🚚 Packeta kostenlos ab 70,00 €

Oleander: überwintern, pflegen und Giftigkeit

Oleander im Kübel pflegen, überwintern, düngen und schneiden – Schritt für Schritt

Oleander: Pflege im Jahresverlauf

ArbeitenMitte bis Ende Mai

Bringen Sie den Oleander nach den Eisheiligen aus dem Winterquartier nach draußen und gewöhnen Sie ihn schrittweise an die volle Sonne.

Oleander (Nerium oleander): Steckbrief

Oleander (Nerium oleander) mit rosafarbenen Blüten

Immergrüner, reich blühender Strauch mit einfachen oder gefüllten Blüten. Die Pflanze ist giftig.

  • Standort: In Mitteleuropa wird er als mobile Kübelpflanze an warmen, sonnigen Plätzen gehalten.
  • Höhe: 2–3 m
  • Blütezeit: Juni – Oktober
  • Vermehrung: Meist über Stecklinge

Ins Beet gehört Oleander bei uns nicht — er ist eine mobile Kübelpflanze: in der warmen Jahreshälfte steht er draußen in der Sonne, im Winter in einem hellen, kühlen Raum. Genau dieser Rhythmus „im Frühjahr raus, im Herbst rein“ entscheidet darüber, ob er blüht.

Oleander überwintern: wann und wie

Räumen Sie Oleander ein, wenn die Nächte unter null Grad sinken, meist in der zweiten Oktoberhälfte. Stellen Sie ihn an einen hellen Platz mit 4–8 °C, gießen Sie nur so viel, dass der Wurzelballen nicht austrocknet, und düngen Sie nicht. Leichten Frost bis etwa −5 °C hält er kurz aus, längeren Frost nicht.

Das ist der Kern der Sache: kühl und hell. Im warmen Wohnzimmer treibt Oleander über den Winter schwache Triebe und blüht im folgenden Sommer nur spärlich. Je länger er im Herbst draußen im Kühlen steht, desto besser bereitet er sich auf die Ruhezeit vor. Geeignet sind ein heller, unbeheizter Windfang, ein Flur, eine Garage mit Fenster, ein verglaster Wintergarten oder ein Kalthaus.

Oleander überwintern Schritt für Schritt

  1. Anfang September mit dem Düngen aufhören. Die Triebe reifen bis zum Winter aus, und die Pflanze verträgt Kälte besser.
  2. Wetterbericht verfolgen. Solange die Nächte nicht unter null Grad fallen, bleibt Oleander draußen. Vor dem ersten stärkeren Frost holen Sie ihn herein, meist in der zweiten Oktoberhälfte oder Anfang November.
  3. Trockene und beschädigte Zweige entfernen und nur so viele Triebe, dass die Pflanze ins Winterquartier passt. Stärkeren Rückschnitt aufs Frühjahr verschieben. An den Triebspitzen sitzen schon im Herbst die Knospen, ein flächiger Rückschnitt im Herbst kostet also Blüten. Mit Handschuhen arbeiten, der Saft ist giftig.
  4. Blattunterseiten und Triebe kontrollieren. Schild- und Napfschildläuse sowie Blattläuse vermehren sich im warmen, trockenen Winterquartier schnell. Befallene Stellen noch draußen abwischen oder abbrausen.
  5. Kübel samt Untersetzer hereintragen. Große Oleander lassen sich am leichtesten auf einem Rollbrett bewegen. Wasser aus dem Untersetzer ausgießen.
  6. Pflanze möglichst nah ans Fenster stellen, weg von Heizkörper und Zugluft. Ideal sind 4–8 °C, Oleander verträgt 2–10 °C.
  7. Im Winter sparsam gießen, etwa alle 2–4 Wochen, wenn die Oberfläche des Substrats abgetrocknet ist. An sonnigen Tagen lüften.
  8. Im Frühjahr die Pflanze aufwecken (Anleitung unten) und ab Mitte April schrittweise draußen abhärten.

