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Akelei (Aquilegia)

Pflegeleichte Staude mit Blüten in Form von Adlerklauen

Akelei: pflegeleichte Schönheit für Ihren Garten

Weiße Blüten der Gemeinen Akelei (Aquilegia vulgaris) im Frühlingsgarten

Aquilegia, auch bekannt als Akelei, ist eine Gattung blühender Pflanzen aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Die Gattung umfasst rund 70 Pflanzenarten, die vor allem auf der Nordhalbkugel vorkommen, insbesondere in Mittel- und Nordeuropa, Asien und Nordamerika. Bei Gärtnerinnen und Gärtnern ist die Akelei beliebt wegen ihrer prächtigen Blüten und des attraktiven Wuchses.

Eines der auffälligsten Merkmale der Akelei sind ihre Blüten, deren Sporne an Adlerklauen erinnern – daher hat sie auch ihren Namen. Die Blüten der Akelei sind meist groß, auffällig und zeigen eine breite Farbpalette von Weiß über Rosa, Violett und Blau bis Gelb. Sie locken vor allem Bienen und Schmetterlinge an, die zu den wichtigsten Bestäubern der Akelei zählen.

Die Akelei ist eine Staude, die horstig wächst; ihre Blätter sind grün, gefiedert und werden bis zu 20 Zentimeter lang. Die Pflanze erreicht meist eine Höhe von 30 bis 60 Zentimetern, was sie zur idealen Wahl für Gärten und Beete macht. Es gibt auch mehrere Akelei-Sorten von kleinerem Wuchs, die sich für die Kultur im Topf eignen.

Aus derselben Familie stammen viele weitere Gartenklassiker — Christrose, Küchenschelle, Anemone oder Eisenhut. Mit ihnen verträgt sich die Akelei gut im halbschattigen Beet und im Steingarten.

Akelei pflanzen: Standort, Gießen, Düngen und Schneiden

Die Gemeine Akelei (Aquilegia vulgaris) ist eine anspruchslose Pflanze, die sich gut an unterschiedliche Bedingungen anpasst. Hier einige Tipps für eine erfolgreiche Kultur der Akelei:

  1. Standort: Die Gemeine Akelei bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort, der vor der direkten Mittagssonne geschützt ist. Die Pflanze verträgt auch schattigere Plätze, in der vollen Sonne neigt sie jedoch zum Welken.

  2. Boden: Die Gemeine Akelei bevorzugt einen gut durchlässigen Boden mit ausreichend Humus. Sie können vor dem Pflanzen Kompost oder anderes organisches Material in den Boden einarbeiten, um Struktur und Nährstoffgehalt zu verbessern.

  3. Gießen: Obwohl die Gemeine Akelei trockenheitsverträglich ist, sollte vor allem in trockenen Phasen regelmäßig gegossen werden. Halten Sie den Boden feucht, vermeiden Sie aber Staunässe, die zu Wurzelfäule führen kann.

  4. Düngen: Die Gemeine Akelei braucht keine starke Düngung. Im Frühjahr können Sie nährstoffreichen Kompost oder einen Langzeitdünger geben, um die Bodenstruktur zu verbessern und das Wachstum zu fördern.

  5. Mulchen: Eine Mulchschicht rund um die Pflanze hilft, die Bodenfeuchte zu halten, Unkraut zu unterdrücken und die Wurzeln vor extremen Temperaturschwankungen zu schützen.

  6. Schnitt: Nach der Blüte können Sie Verblühtes entfernen, um eine weitere Blüte anzuregen. Ebenso können Sie welke oder beschädigte Stängel und Blätter herausschneiden.

  7. Vermehrung: Die Gemeine Akelei vermehrt sich über Samen, die Sie im Herbst oder im Frühjahr aussäen können. Vor der Frühjahrsaussaat sollten die Samen einige Wochen kalt stratifiziert werden. Die Horste lassen sich im Frühjahr auch teilen.

