Ananaspflanze (Zierananas)
Die Zierananas ist eine Zimmerbromelie mit gestreiften Blättern. Sie lässt sich leicht aus Ablegern vermehren und braucht das ganze Jahr über einen hellen, warmen Standort.
Terrestrische Bromelie, Formen mit weiß oder gelb gestreiften Blättern.
- Standort: hell, ohne direkte Mittagssonne, ganzjährig bei Zimmertemperatur
- Höhe: 25–75 cm
- Vermehrung: durch Ausläufer oder durch Bewurzelung der Blattrosette aus gekauften Früchten
Die Ananas aus der Familie der Bromeliengewächse (Bromeliaceae) wird als Zimmerpflanze zu groß. Blüten und Fruchtstände bilden sich nur selten. Besser geeignet sind Formen, die vom Schopfananas (Ananas comosus) abgeleitet wurden:
- ‚Variegatus‘ mit weiß gestreiften Blättern
- ‚Porteanus‘ mit einem breiten gelben Streifen in der Blattmitte
- ‚Aureovariegatus‘ mit rötlichen Streifen – diese Form wurde durch Selektion aus Ananas comosus ‚Variegatus‘
gewonnen

Die scharfen Zähne am Blattrand können störend sein, weshalb sie bei einigen neueren Sorten fehlen. Ananas bracteatus ist eine kleine Art, deren Sorte ‚Striatus‘ vor 20 Jahren aus Amerika eingeführt wurde. Ihre Blätter sind grün-gelb gebändert. Eine Zwergform mit einer Höhe von 20–30 cm ist Ananas nanus.
Pflege der Ananaspflanze
Die Zierananas benötigt auch im Winter ausreichend Licht und Wärme, ideal sind etwa 18 °C, unter 14 °C sollte die Temperatur nicht sinken. Gegossen wird das ganze Jahr über nur mäßig; im Sommer ist eine wöchentliche Düngung mit einem üblichen Blumendünger vorteilhaft.
Die Ananaspflanze lässt sich einfach durch abgetrennte Ausläufer (Kindel) vermehren. Auch die Blattrosette am Fruchtschopf, die zusammen mit dem oberen Teil der Frucht fingerbreit abgeschnitten wird, wurzelt in sandigem Substrat ein, sofern die Substrattemperatur nicht unter 25 °C liegt und die Luft eine hohe Feuchtigkeit aufweist.
Ananas aus einer gekauften Frucht ziehen: Schopf bewurzeln, Bodenwärme und erste Frucht
Eine fruchttragende Ananas lässt sich auch aus einer gewöhnlichen Ananas aus dem Laden ziehen. Das gelingt in der Wohnung, die Pflanze braucht aber viel Wärme an den Wurzeln und Geduld.
- Brechen Sie den Blattschopf von der Frucht ab und entfernen Sie sorgfältig alle Reste des Fruchtfleischs.
- Bestreuen Sie die Wunde mit Holzkohlepulver.
- Lassen Sie den Schopf an einem warmen, luftigen Ort antrocknen, zum Beispiel über den Rand eines Glases gehängt.
- Sobald sich kurze Würzelchen zeigen, drücken Sie ihn etwa 2 cm tief in lockere, torfhaltige Erde.
- Danach bewegen Sie ihn nicht mehr. Die Ananas hat wie alle Bromelien kurze Wurzeln, die leicht beschädigt werden.
| Phase | Temperatur |
|---|---|
| Bewurzeln des Schopfs | 20–25 °C |
| Sommer | im Mittel 22 °C, nachts um 17 °C, mindestens 10 °C |
| Blüte | 22–28 °C |
| Winter | 14–18 °C |
| Substrat an den Wurzeln | um 25 °C, nie über 31 °C |
Bodenwärme in der Wohnung
Warmes Substrat beschleunigt das Bewurzeln und fördert die Blüte. Früher setzten Pflanzenfreunde den Topf in eine Öffnung im Deckel einer Kiste mit wärmegedämmtem Boden und stellten eine schwache Glühbirne hinein. Heute ist eine Heizmatte für Pflanzen mit Thermostat sicherer. Kontrollieren Sie die Substrattemperatur mit einem Thermometer, über 31 °C würden die Wurzeln überhitzen.
Substrat, Gießen und Licht
- Substrat: locker, humos, mit Torf und Drainage, pH um 5,5. In neutraler oder kalkhaltiger Erde werden die Blätter gelb (Chlorose).
- Gefäß: Einer ausgewachsenen Pflanze genügt ein Topf mit 20 cm Durchmesser.
- Gießen: mäßig. Staunässe ist der häufigste Grund, warum eine Ananas eingeht. Die Blattrosette leitet das Wasser selbst zu den Wurzeln.
- Licht: Sonne mit leichter Schattierung, sonst bekommen die Früchte Sonnenbrand.
Blüte und erste Frucht
Vom Einpflanzen des Schopfs bis zur Frucht dauert es in der Wohnung mindestens 2 Jahre, ohne Bodenwärme auch 3 Jahre. Die Blüte wird durch das Pflanzenhormon Ethylen ausgelöst. Manche Pflanzenfreunde stecken die ausgewachsene Pflanze deshalb für ein paar Tage zusammen mit einem reifen Apfel, der Ethylen abgibt, in eine durchsichtige Tüte.
Aus der Mitte der Rosette wächst ein Schaft mit dem Blütenstand und daraus die Frucht. Binden Sie den Schaft an einen Stab, denn die schwere Frucht würde die Pflanze umkippen, und der zerbrechliche Stiel bricht beim Biegen. Nach der Ernte bildet die Ananas Kindel oder neue Rosetten, aus denen sie weiter vermehrt wird. Verwandte Pflanzen finden Sie im Artikel Bromelien.