Übersicht: Temperatur, Licht und Gießen im Jahreslauf

ZeitraumWo und welche TemperaturLichtGießenDüngen
Septemberdraußenvolle Sonnenach Wetter, nach und nach reduzierenAnfang September einstellen
Oktober bis Anfang Novemberdraußen, solange die Nächte nicht unter 0 °C fallen; dann hineinvolle Sonneeinschränken, Untersetzer leernicht düngen
November bis FebruarWinterquartier 4–8 °C (verträgt 2–10 °C)so viel wie möglich, am Fensteralle 2–4 Wochen, Ballen darf nicht austrocknennicht düngen
März bis Mitte Aprilnach und nach wärmer, tagsüber 10–15 °Cso viel wie möglichnach und nach mehrwieder aufnehmen, sobald die Pflanze austreibt
ab Mitte Aprildraußen, bei angekündigtem Frost unter −5 °C wieder hineinerst Halbschatten, dann Sonneregelmäßig, im Sommer auch täglichregelmäßig bis Ende August

Oleander im Kübel überwintern

Bei uns wird Oleander fast immer im Kübel gehalten und auch so überwintert. Die Pflanze bleibt im bisherigen Topf, umgetopft wird erst im Frühjahr. Für das Winterquartier gilt eine einfache Regel: Je wärmer, desto mehr Licht braucht die Pflanze. Bei 4–8 °C genügen ein heller Flur oder eine Garage mit Fenster. In einem Zimmer über 15 °C bräuchte sie einen Platz direkt am Südfenster und bleibt trotzdem meist schwächer.

Ein dunkler Keller oder eine Garage ohne Fenster sind nur eine Notlösung. Wenn Sie keine andere Möglichkeit haben, halten Sie die Pflanze so kühl wie möglich, um 5 °C, und gießen Sie kaum. Rechnen Sie damit, dass sie einen Teil der Blätter abwirft und im Frühjahr später blüht. Genauso überwintert man auch andere mediterrane Kübelpflanzen, zum Beispiel den Olivenbaum oder Zitruspflanzen.

Oleander draußen überwintern

Den ganzen Winter im Freien übersteht Oleander bei uns in der Regel nicht. Eine gut ausgereifte Pflanze verträgt kurzzeitig Frost bis etwa −5 °C, junge Pflanzen und Oleander in kleinen Gefäßen weniger, weil ihre Wurzeln durchfrieren. Lassen Sie ihn deshalb nur bis zu den ersten stärkeren Frösten draußen.

  • den Kübel an die Hauswand schieben, am besten unter einen Dachüberstand
  • auf eine Styropor- oder Holzplatte stellen und mit Jute oder Luftpolsterfolie umwickeln
  • die Krone in Frostnächten mit weißem Vlies abdecken, nicht mit Plastikfolie, unter der sich Feuchtigkeit niederschlägt
  • sobald der Wetterbericht längeren Frost meldet, die Pflanze hereinholen

Direkt ins Beet ausgepflanzter Oleander friert bei uns oberirdisch regelmäßig zurück, auch in warmen Lagen. Wir empfehlen diese Kulturform nicht.

Oleander im Frühjahr aufwecken

Ab März, wenn die Tage länger werden, stellen Sie Oleander an einen wärmeren und helleren Platz und gießen nach und nach mehr. Umgetopft wird noch vor dem Ausräumen. Bei einer älteren Pflanze genügt es, den Wurzelballen ringsum zu beschneiden und sie mit frischem Substrat in dasselbe Gefäß zurückzusetzen. Dann ist auch Zeit für einen stärkeren Schnitt: kahle und sich kreuzende Zweige entfernen, die ältesten Triebe einkürzen.

Sobald die Pflanze austreibt, nehmen Sie die Düngung wieder auf. Mengen für Kübelpflanzen finden Sie in der Dosiertabelle. Nach draußen geht Oleander etwa ab Mitte April, zuerst für ein paar Tage in den Halbschatten und erst dann in die volle Sonne, sonst verbrennen die an das Winterlicht gewöhnten Blätter.

Über den WinterGießen Sie nur so viel, dass der Wurzelballen nicht austrocknet, düngen Sie nicht und schauen Sie ab und zu nach der Pflanze. Nach draußen geht es wieder etwa ab Mitte April, mit schrittweisem Abhärten.

Die häufigsten Fehler beim Überwintern von Oleander

  • Zu warmes Winterquartier. Die Pflanze ruht nicht, vergeilt und blüht im nächsten Sommer wenig.
  • Zu wenig Licht. Oleander ist immergrün, die Blätter brauchen auch im Winter Licht. Im Dunkeln wirft er sie ab.
  • Wasser im Untersetzer. Im Sommer stört es Oleander nicht, im kühlen Winterquartier faulen die Wurzeln ohne Luft.
  • Zu frühes Einräumen. Ein Oleander, der schon im September von der Terrasse verschwindet, hat keine Zeit sich abzuhärten und treibt im Warmen schneller aus.
  • Flächiger Rückschnitt im Herbst. Damit entfernen Sie die Knospen fürs nächste Jahr.
  • Im Frühjahr direkt in die volle Sonne. Blätter, die grelles Licht nicht mehr gewohnt sind, bekommen Sonnenbrand.

