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Indianerbanane

Der frosthärteste Baum aus der Familie der Annonengewächse. Die Früchte schmecken nach Banane mit Mango und reifen auch bei uns aus.

Indianerbanane (Asimina triloba)

Die Indianerbanane, auch Asimina triloba oder Pawpaw genannt, ist ein faszinierender Obstbaum, bekannt für seine ungewöhnlichen Früchte und sein markantes Erscheinungsbild. Sie stammt aus Nordamerika und ist dort von Kanada bis Florida heimisch. Die Indianerbanane gehört zur Familie der Annonengewächse (Annonaceae) — genau wie die bekanntere tropische Cherimoya (Annona cherimola) oder die Stachelannone. Die Durian, mit der die Indianerbanane manchmal verwechselt wird, gehört nicht zu dieser Familie.

Ein Hauptmerkmal der Indianerbanane ist ihr unverwechselbares Aussehen. Die Bäume werden 5 bis 10 Meter hoch und bilden eine breit ausladende Krone. Die Blätter sind groß, glänzend und grün und nehmen im Sommer einen dunkleren Grünton an. Die Blüten sind groß, purpurbraun und haben einen charakteristischen Geruch, der Bestäuber wie Fliegen und Käfer anlockt.

Die Früchte der Indianerbanane sind ein echter Schatz. Sie ähneln in der Form großen Birnen oder Papayas und haben eine braungrüne bis dunkelbraune Schale. Reife Früchte haben ein weiches, fleischiges Inneres, das süß bis süßlich schmeckt. Der Geschmack ist einzigartig; viele beschreiben ihn als Mischung aus Banane, Mangopüree und Ananas. Das Aroma ist fein und erinnert an tropische Früchte.

Die Indianerbanane ist reich an Nährstoffen. Sie enthält Vitamin C, Vitamin A, Kalium, Magnesium, Calcium und Eisen. Dazu kommt ein hoher Gehalt an Antioxidantien, vor allem Polyphenolen und Carotinoiden, deren Anteil mit dem Reifegrad der Frucht zunimmt.

Hand hält eine noch grüne Frucht der Indianerbanane am Baum

Die Indianerbanane wird vor allem wegen ihres Geschmacks und ihres Nährstoffgehalts geschätzt. Überliefert ist aber auch eine Verwendung als Heilpflanze. In der traditionellen Medizin der Ureinwohner Nordamerikas wurden verschiedene Pflanzenteile bei Beschwerden wie Verdauungsproblemen, Parasiten, Fieber und Entzündungen eingesetzt. Das ist eine historische Überlieferung und kein Beleg für eine Wirkung. Die moderne Forschung interessiert sich bei Asimina für die Acetogenine — Stoffe, die pharmakologisch untersucht werden und zugleich der Grund sind, warum Samen und Rinde nicht verzehrt werden (siehe unten).

Der Anbau der Indianerbanane gilt als unkompliziert, besonders in warmen und feuchten Lagen. Am besten wächst sie in leicht saurem Boden an einem sonnigen Standort. Die Früchte reifen im Herbst und können geerntet werden, sobald sich die Schale von Grün zu Hellbraun verfärbt.

Die Indianerbanane ist ein exotischer Obstbaum, der einen ungewöhnlichen Geschmack in den Garten bringt. Ihre Früchte sind aromatisch und nährstoffreich. Wenn Sie neue und ungewöhnliche Obstsorten mögen, ist die Indianerbanane eine interessante Ergänzung für Ihren Garten.

Indianerbanane anbauen

Grüne Frucht der Indianerbanane zwischen den großen Blättern am Baum

Die Indianerbanane (Asimina triloba) ist ein Obstbaum aus Nordamerika, der für seine aromatischen Früchte bekannt ist. Wenn Sie eine Indianerbanane pflanzen möchten, geben Ihnen die folgenden Punkte einen Überblick über ihre Ansprüche und die wichtigsten Anbauschritte.

  1. Klimabedingungen: Die Indianerbanane ist an kühlere und mäßig warme Regionen angepasst. Am besten gedeiht sie dort, wo die Winter mild und die Sommer heiß sind. Frost macht ihr wenig aus — ein ausgewachsener Baum verträgt −25 °C und ist damit die frosthärteste Art der ganzen Familie.

  2. Standort: Die Indianerbanane bevorzugt sonnige, geschützte Lagen. Gepflanzt wird sie in gut durchlässigen, leicht sauren und humusreichen Boden.

  3. Pflanzung: Am besten pflanzt man im zeitigen Frühjahr oder im Herbst, damit der Baum vor dem Winter noch einwurzeln kann. Zur Befruchtung müssen mindestens zwei verschiedene Sorten nebeneinanderstehen, sonst setzen die Blüten keine Früchte an.

