Japanischer Rosinenbaum
Der Japanische Rosinenbaum (Hovenia dulcis) ist ein asiatischer Baum mit süßen, essbaren Fruchtstielen und dekorativen glänzenden Blättern. Eine interessante exotische Pflanze für den Garten.

Hovenia dulcis – Japanischer Rosinenbaum
In Ostasien ein Obstbaum, bei uns ein laubabwerfender kleiner Baum.
- Standort: Jeder gepflegte Gartenboden.
- Höhe: 7–10 m.
- Blütezeit: Juni–Juli.
- Vermehrung: Durch Aussaat.
Hovenia dulcis ist eine von fünf Arten der Gattung, die zur Familie der Kreuzdorngewächse (Rhamnaceae) gehört. Es handelt sich um einen kleinen Baum mit wechselständigen, ungeteilten, breit eiförmigen Blättern von 10–15 cm Länge. Die grünlichen Blüten sind unscheinbar und an den Zweigenden in vielblütigen Trugdolden angeordnet. Die hellgraubraunen, erbsengroßen Früchte reifen bei uns meist nicht aus.
Hovenia dulcis wird in China und Japan seit alters her als Obstbaum angebaut. Gegessen werden jedoch nicht die Früchte, sondern ihre Stiele, die zur Zeit der Reife fleischig, wurmartig gekrümmt, süß und angenehm duftend sind. In Mitteleuropa reifen solche „Früchte“ nur in klimatisch begünstigten Lagen.
Bei uns ist die Art recht winterhart, hat bislang aber vor allem Sammlungsbedeutung.
Japanischer Rosinenbaum – Düngung

Für ein gesundes und vitales Wachstum des Japanischen Rosinenbaums ist eine ausreichende Nährstoffversorgung notwendig. Düngee ist ein perfekter Naturdünger und versorgt den Baum mit allen nötigen Nährstoffen. Eine gleichmäßige Düngung im Frühjahr und Sommer fördert vor allem den Zuwachs und das Ausreifen der Triebe.
Düngungshäufigkeit:
- Während der Vegetationsperiode: Regelmäßig etwa einmal im Monat düngen.
- Außerhalb der Vegetationsperiode: Die Düngung wird auf ein Minimum reduziert oder ausgesetzt, um eine Überdüngung zu vermeiden.




Verwendung in Küche und Ernährung

Der Japanische Rosinenbaum wird in Ostasien vor allem wegen seiner süßen Fruchtstiele geschätzt. Getrocknet erinnern sie in Aussehen und Geschmack an Rosinen – daher der deutsche Name.
Die reifen Fruchtstiele bestehen überwiegend aus Zucker; dazu kommen Gerbstoffe, kleinere Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen sowie sekundäre Pflanzenstoffe, unter denen Dihydromyricetin am besten untersucht ist.
- Fruchtstiele: Geerntet wird spät im Herbst, wenn die Stiele weich und braun geworden sind; sie lassen sich roh, getrocknet oder eingekocht verwenden.
- Getrocknet: In Ostasien werden die Stiele getrocknet aufbewahrt, wie Trockenobst genascht oder in Gebäck gegeben.
- Als Aufguss: Aus getrockneten Stielen und Blättern wird traditionell ein Tee zubereitet – eine belegte Wirkung ist damit nicht verbunden.
In Mitteleuropa reifen die Stiele nur in warmen, geschützten Lagen richtig aus. Wer den Baum wegen der Ernte pflanzt, wählt deshalb einen sonnigen, windgeschützten Platz und rechnet mit nennenswerten Erträgen erst nach einigen Jahren.