Häufige Fragen zum Überwintern von Oleander

Wann sollte man Oleander einräumen?

Lassen Sie Oleander so lange wie möglich draußen, meist bis in die zweite Oktoberhälfte oder Anfang November. Holen Sie ihn herein, sobald der Wetterbericht Nächte unter null Grad oder eine längere Frostperiode meldet. Kühle um 5 °C tut ihm im Herbst gut, so bereitet er sich besser auf die Ruhezeit vor.

Wie viel Frost verträgt Oleander?

Ein gut ausgereifter Oleander verträgt einen kurzen Temperatursturz auf etwa −5 °C, junge Pflanzen und Pflanzen in kleinen Gefäßen weniger. Längeren Frost überlebt er nicht, deshalb wird er bei uns im Kübel gehalten und in einem hellen Raum mit 4–8 °C überwintert.

Kann Oleander draußen überwintern?

Den ganzen Winter im Freien übersteht Oleander in Deutschland in der Regel nicht. Draußen bleiben kann er nur bis zu den ersten stärkeren Frösten, kurzzeitig geschützt an der Hauswand, mit dem Kübel auf Styropor und der Krone unter Vlies. Danach gehört er hinein.

Kann Oleander in der Wohnung überwintern?

Im warmen Wohnzimmer überwintert Oleander zwar, treibt aber schwache Triebe, wird leichter von Schildläusen befallen und blüht im nächsten Sommer wenig. Besser ist ein heller, kühler Raum, ein Flur, Windfang, eine Garage mit Fenster oder ein Kalthaus mit 4–8 °C.

Warum wirft Oleander im Winter Blätter ab?

Meist hat er zu wenig Licht oder ist zu nass. Stellen Sie ihn näher ans Fenster, gießen Sie erst, wenn die Oberfläche des Substrats abgetrocknet ist, und leeren Sie den Untersetzer. Dass ein paar alte Blätter abfallen, ist normal.

Wie oft gießt man Oleander im Winter?

Etwa alle 2–4 Wochen, je nach Temperatur. Der Wurzelballen darf nicht ganz austrocknen, im Kühlen darf er aber auch nicht im Wasser stehen. Je kühler das Winterquartier, desto weniger Wasser.

Das Überwintern im Gewächshaus beschreiben wir in einem eigenen Abschnitt weiter unten.

Wie Oleander aussieht und woher er stammt

Botanische Illustration des Oleanders mit gefüllten Blüten und lanzettlichen Blättern

Die Gattung Nerium ist vom Mittelmeerraum bis nach Japan verbreitet. Sie gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). Zur selben Familie gehört auch das Adenium (Wüstenrose), das sogar auf Oleander veredelt wird.

Die Gattung gilt heute als monotypisch – ältere Literatur nannte drei Arten, anerkannt ist jedoch nur eine. Im Mittelmeerraum wird die Art im Freiland gezogen, bei uns als Kübelpflanze: der Gewöhnliche Oleander (Nerium oleander), 2–3 m hoch, immergrün, aufrecht und horstig wachsend. Die Blätter stehen zu dritt in Quirlen oder gegenständig, sind länglich lanzettlich, 10–15 cm lang und ledrig. Die Blüten erscheinen in endständigen Trugdolden, sind rosa oder weiß und bei der Wildform etwa 3 cm breit. Sorten bringen auch größere und mehr oder weniger gefüllte Blüten hervor, die nicht nur weiß oder rosa, sondern auch rot, orangerot oder gelb sein können. Die Blüten haben eine trichterförmige Krone mit tief fünfteiligem Saum, der in der Knospe gedreht ist. Die Frucht ist eine längliche Balgfrucht; den Haarschopf tragen erst die Samen, die sich damit vom Wind verbreiten lassen.

Wo Oleander in der Natur wächst

Ledrige, lanzettliche Oleanderblätter in Quirlen

Oleander ist im gesamten Mittelmeerraum und im Orient verbreitet. Er begleitet, ähnlich wie bei uns die Weiden, Wasserläufe, die zeitweise trockenfallen, und bildet dort ausgedehnte Bestände, wo der Boden auch in Trockenzeiten eine gewisse Feuchtigkeit hält. Oleander gehört zu den alten Kulturpflanzen der Menschheit. Erste Erwähnungen finden sich bei römischen Autoren. Nach Mitteleuropa kam er vermutlich schon zu Beginn des 16. Jahrhunderts, wie alte Herbarien belegen.