  4. Gießen: Junge Bäume brauchen regelmäßig Wasser, vor allem in Trockenperioden. Ältere Exemplare kommen mit Trockenheit besser zurecht, ein gleichmäßig feuchter Boden bleibt aber wichtig.

  5. Düngung: Die Indianerbanane mag einen gut versorgten, humusreichen Boden. Gedüngt wird im Frühjahr, nicht im Herbst — eine späte Stickstoffgabe ließe die Triebe unausgereift in den Winter gehen. Streuen Sie den organischen Dünger DÜNGEE in einer dünnen Schicht im Bereich der Kronentraufe aus und arbeiten Sie ihn leicht ein; die Nährstoffe werden nach und nach frei, eine Frühjahrsgabe reicht deshalb für die ganze Saison. Die genauen Mengen finden Sie in der Dosierungstabelle.

  6. Schnitt: In den ersten Jahren nach der Pflanzung lohnt sich ein Aufbauschnitt, damit die Krone in Form kommt. Später wird sie nur noch ausgelichtet und schwaches oder beschädigtes Holz entfernt — die Indianerbanane trägt am einjährigen Holz, ein starker Rückschnitt kostet also die Ernte.

  7. Schädlinge und Krankheiten: Die Indianerbanane gilt als robust gegenüber Schädlingen und Krankheiten. Trotzdem lohnt sich ein regelmäßiger Blick auf Blätter und Früchte. Treten Probleme auf, helfen mechanische Maßnahmen wie das Entfernen befallener Triebe und das Auflesen von Fallobst.

  8. Ernte: Die Früchte der Indianerbanane reifen im Herbst. Warten Sie, bis sie weich werden und ihren typischen Duft und Geschmack entwickeln. Geerntet wird von Hand, sobald sich die Frucht leicht vom Stiel löst.

Eine Indianerbanane zu ziehen, ist eine lohnende Sache. Ihre ungewöhnlichen Früchte sind aromatisch und nährstoffreich. Mit der richtigen Pflege und passenden Bedingungen bekommen Sie einen gesunden, gut tragenden Baum.

Was man an der Indianerbanane nicht isst

🚨 Gegessen wird ausschließlich das Fruchtfleisch reifer Früchte. Samen, Rinde, Blätter und unreife Früchte enthalten Acetogenine (vor allem Annonacin), die den Magen reizen und Erbrechen auslösen. Die Samen sind groß und hart und lassen sich leicht ausspucken — zerkauen oder schlucken sollte man sie nie.

Bei manchen Menschen löst der Fruchtsaft oder der Umgang mit den Blättern einen Hautausschlag aus. Probieren Sie beim ersten Mal deshalb nur eine kleine Menge Fruchtfleisch. Wegen des Annonacin-Gehalts wird davon abgeraten, Indianerbananen regelmäßig in großen Mengen zu essen.

Häufig gestellte Fragen

Wie schmeckt die Indianerbanane?

Das reife Fruchtfleisch ist cremig und schmeckt nach einer Mischung aus Banane, Mango und Ananas. Unreife Früchte sind hart und fad — auf den richtigen Reifegrad kommt es an.

Wann reift die Indianerbanane und wie erkenne ich eine reife Frucht?

Im Herbst, meist im September und Oktober. Eine reife Frucht gibt auf Druck nach wie eine reife Avocado, duftet intensiv und löst sich von selbst leicht vom Stiel. Nach der Ernte hält sie sich kühl nur wenige Tage.

Übersteht die Indianerbanane unsere Winter?

Ja. Ein ausgewachsener Baum verträgt −25 °C und ist damit die robusteste Art der Annonengewächse. Junge Bäume decken Sie in den ersten Jahren im Wurzelbereich mit Mulch ab.

Muss ich zwei Bäume pflanzen?

Ja, mindestens zwei verschiedene Sorten. Die Indianerbanane ist weitgehend selbstunfruchtbar, und ihre Blüten werden von Fliegen und Käfern bestäubt, nicht von Bienen — im kleinen Garten hilft deshalb auch die Handbestäubung mit einem Pinsel.

Ist die Indianerbanane giftig?

Das Fruchtfleisch reifer Früchte nicht. Samen, Rinde, Blätter und unreife Früchte enthalten dagegen Acetogenine, die Erbrechen auslösen und den Magen reizen. Bei empfindlichen Menschen kann der Fruchtsaft einen Hautausschlag hervorrufen.

Wie lange dauert es bis zur ersten Ernte?

Eine veredelte Sorte trägt meist drei bis fünf Jahre nach der Pflanzung, ein Sämling erst nach sechs bis acht Jahren. Die ersten Jahre wächst der Baum langsam, danach legt er zu.

Womit düngt man die Indianerbanane?

Im Frühjahr mit einer Gabe organischem Dünger, im Bereich der Kronentraufe ausgestreut. Im Herbst wird nicht mehr gedüngt — später Stickstoff lässt die Triebe unausgereift in den Winter gehen.