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Birnenrost

Inhalt

Birnenrost ökologisch

(Gymnosporangium sabinae)

Birnenrost, auch bekannt als Gymnosporangium sabinae, ist eine Pilzkrankheit, die vorwiegend Birnbäume, aber auch einige Wacholderarten befällt. Diese Krankheit ist bekannt für ihre charakteristischen orangefarbenen Flecken auf Blättern und Früchten, die sich nach und nach in Auswüchse mit Sporen verwandeln (Auswüchse mit Sporen sind auf der Unterseite der Blätter oder an den Blattstielen zu finden).

Für den ökologischen Schutz gegen Birnenrost empfehlen wir mehrere Maßnahmen:

  1. Auswahl resistenter Sorten: Wählen Sie Birnbäume mit höherer Widerstandsfähigkeit gegen Rostkrankheiten. Es gibt Sorten, die eine höhere natürliche Resistenz aufweisen und weniger anfällig für Infektionen sind (z. B. Alice, Konference, Verté, Nela).

  2. Rückschnitt befallener Teile: Regelmäßiges Beschneiden infizierter Äste hilft, die Ausbreitung der Krankheit zu reduzieren. Infizierte Teile sollten entfernt und verbrannt oder vom Standort entfernt werden.

  3. Gründliche Sauberkeit: Bei der Arbeit mit Birnbäumen ist es wichtig, auf Hygiene zu achten. Entfernen Sie abgefallene Blätter und infizierte Früchte, die als Infektionsquelle für die nächste Saison dienen können. Reinigen Sie regelmäßig das Werkzeug, um eine Übertragung der Krankheit von einem Baum auf den anderen zu vermeiden.

  4. Biologische Präparate: Es gibt biologische Präparate auf Basis von Mikroorganismen, die helfen können, die Entwicklung von Rostkrankheiten einzuschränken. Diese Präparate enthalten nützliche Bakterien oder Pilze, die mit den pathogenen Organismen konkurrieren.
Birnenrost - befallene Blätter von oben
Birnenrost - befallenes Blatt von unten

Wacholder – Birnenrost

Der zweite Wirtspflanze des Birnenrosts ist der Wacholder, bzw. einige seiner Arten, wie beispielsweise Chinesischer Wacholder, Seepressenwacholder, Mittlerer Wacholder oder Felsenwacholder. Der Pilz überwintert auf den Wacholdern, von denen er im Frühling, wenn die Birnbäume zu blühen beginnen, durch die Luft auf die Birnbäume übertragen wird, auf ihnen den ganzen Sommer parasitiert und im Herbst wieder zu den Wacholdern zurückkehrt.

Eine wirklich wirksame Maßnahme gegen die Ausbreitung dieser Krankheit ist, Wacholder und Birnbäume nicht in unmittelbarer Nähe zueinander anzupflanzen, bzw. mindestens in einem Abstand von 200 Metern, außerdem die oben genannten Wacholderarten nicht anzubauen und Rostherde auf den Wacholdern zu entfernen.

Wacholderstrauch

Birnenrost Spritzmittel, Fungizid Birnenrost

Gegen den Birnenrost können Sie bedenkenlos Spritzmittel verwenden, die gegen Schorf eingesetzt werden, sie müssen jedoch vorbeugend angewendet werden, bevor sich der Rost von den Wirtswacholdern auszubreiten beginnt. Gut bewährt haben sich zum Beispiel folgende Spritzmittel:

  • Anvil 5 SC (Hexaconazol) – 0,03 bis 0,04 %,
  • Dithane M 45 (Mancozeb) – 0,2 bis 0,3 %,
  • Polyram combi (Metiram) – 0,2 bis 0,3 %,
  • Score 250 EC (Difenoconazol) – 0,02 bis 0,025 %.

Es ist wichtig, alle Maßnahmen im Zusammenhang mit chemischen Spritzmitteln einzuhalten. Chemische Spritzmittel können für Menschen, Tiere und die umliegende Natur gefährlich sein. Verwenden Sie daher Schutzbrille, Schutzhandschuhe und Schutzanzug. Spritzen Sie Pflanzen nur bei windstillem Wetter.

Essen, trinken oder rauchen Sie nicht während der Anwendung von Spritzmitteln. Waschen Sie sich nach der Anwendung gründlich die Hände.

Quellen: