihn leicht an einem Stäbchen anbinden, damit sich die Pflanze nicht unter der Last der Blüten biegt.
Schädlich ist übermäßiges Besprühen der Blüten, was zu Fäulnis führen kann. Ideal ist es, die Blätter zu besprühen und zu verhindern, dass Wasser auf den Blüten verbleibt.