  8. Krankheiten und Schädlinge: Die Gemeine Akelei ist insgesamt robust gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Dennoch lohnt es sich, die Pflanzen regelmäßig zu kontrollieren und befallene Blätter oder Stängel zu entfernen.

  9. Winterschutz: Die Gemeine Akelei ist winterhart, in Regionen mit strengen Wintern können Sie die Pflanze aber mit einer Schicht Mulch oder Laub abdecken, damit sie vor extremen Temperaturen geschützt ist.

Akelei aussäen: wann säen und wie stratifizieren

Frisch geerntete schwarze Akelei-Samen (Aquilegia) auf einer Handfläche
Reife Akelei-Samen sind klein, glänzend und schwarz. Aus den Balgfrüchten fallen sie von selbst heraus.

Die Akelei ist die typische „säen und vergessen“-Pflanze. Die Samen reifen etwa einen Monat nach der Blüte in den Balgfrüchten heran, und am sichersten säen Sie sie frisch aus — direkt nach der Ernte im Spätsommer oder im Herbst. Über den Winter erhalten die Samen draußen die nötige Kälte und keimen im Frühjahr.

Bei der Frühjahrsaussaat muss die Kälte künstlich ersetzt werden: Mischen Sie die Samen mit feuchtem Sand und stellen Sie sie drei bis vier Wochen bei etwa 4 °C in den Kühlschrank. Ohne diese Kaltstratifikation keimt die Akelei unregelmäßig und oft erst nach einem Jahr – sie ist ein klassischer Kaltkeimer. Die Samen sind außerdem Lichtkeimer, drücken Sie sie deshalb nur leicht an und bedecken Sie sie nicht mit Erde.

Im Frühjahr gesäte Pflanzen bilden im ersten Jahr meist nur eine Blattrosette und blühen erst im zweiten Jahr. Rechnen Sie außerdem damit, dass sich die einzelnen Akelei-Arten und -Sorten bereitwillig untereinander kreuzen — aus eigenen Samen müssen Farbe und Blütenform der Mutterpflanze also nicht entsprechen. Wenn Sie sicher gehen wollen, greifen Sie zu Saatgut: Wir bieten Samen der Garten-Akelei (Aquilegia hybrida)an.

Im Garten sät sich die Akelei zuverlässig selbst aus. Wenn Sie keine Sämlinge möchten, schneiden Sie die verblühten Stängel ab, bevor die Balgfrüchte braun werden und aufspringen.

Gemeine Akelei (Aquilegia vulgaris): Aussehen und Blütezeit

Violette Blüte der Gemeinen Akelei (Aquilegia vulgaris) mit Spornen, die an Adlerklauen erinnern

Die Gemeine Akelei (Aquilegia vulgaris) ist eine Art aus der Gattung Aquilegia, die zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) gehört. Die Gemeine Akelei ist in Europa heimisch und kommt sowohl in der freien Natur als auch in Gärten und Parks vor.

Die Gemeine Akelei ist eine ausdauernde Pflanze mit einem Blatthorst und aufrechten Stängeln, die eine Höhe von bis zu 80 Zentimetern erreichen. Ihre Blätter sind mehrfach gelappt und hellgrün. Die Blüten der Gemeinen Akelei sind typischerweise trichterförmig und laufen in auffällige, spitze Sporne aus, die an Adlerklauen erinnern. Diese Blüten sind meist violett, blau oder rosa, es gibt aber auch weiße und cremefarbene Sorten.

Die Gemeine Akelei ist eine Pflanze, die vom Frühjahr bis in den Sommer blüht, meist von Mai bis Juli. Ihre Blüten sind für Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge sehr attraktiv, die für den Nektar anfliegen. Nach der Blüte bilden sich an der Pflanze Balgfrüchte, die die Samen enthalten.

Die Kultur der Gemeinen Akelei ist recht einfach. Die Pflanze bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit gut durchlässigem Boden. Sie kann sich jedoch an unterschiedliche Bedingungen anpassen und wächst auch im Schatten. Die Gemeine Akelei ist kälteverträglich und verträgt leichte Fröste. Es empfiehlt sich, die Pflanze regelmäßig zu gießen, besonders in trockenen Phasen.