Ist Oleander giftig?

Ja. Es muss betont werden, dass Oleander eine Giftpflanze ist. Alle Pflanzenteile enthalten herzwirksame Glykoside, ähnlich wie beim Fingerhut.

In der Praxis heißt das: die Pflanze außerhalb der Reichweite kleiner Kinder und Haustiere halten, sich nach Schnitt und Umtopfen die Hände waschen und abgeschnittene Zweige weder in geschlossenen Räumen verbrennen noch ans Futter geben. Giftig sind Blätter, Blüten und der Milchsaft — an der normalen Handhabung ändert das nichts, es darf nur nichts von der Pflanze in den Mund gelangen.

Oleander im Kübel pflegen

Oleanderstrauch über und über mit rosafarbenen Blüten besetzt

Oleander lässt sich als Kübelpflanze recht einfach kultivieren. Wählen Sie das Gefäß eher schwer und standfest — ein zwei Meter hoher Strauch mit voller Krone kippt im Wind gern um — und immer mit Abzugsloch.

  • volle Sonne, je wärmer, desto besser
  • durchlässiges, nährstoffreiches Substrat
  • reichlich Wasser den ganzen Sommer über
  • regelmäßige Düngung während der Vegetationszeit
  • helle und kühle Überwinterung bei 4–8 °C

Wann Oleander nach draußen darf

Von Mitte April bis Oktober, gegebenenfalls bis Anfang November, darf er draußen an einem sonnigen, möglichst warmen Platz stehen — nur so blüht er zufriedenstellend. Wird im Frühjahr noch Frost unter −5 °C angekündigt, holen Sie ihn über Nacht herein. Nach dem Winter im Kühlen stellen Sie die Pflanze schrittweise hinaus: ein paar Tage in den Halbschatten, erst dann in die volle Sonne, damit die Blätter keinen Sonnenbrand bekommen.

Oleander gießen

Der Wasserbedarf ist in der warmen Jahreszeit so hoch, dass täglich gegossen werden muss. Oleander ist eine der wenigen Kübelpflanzen, denen Wasser im Untersetzer im Sommer nichts ausmacht — in der Natur wächst er an Wasserläufen. Im Winter wird dagegen nur so viel gegossen, dass der Wurzelballen nicht austrocknet, und im Untersetzer darf kein Wasser stehen. Gelbe Blätter am Oleander deuten meist auf ein zu nasses oder zu warmes Winterquartier oder auf Nährstoffmangel hin; ältere Blätter im unteren Bereich wirft die Pflanze aber auch ganz natürlich ab.

Oleander düngen

Die Pflanze hat einen hohen Nährstoffbedarf, deshalb sind während der Vegetationszeit regelmäßige Gaben Flüssigdünger nötig. Oleander legt den ganzen Sommer über neue Knospen an, und ohne Nachschub an Nährstoffen hört die Blüte bald auf.

Gedüngt wird von April bis etwa Ende August. Anfang September stellen Sie die Düngung ein — so reifen die Triebe bis zum Winter aus und die Pflanze übersteht die Überwinterung leichter. Im Winter wird nicht gedüngt, beginnen Sie wieder im Frühjahr, sobald der Oleander austreibt (Dosierung). Neben Flüssigdünger bewährt sich organischer Dünger, der die Nährstoffe nach und nach freigibt und sich dadurch deutlich großzügiger dosieren lässt; dasselbe Prinzip gilt auch für die übrigen Pflanzen im Kübel.

Oleander umtopfen, schneiden und vermehren

Blühender Oleander (Nerium oleander) in voller Sonne

Beim Umtopfen älterer Exemplare kann der Wurzelballen so weit verkleinert werden, dass die Pflanze wieder in den alten Kübel passt. Sie müssen also nicht jedes Jahr ein größeres Gefäß kaufen — die Wurzeln werden ringsum zurückgeschnitten, frisches Substrat kommt dazu und die Pflanze geht in denselben Topf zurück. Umgetopft wird im Frühjahr, noch vor dem Ausräumen.

Geschnitten wird ebenfalls im Frühjahr vor dem Ausräumen, und zwar nur zurückhaltend: Die Blütenknospen werden an den Triebspitzen des Vorjahres angelegt, ein starker Rückschnitt kostet also Blüten. Verblühtes bleibt stehen — an den alten Blütenständen entstehen die nächsten Knospen. Vermehrt wird meist über Stecklinge. Sie werden von halbreifen Trieben geschnitten und bewurzeln leicht — Oleander gehört zu den Gehölzen, deren Stecklinge sogar in einem einfachen Wasserglas Wurzeln bilden.

