🚚 Packeta kostenlos ab 70,00 €

Goldtröpfchen

Erfahren Sie, wie Sie Goldtröpfchen (Chiastophyllum) im Steingarten kultivieren, worin es sich von der Echeverie unterscheidet – und ob diese Sukkulenten für Katzen giftig sind.

Inhalt

Goldtröpfchen und Echeverie – zwei Gesichter einer Steingartenpflanze

Blühendes Goldtröpfchen mit gelben, überhängenden Blütenrispen

(Chiastophyllum vs. Echeveria)

Das Goldtröpfchen (Chiastophyllum oppositifolium) und die Echeverie (Echeveria) sind zwei verschiedene Pflanzen, auch wenn beide zu den Dickblattgewächsen gehören und fleischige Blattrosetten bilden – genau deshalb werden sie verwechselt. Das Goldtröpfchen ist allerdings eine niedrige Staude aus den Bergen des Kaukasus und verträgt kühles Klima und Frost problemlos, während die Echeverie aus Mexiko stammt und den Winter im Freien nicht übersteht. Goldtröpfchen passt in Beete, in den Steingarten und ebenso in Pflanzgefäße.

Wie man beide unterscheidet

Die Blätter des Goldtröpfchens sind rund, frischgrün und gekerbt, während die Echeverie dicke, fleischige Blätter in einer regelmäßigen Rosette bildet – je nach Art in Grün-, Blau-, Grau- oder Violetttönen. Die Blüten des Goldtröpfchens sind klein, gelb und hängen in Rispen an dünnen Stielen; die Echeverie blüht orange bis rot an langen Schäften. Der zuverlässigste Unterschied ist aber die Winterhärte: Goldtröpfchen bleibt draußen, Echeverie nicht.

Das Goldtröpfchen ist eine anspruchslose Staude für den Schatten, die jahrelang am selben Platz bleibt – im Steingarten, in den Fugen einer Trockenmauer und ebenso im Topf. Die Echeverie ist dagegen eine Zimmer- und Kübelsukkulente, die im Winter herein muss.

Chiastophyllum oppositifolium – so wird es kultiviert

Chiastophyllum oppositifolium – blühender Bestand im Schatten

Das Goldtröpfchen (Chiastophyllum oppositifolium), die einzige Art seiner Gattung, ist eine halbsukkulente Staude mit runden Blättern und kleinen gelben Blüten. Wenn Sie es in Ihrem Steingarten kultivieren möchten, halten Sie sich an die folgenden Hinweise.

Standort: Wählen Sie Halbschatten bis Schatten – in der vollen Sonne bleichen die Blätter aus und die Ränder trocknen ein. Ideal ist die Nord- oder Ostseite des Steingartens oder der Mauer.

Boden: Bereiten Sie einen gut dränierten, mäßig humosen Boden vor. Eine Mischung aus Gartenerde, Sand und Perlit funktioniert zuverlässig.

Gießen: In der Wachstumszeit (Frühjahr und Sommer) halten Sie den Boden mäßig feucht, aber nicht staunass.

Im Herbst und Winter gießen Sie deutlich weniger, die Pflanze ruht dann.

Düngen: Während der Vegetationszeit (Frühjahr und Sommer) genügt eine schwache Gabe pro Monat. Übertreiben Sie es mit dem Dünger nicht – das Goldtröpfchen gedeiht bei sparsamer Nährstoffversorgung besser.

Vermehrung: Die Pflanze lässt sich durch Teilung der Horste vermehren. Das geschieht üblicherweise im Frühjahr, wenn die Vegetationszeit beginnt. Trennen Sie einfach vorsichtig einen kleineren Horst von der Mutterpflanze ab und pflanzen Sie ihn um.

Überwinterung: Das Goldtröpfchen ist winterhart und überwintert bei uns ohne Abdeckung im Freien. Das Problem ist selten der Frost, sondern die Winternässe – in schwerem Boden hilft den Wurzeln eine Dränschicht aus Kies.

Blattpflege: In den Blattrosetten des Goldtröpfchens sammeln sich Laub und Schmutz. Wenn Sie den Horst gelegentlich säubern, bleibt die Pflanze gesund und dekorativ.

Blüten: Die Blüten sind klein und stehen in überhängenden Rispen auf langen Stielen. Nach der Blüte können Sie die verwelkten Rispen entfernen.

Echeveria elegans – so kultivieren Sie sie

Echeveria elegans – blaugrüne Rosette aus fleischigen Blättern

Die Echeverie ist eine andere Sukkulente, diesmal aus der Gattung Echeveria, genauer Echeveria elegans. Wenn Sie sie kultivieren möchten, halten Sie sich an das folgende Vorgehen.

  1. Standort: Echeverien bevorzugen sonnige bis halbschattige Plätze. In der prallen Mittagssonne können die Blätter austrocknen und Brandflecken bekommen.

