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Hundskamille (Anthemis): Färberkamille, Acker-Hundskamille und der Unterschied zur Kamille

Eine Pflanze, die der Echten Kamille zum Verwechseln ähnlich sieht. Wie Sie die Acker-Hundskamille erkennen und die Färberkamille im Steingarten kultivieren.

Hundskamille – vom Wildkraut zur Steingartenpflanze: Aussehen und Arten

Punktierte Hundskamille (Anthemis punctata) – silbrige Blätter und weiße Blüten mit gelber Mitte

Die Hundskamille (Anthemis) ist eine Gattung aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie umfasst mehrere Arten, die für ihre Blüten und ihren Duft bekannt sind.

Wie die Hundskamille aussieht

  • Blätter: Die Blätter sind häufig aus schmalen Fiederabschnitten zusammengesetzt, grün und können leicht behaart sein.

  • Blüten: Die Blüten stehen meist in einfachen Körbchen, ähnlich wie bei anderen Korbblütlern. Charakteristisch ist die weiße oder gelbe Mitte, umgeben von Zungenblüten, die in Form und Farbe variieren können.

Arten der Hundskamille

Zu den Arten gehören:

  • die Acker-Hundskamille,
  • die Färberkamille und
  • die Römische Kamille.

Alle drei stellen wir unten näher vor. Sie sehen sich ähnlich und haben vergleichbare Eigenschaften, doch nur von der Färberkamille gibt es Zuchtsorten, die sich für den Garten oder den Steingarten eignen.

Acker-Hundskamille (Anthemis arvensis): Aussehen und Standorte

Hundskamille (Anthemis) – weiße Blüten mit gelber Mitte, die an Kamille erinnern

Die Acker-Hundskamille (Anthemis arvensis) ist eine der Arten der Gattung Anthemis, sieht aber anders aus als die übrigen hier genannten.

Wie die Acker-Hundskamille aussieht

  • Blätter: Die Blätter bestehen aus fein zerteilten, langen und schmalen Abschnitten.

  • Blüten: Die Blüten sind weiß mit auffällig gelber Mitte und stehen in einfachen Körbchen auf Stielen.

  • Wuchshöhe: Meist 30 bis 60 cm, je nach Standortbedingungen auch höher oder niedriger.

Natürlicher Lebensraum:

Die Acker-Hundskamille stammt aus Europa, hat sich aber auch in andere Teile der Welt ausgebreitet, unter anderem nach Nordamerika. Sie wächst auf Äckern, an Wegrändern, auf Böschungen und anderen vom Menschen beeinflussten Standorten. Sie gilt als Unkraut und tritt häufig auf bewirtschafteten Böden auf.

Anbau:

Die Acker-Hundskamille wird in der Regel nicht absichtlich angebaut, denn sie zählt zum Unkraut. Auf Feldern und in Gärten versucht man eher, sie zu entfernen, damit sie anderen Pflanzen keine Konkurrenz macht. Ihre schnelle Ausbreitung und Anpassungsfähigkeit erklären ihre weite Verbreitung. Wer eine Art derselben Gattung mit dekorativen Blüten kultivieren möchte, greift zu Arten und Sorten wie der Römischen Kamille (Anthemis nobilis) oder der Färberkamille.

Hundskamille oder Kamille: woran man sie unterscheidet

Die Acker-Hundskamille (Anthemis arvensis) von der Echten Kamille (Matricaria chamomilla) zu unterscheiden, ist auf den ersten Blick schwierig, denn die Blüten ähneln sich stark. Es gibt jedoch einige klare Merkmale:

  1. Blätter: Die Acker-Hundskamille hat fiederteilige Blätter aus fein zerteilten Abschnitten. Die Echte Kamille hat dagegen doppelt fiederschnittige Blätter mit sehr feinen, dünnen Zipfeln.

  2. Wuchshöhe: Die Acker-Hundskamille wird meist höher als die Echte Kamille: etwa 30 bis 60 cm gegenüber 15 bis 50 cm.

  3. Blütenstiele: Die Stiele der Acker-Hundskamille sind meist glatt, die der Echten Kamille können behaart sein.

4. Blüten: Die Acker-Hundskamille hat weiße Blüten mit auffällig gelber Mitte, die Echte Kamille eine deutlich gewölbte, kegelige gelbe Mitte.

