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Erdmandel (Cyperus esculentus)

Vielseitig verwendbare Nutz- und Zierpflanze

Standort: Die Pflanze hat keine besonderen Ansprüche
Höhe: Ca. 30 cm
Vermehrung: Durch unterirdische Knöllchen

Die Erdmandel (Cyperus esculentus) stammt aus Ostafrika, wahrscheinlich aus dem Niltal. Heute ist sie in den wärmeren Regionen der ganzen Welt verbreitet. Sie war bereits im alten Ägypten, in Griechenland und Rom eine Nutzpflanze. Die Erdmandel aus der Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae) ist mehrjährig, erfriert jedoch bei Temperaturen unter -8 °C. Die Pflanze bildet unterirdische Ausläufer, deren Triebe zu knöllenartigen Speicherorganen anschwellen. In den Niederlanden, wo die Winter mild sind, hat sich diese vitale Pflanze so stark ausgebreitet, dass sie als gefährliches Unkraut systematisch bekämpft werden muss.

Erdmandel (Cyperus esculentus)​
Erdmandel (Cyperus esculentus)​

Vor dem Pflanzen werden die Wurzelknöllchen über Nacht in lauwarmem Wasser eingeweicht. Bei einer Temperatur von etwa 20 °C treiben sie nach 10–14 Tagen aus, und anschließend werden die Pflanzen in Nester gesetzt, die einen gegenseitigen Abstand von 45 cm haben und in Reihen mit einem Abstand von 50–60 cm stehen. Die Erdmandel wächst im Frühjahr langsam, daher kann sie gemischt mit frühem Gemüse oder mit Blumen angebaut werden. Sie gedeiht auch auf leichten sandigen oder moorigen Böden. Die Knöllchen enthalten neben Zucker etwa 20 % hochwertiges Öl, weshalb man bestrebt ist, die Pflanze landwirtschaftlich zu nutzen. Der Vorteil des Öls besteht darin, dass es nicht trocknet und daher in der Feinmechanik gut verwendbar ist.

Geerntet werden die Knöllchen in der Größe einer Haselnuss; sie werden geröstet oder gekocht verzehrt. Geröstete Knöllchen schmecken nach Kaffee und sind aufgrund ihres Stärkegehalts von 28 % sehr nahrhaft. In Spanien wird aus den Knöllchen ein milchartiges Getränk hergestellt, das auch zur Zubereitung von Speiseeis geeignet ist. Die oberirdischen Pflanzenteile können als Tierfutter verwendet werden.

Verwandte der Erdmandel sind der Wechselblättrige Zypergras (Cyperus alternifolius) und der Papyrus (Cyperus papyrus), deren fleischiges Wurzelgeflecht ebenfalls essbar ist. Im Altertum wurde Papier aus dem Mark der Papyrusstängel hergestellt.