  2. Boden: Die Pflanzen brauchen gut dränierten Boden mit einem Anteil organischer Substanz. Geeignet ist eine Mischung aus Gartenerde, Sand und Perlit oder feinem Kies.

  3. Gießen: Echeverien sind Sukkulenten und speichern Wasser in den Blättern. Gießen Sie sparsam, eher im Herbst und im Frühjahr, wenn die Pflanzen aktiv wachsen. Im Sommer lieber wenig, damit die Wurzeln nicht faulen.

  4. Düngen: Düngen Sie in der Vegetationszeit, also im Frühjahr und Sommer, mit einer schwachen Lösung Sukkulentendünger. Übertreiben Sie es nicht, sonst überversorgen Sie die Pflanze.

  5. Überwinterung: Anders als das Goldtröpfchen verträgt die Echeverie keinen Frost. Holen Sie sie vor den ersten Frösten in einen hellen Raum mit etwa 10 °C.

  6. Vermehrung: Echeverien vermehrt man über Blattstecklinge, Kindel oder Samen. Kindel sind der einfachste und zuverlässigste Weg.

Echeveria setosa – die silbrige Rosette

Echeverien im Steingarten zwischen Steinen und einer Wurzel

Die Borsten-Echeverie (Echeveria setosa) ist eine weitere attraktive Sukkulente, die sich durch weiche, silbrige Blätter mit feinen weißen Härchen auszeichnet. Die Kultur gleicht der anderer Sukkulenten, es gibt aber einige Besonderheiten:

Standort: Wählen Sie für die Borsten-Echeverie einen hellen, sonnigen Platz. Die Pflanze braucht viel Licht, um ihr charakteristisches Aussehen zu behalten.

Boden: Verwenden Sie Sukkulentenerde mit hervorragender Dränage. Sie können Gartenerde, Sand und Perlit mischen.

Gießen: Gießen Sie sparsam und vermeiden Sie Staunässe. Lassen Sie das Substrat zwischen zwei Wassergaben abtrocknen.

Düngen: In der Vegetationszeit (Frühjahr und Sommer) können Sie die Borsten-Echeverie schwach düngen. Im Winter wird nicht gedüngt.

Temperatur: Die Pflanze mag warme bis mäßig kühle Bedingungen. Plötzliche Temperaturwechsel können die Blätter schädigen.

Luftfeuchtigkeit: Die Luftfeuchtigkeit muss nicht hoch sein, die Pflanze verträgt auch trockene Luft.

Blattpflege: Die Blätter der Borsten-Echeverie sind mit feinen Härchen bedeckt, die ihr das typische Aussehen geben. Fassen Sie sie so wenig wie möglich an, damit die Härchen nicht abgerieben werden.

Vermehrung: Die Borsten-Echeverie lässt sich aus Samen oder über Stecklinge vermehren. Lassen Sie die Stecklinge antrocknen und anwurzeln, bevor Sie sie in neues Substrat setzen.

Überwinterung: Die Pflanze ist frostempfindlich, besonders in Verbindung mit Nässe. In den kühlen Monaten holen Sie sie herein oder schützen Sie sie vor Frost.

Blüten: Die Borsten-Echeverie bildet kleine Blüten an Stielen. Sie sind meist orange oder rot.

Beim Kultivieren der Borsten-Echeverie kommt es vor allem auf die Feuchtigkeit an – das Risiko ist eher Staunässe als Trockenheit.

Sind diese Sukkulenten für Katzen giftig?

Die Echeverie (Echeveria) und die Borsten-Echeverie (Echeveria setosa) sind bekannte Sukkulenten und gelten nicht als stark giftig. Es sind keine Berichte über schwere Vergiftungen von Haustieren einschließlich Katzen nach dem Verzehr bekannt; auch das Goldtröpfchen wird nicht unter den giftigen Pflanzen geführt.

Trotzdem können auch ungiftige Pflanzen Magen-Darm-Beschwerden auslösen, wenn ein Tier größere Mengen frisst. Wenn Sie eine Katze haben, die Pflanzen gern untersucht und vielleicht auch daran knabbert, halten Sie sie besser außer Reichweite.

Auch wenn diese Sukkulenten nicht als gefährlich gelten, lohnt sich Vorsicht immer. Wenn Sie vermuten, dass Ihre Katze eine unbekannte Pflanze gefressen hat oder sich ungewöhnlich verhält, wenden Sie sich an einen Tierarzt, der Sie berät und fachlich versorgt.

Kauf im Online-Shop

Weitere interessante Artikel

Wenn Sie Sukkulenten für den Steingarten interessieren, lesen Sie auch unseren Artikel über die Echeverie, über die genügsame Hauswurz und darüber, wie Steingartenpflanzen gepflanzt und vermehrt werden.