Dunkelviolette Blüten der Schwarzvioletten Akelei (Aquilegia atrata)
Die Schwarzviolette Akelei (Aquilegia atrata) hat die dunkelsten Blüten aller Wildarten.

Neben der Gemeinen Akelei finden Sie in Gärtnereien auch weitere Arten und Gruppen: die Schwarzviolette Akelei (Aquilegia atrata) mit tiefweinroten Blüten, die Kanadische Akelei (Aquilegia canadensis) mit rot-gelben, nickenden Glöckchen, die zierliche Alpen-Akelei (Aquilegia alpina) für den Steingarten und vor allem die Garten-Akelei (Aquilegia hybrida) — Gartenhybriden mit großen, oft gefüllten Blüten in der gesamten Farbpalette.

In der freien Natur sind die Wildvorkommen der Gemeinen Akelei selten geworden und vielerorts geschützt, deshalb werden weder Pflanzen noch Samen aus der Natur entnommen.

Garten- und Zierpflanzen düngen

Die Akelei gehört zu den genügsamen Stauden — ihr reicht eine Düngergabe mit organischem Dünger im Frühjahr, wenn sie austreibt, und gegebenenfalls eine zweite nach der Blüte, damit sie noch Reserven für die kommende Saison anlegen kann.

  • Sie können ihn in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen ausstreuen.
  • Setzen Sie DÜNGEE als Auszug an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen, oder besprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug.

Warum DÜNGEE im ganzen Garten funktioniert und wie er dosiert wird, erfahren Sie im Artikel Universaldünger, die genauen Mengen dann in der Dosierungstabelle.

Sträucher und Stauden düngen
Pflanzen nach sechs Wochen mit DÜNGEE-Sprühbehandlung

Häufige Fragen zur Akelei

Ist die Akelei eine Staude?

Ja. Die Akelei ist eine ausdauernde Staude, die mehrere Jahre am Standort bleibt — die einzelnen Horste sind allerdings kurzlebig und halten meist drei bis fünf Jahre. Im Beet merkt man das kaum, denn die Akelei sät sich bereitwillig selbst aus und Sämlinge ersetzen die alte Pflanze.

Wann blüht die Akelei?

Die Gemeine Akelei blüht von Mai bis Juli, also an der Wende von Frühling und Sommer. Gartenhybriden setzen etwas früher an und blühen länger, wenn Verblühtes regelmäßig entfernt wird. Aus Samen gezogene Pflanzen blühen in der Regel erst im zweiten Jahr.

Ist die Akelei giftig?

Die frische Pflanze ist leicht giftig — wie die meisten Hahnenfußgewächse enthält sie Stoffe, die die Schleimhäute reizen, am meisten davon stecken in Samen und Wurzel. Vergiftungen sind selten, weil die Pflanze unangenehm schmeckt, aber in einem Garten mit kleinen Kindern sollte man das wissen und die Samen nicht in Reichweite liegen lassen.

Was tun mit der Akelei nach der Blüte?

Schneiden Sie die verblühten Stängel ab — die Pflanze steckt dann keine Kraft in die Samen und blüht oft ein zweites Mal. Sind die Blätter bis zum Sommer mitgenommen, schneiden Sie den ganzen Horst knapp über dem Boden zurück; innerhalb weniger Wochen treibt er mit einer frischen Rosette wieder aus, die bis zum Frost hält. Wenn Sie Sämlinge möchten, lassen Sie einige Balgfrüchte an der Pflanze ausreifen.

Wie vermehrt man die Akelei?

Am einfachsten über Samen — frisch im Herbst ausgesät oder im Frühjahr nach mehrwöchiger Kaltstratifikation. Die Horste lassen sich im Frühjahr auch teilen, die Akelei verträgt das jedoch schlecht, weil sie eine tiefe Pfahlwurzel bildet. Bei benannten Sorten ist die Teilung der einzige Weg, die Blütenfarbe zu erhalten; aus Samen wächst eine Hybride.