Tränendes Herz (Dicentra) – Staude mit herzförmigen Blüten
Arten der Herzblume, Blütezeit, Standort im halbschattigen Beet und Vermehrung
Stauden mit herzförmigen Blüten, früher häufig in Bauerngärten kultiviert
- Standort: halbschattig bis sonnig
- Höhe: 20–80 cm
- Blütezeit: Mai–Juli
- Vermehrung: durch Teilung, Stecklinge und Aussaat
Die Gattung Herzblume (Dicentra) aus der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae) ist mit rund 20 Arten in Nordamerika und Ostasien verbreitet. Die bekannteste Art ist das Tränende Herz (Dicentra spectabilis). Es wurde 1847 aus China eingeführt und wurde zu einer beliebten Blume in Bauerngärten.
Tränendes Herz (Dicentra spectabilis): die bekannteste Art

bildet wie die meisten Vertreter der Gattung fleischige, brüchige Wurzeln und gefiederte, matt grüne Blätter. Die charakteristischen herzförmigen Blüten sind rosaweiß oder weiß (Sorte ‚Alba‘) und erscheinen im Mai und Juni. Sie stehen in einer überhängenden, einseitswendigen Traube an etwa 80 cm hohen Stängeln.
Zwerg-Herzblume (Dicentra eximia): niedrige Art für den Halbschatten

ist weniger bekannt als ihre große Schwester, aber nicht weniger reizvoll. Mit ihren filigranen, farnartigen Blättern und ihrer Ausbreitung über ein kriechendes Rhizom eignet sie sich gut als Bodendecker an halbschattigen Plätzen. Ihre Blüten sind klein, herzförmig, rosarot oder weiß und stehen an zarten, etwa 20 cm hohen Stielen. Sie blüht von Mai bis Juli, manchmal bis in den September hinein.
Pazifische Herzblume (Dicentra formosa) und ihre Sorten

ähnelt der vorigen Art, wird aber gut 10 cm höher. Sie blüht von Mai bis Juli. ‚Adrian Bloom‘, eine bekannte wüchsige Sorte mit rosaroten Blüten und dunkelgrünen Blättern, ist nach einem englischen Staudenzüchter benannt. Die Sorte ‚Luxuriant‘ trägt dunkelrote Blüten über graugrünen Blättern.
Tränendes Herz pflanzen: Standort, Vermehrung und Pflege nach der Blüte
Herzblumen brauchen einen sonnigen bis halbschattigen Standort und humose, frische Böden. Beim Tränenden Herz (Dicentra spectabilis) lohnt es sich, den Pflanzplatz zu markieren: Die Pflanze zieht nach der Blüte ein und könnte bei der Bodenbearbeitung beschädigt werden. Das Tränende Herz lässt sich im halbschattigen Staudenbeet gut zusammen mit Akeleien, der Pfirsichblättrigen Glockenblume und zierenden Funkien pflanzen. Niedrige Herzblumen wirken gut vor und zwischen Gehölzen in Kombination mit Primeln, Farnen, der Elfenblume und anderen Waldstauden.
Herzblumen vermehrt man im Frühjahr durch Aussaat, Teilung oder Stecklinge.
Den humosen Boden im Staudenbeet halten Kompost und organischer Dünger in Form — DÜNGEE wird im Frühjahr vor dem Austrieb eingearbeitet und unterstützt eine reiche Blüte. Die Dosierung ist dieselbe wie bei anderen Stauden.
Häufige Fragen
Wie heißt die Blume mit den Herzen?
Die Staude mit überhängenden, herzförmigen Blüten ist die Herzblume (Dicentra). Am bekanntesten ist das Tränende Herz (Dicentra spectabilis) mit rosaweißen oder weißen Herzen, die in einer einseitswendigen Traube an etwa 80 cm hohen Stängeln stehen.
Wann blüht das Tränende Herz?
Von Mai bis Juli. Das Tränende Herz blüht im Mai und Juni, die niedrige Dicentra eximia blüht von Mai bis Juli und treibt manchmal bis in den September hinein neue Blüten.
Was tun mit dem Tränenden Herz nach der Blüte?
Das Tränende Herz zieht nach der Blüte ein, die oberirdischen Teile verschwinden. Deshalb ist es gut, den Pflanzplatz zu markieren, damit der Horst bei der Bodenbearbeitung nicht beschädigt wird.
Wie vermehrt man das Tränende Herz?
Durch Aussaat, Teilung des Horstes oder Stecklinge – immer im Frühjahr.
Weitere Stauden für das halbschattige Beet finden Sie in den Artikeln Funkie, Primel, Akelei und Elfenblume. Einen Überblick der Arten gibt der Artikel Stauden.
