Fichtenlaus (Sitkalaus): erkennen und die Fichte schützen
Die Fichtenlaus an Fichte und anderen Nadelbäumen: den Schädling erkennen, den Befall einschätzen und den Baum rechtzeitig schützen.
Fichtenlaus (Sitkalaus): erkennen und die Fichte schützen
Die Fichtenlaus (Liosomaphis abietina, heute meist als Elatobium abietinum geführt und als Sitkalaus oder Fichtenröhrenlaus bekannt) verursacht Vergilben und Absterben der Fichtennadeln. Lernen Sie, sie zu erkennen, nicht mit Nadelrost zu verwechseln und die Bäume rechtzeitig zu schützen.
Was ist die Fichtenlaus und welche Bäume bedroht sie
- Wirtsgehölze: Fichte – besonders die Blaufichte (Picea pungens), dazu Sitkafichte, Serbische Fichte und weitere Fichtenarten.
- Nahrung: Sie saugt Pflanzensaft aus den Nadeln – wie alle Blattläuse
- Am stärksten schadet sie in dichten und beschatteten Kronenteilen

Wie sieht die Fichtenlaus aus und wann sollte man nach ihr suchen
Der Schädling: eine grüne Blattlaus mit karminroten Augen, etwa 1,5 bis 2 mm groß. Erste Schadsymptome zeigen sich von Mitte März bis Anfang April, die letzte Generation tritt bis in den Dezember auf. Der Befall beginnt meist im unteren, beschatteten Kronenbereich und im Kroneninneren. Befallskontrolle: ein weißes Blatt Papier unter einen Zweig halten und diesen abklopfen. Auf dem Papier sind die grünen Blattläuse zu sehen, die sich unter der Lupe an der Augenfarbe leicht erkennen lassen.
Befallssymptome: gelbe und braune Nadeln an der Fichte
Symptome: Rund um die Saugstellen verfärben sich die Nadeln zunächst hellgelb. Diese Flecken vergrößern sich später zu unregelmäßigen Bändern. Charakteristisch sind ganz oder teilweise gelbe Nadeln (April bis Mai). Beim Absterben verfärben sich die Nadeln zuerst gelbbraun, später rot bis violettbraun. Mit Ausnahme der jüngsten diesjährigen Nadeln kann der gesamte ältere Nadelbestand befallen werden.
Verwechslungsgefahr: das Frühstadium eines Befalls durch den Fichtennadelrost (Chrysomyxa).


Wie schwerwiegend sind die Schäden durch die Fichtenlaus
Schadwirkung: Nach starkem Befall verbleiben an den Ästen oft nur die diesjährigen Nadeln. Bei starkem Befall kann es bis zum Absterben der befallenen Bäume kommen.
Fichte vor Blattläusen schützen: Spritzungen und Nützlinge

Schutz: eine Behandlung im Winter oder eine Spritzung im Vorfrühling vor dem Austrieb. Während der Saugphase zwei Behandlungen im Abstand von zwei Wochen. Pflanzenschutzmittel nur dann einsetzen, wenn sie im Pflanzenschutzmittel-Verzeichnis des BVL für den Haus- und Kleingarten zugelassen sind; im Zweifel hilft der Pflanzenschutzdienst des Bundeslandes weiter. Ab dem Sommer ist eine Behandlung dank der zunehmenden Nützlinge – Marienkäfer, Florfliegen und Schwebfliegen – und der schlechteren Nahrungsbedingungen in der Regel nicht mehr nötig.