Oleander im Gewächshaus überwintern

Wenn Sie ein Gewächshaus haben, das sich im Winter leicht temperieren lässt, findet Oleander darin ein fast ideales Winterquartier. Es genügt ein sogenanntes temperiertes Kalthaus, in dem die Temperatur im Winter etwa zwischen 2 und 10 °C bleibt und nachts nicht unter 5 °C fällt. Das entspricht dem Bereich, den Oleander im Winter verträgt (ideal 4–8 °C). Oleander überwintert hier zusammen mit anderen mediterranen Pflanzen wie Feigenbaum, Zitruspflanzen, Rosmarin oder Myrte.

Oleander braucht viel Licht, beschatten Sie das Gewächshaus im Winter deshalb nicht und halten Sie das Glas sauber. An sonnigen Tagen heizt sich das Gewächshaus auch im Winter schnell auf. Sobald die Temperatur über 15 °C steigt, lüften Sie, sonst treibt die Pflanze vorzeitig aus und bildet schwache Triebe.

ZeitraumTagsüberNachtsWorauf achten
Dezember bis Mitte Februar2–10 °Cüber 5 °Cvolles Licht, über 15 °C lüften, nur so viel gießen, dass der Ballen nicht austrocknet
ab Mitte Februarbei Sonne schrittweise bis 16–18 °C8–10 °Cdie Pflanze erwacht langsam, weiter regelmäßig lüften
ab Mitte AprilAußentemperaturenfrostfreischrittweise abhärten und hinausstellen

Oleander aus dem Gewächshaus ist auf die Saison draußen besser vorbereitet als eine Pflanze aus der dunklen Garage. Es genügt dann, ihn einige Tage im Halbschatten abzuhärten.

Wie lange wächst Oleander aus einem Steckling

Stecklinge bewurzeln leicht, danach wächst die junge Pflanze aber langsam. Unter Gewächshausbedingungen dauert es etwa 2–3 Jahre, bis aus einem Steckling eine schöne Kübelpflanze wird. Oleander gehört damit zu den am langsamsten heranwachsenden Kübelgehölzen, ähnlich wie Zitruspflanzen, Myrte oder Lorbeer.

Häufige Fragen

Wann blüht Oleander?

Von Juni bis Oktober. Er legt den ganzen Sommer über nach und nach neue Knospen an, sodass eine gut versorgte Pflanze mehrere Monate am Stück blüht. Blüht Oleander nicht, fehlt es meist an Sonne oder an Nährstoffen, oder das Winterquartier war zu warm.

Welche Erde braucht Oleander?

Ihm bekommt ein hochwertiges, nährstoffreiches Substrat für Balkon- und Kübelpflanzen, mit Sand oder Perlit aufgelockert. Entscheidend sind Durchlässigkeit und ein Abzugsloch im Gefäß — Oleander verträgt viel Wasser, aber keine Wurzeln, die in verschlammter Erde ohne Luft stehen.

Wann darf Oleander auf den Balkon?

Etwa ab Mitte April, sobald keine stärkeren Fröste mehr drohen. Stellen Sie die Pflanze schrittweise hinaus — einige Tage in den Halbschatten und erst dann in die volle Sonne, damit die an das Winterlicht gewöhnten Blätter keinen Sonnenbrand bekommen.

Womit düngt man Oleander, damit er reich blüht?

Oleander hat einen hohen Nährstoffbedarf. Während der Vegetationszeit, also etwa von April bis Ende August, gönnen Sie ihm regelmäßige Gaben Flüssigdünger oder organischen Dünger mit langsamer Nährstofffreisetzung. Ab September wird die Düngung eingestellt, damit die Triebe bis zum Winter ausreifen.

Ist Oleander für Kinder und Haustiere giftig?

Ja. Alle Pflanzenteile enthalten herzwirksame Glykoside, ähnlich wie beim Fingerhut. Stellen Sie Oleander deshalb außer Reichweite kleiner Kinder und Tiere, waschen Sie sich nach dem Schnitt die Hände und verwenden Sie abgeschnittene Teile weder als Futter, noch verbrennen Sie sie in geschlossenen Räumen.

Bildquellen: Foto: Ian Cunliffe, CC BY-SA 2.0