5. Standort: Die Acker-Hundskamille wächst auf Äckern, an Wegrändern und anderen vom Menschen beeinflussten Stellen. Die Echte Kamille findet man häufiger auf sandigen Böden, auf Brachen und generell in weniger gestörten Lagen.

Wie man sieht: So ähnlich die Pflanzen wirken, sie gehören zu verschiedenen Gattungen (Anthemis und Matricaria) und unterscheiden sich botanisch. Wer unsicher ist, was er vor sich hat, fragt am besten eine Fachperson oder Botanikerin.

Weiße Blüten mit gelber Mitte tragen auch andere Korbblütler, mit denen sich Hundskamille und Kamille verwechseln lassen — etwa die Margerite mit auffällig großen Körbchen oder die Schafgarbe, deren kleine Blüten in flachen Dolden stehen.

Färberkamille (Anthemis tinctoria): im Steingarten pflanzen

Färberkamille (Anthemis tinctoria) in einem Wiesenblumenstrauß – auch als Schnittblume geeignet

Die Färberkamille (Anthemis tinctoria) ist eine schöne Staude für den Steingarten oder den Alpinumgarten. Wer die folgenden Hinweise beachtet, bekommt dort einen weiteren prächtigen Blickfang.

  1. Standort: Die Färberkamille bevorzugt einen sonnigen Platz, denn sie gedeiht in voller Sonne am besten. Wählen Sie eine Stelle mit mindestens 6 Stunden Sonne pro Tag.
  2. Boden: Die Färberkamille mag gut durchlässigen, leicht sauren Boden. Im Steingarten ist gute Drainage wichtig, damit sich kein Wasser staut und die Wurzeln nicht faulen.

  3. Gießen: Die Färberkamille verträgt Trockenheit und braucht wenig Wasser. Frisch gesetzte Pflanzen gießt man regelmäßig, damit sie gut anwurzeln. Danach genügt der natürliche Regen; in längeren Trockenperioden hilft eine Gabe nach.

  4. Weitere Pflege: Besondere Pflege braucht die Färberkamille nicht. Entfernen Sie verblühte Köpfe, das fördert und verlängert die Blüte. Achten Sie außerdem darauf, dass sie nicht von stark wuchernden Unkräutern bedrängt wird.

  5. Vermehrung: Vermehren lässt sich die Färberkamille über Samen oder durch Teilen der Horste. Gesät wird im Frühjahr oder Herbst. Geteilt wird im Frühjahr, wenn die neuen Triebe erscheinen.

  6. Mulchen: Eine Mulchschicht hält den Boden feucht und bremst Unkraut. Verwenden Sie organischen Mulch, etwa Stroh oder Rindenschrot.

Die Färberkamille ist eine anspruchslose Pflanze, die sich gut für Steingarten und Alpinum eignet. Mit ihren weißen, gelben, blauen oder violetten Blüten je nach Sorte (gelb blüht etwa Anthemis tinctoria Dwarf Form, weiß dagegen Anthemis tincotira Alba), und ihrer Trockenheitsverträglichkeit ist sie eine attraktive und nützliche Ergänzung im Garten.

Kräuter und Gewürze düngen: womit man die Färberkamille versorgt

  • In dünner Schicht rund um die Pflanzen streuen.
  • DÜNGEE als Auszug ansetzen und damit rund um die Pflanzen gießen oder die Pflanzen besprühen.

Die Färberkamille ist eine anspruchslose Staude und kommt mit demselben Rhythmus aus wie andere Steingartenpflanzen — gedüngt wird im Frühjahr zum Austrieb und nach der ersten Blüte, immer in feuchten Boden. Im Steingarten passt eine schwächere Gabe besser, denn in durchlässigem, magerem Boden blüht sie williger als im überdüngten Beet. Für aromatische Kräuter gilt dasselbe. Wie man einen Dünger für den ganzen Garten auswählt, behandelt der Artikel Universaldünger.

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