Jujube
Chinesische Dattel und ihre Früchte: Jujube pflanzen, schneiden, düngen und ihre Wirkung
Chinesische Jujube (Ziziphus jujuba): Wirkung, Geschmack und Nährwert der Früchte
Die Chinesische Jujube (Ziziphus jujuba), auch als „Chinesische Dattel“ oder Brustbeere bekannt, ist ein Obstbaum aus China, der dank seiner wohlschmeckenden Früchte immer beliebter wird. Die Pflanze hat eine reiche Geschichte in der traditionellen chinesischen Medizin und in der Küche und ist heute in vielen Teilen der Welt verbreitet.

Beschreibung und Aussehen: Die Jujube ist ein Baum, der bis zu 10 Meter hoch wird, mit glänzenden grünen Blättern und Dornen an den Zweigen. Die Früchte sind klein, rund bis oval und verfärben sich beim Reifen von Grün über Gelb bis Rotbraun. Sie haben eine dünne Schale und ein Fruchtfleisch, das je nach Sorte süß oder leicht säuerlich schmeckt.
Nährwert und Inhaltsstoffe: Die Jujube wird für ihren hohen Nährwert geschätzt. Sie enthält Vitamine (vor allem Vitamin C), Mineralstoffe (Kalzium, Eisen, Phosphor) und Ballaststoffe. Die Früchte enthalten außerdem Antioxidantien.
Die Jujube hat auch in der traditionellen Medizin einen festen Platz. Ihre Früchte werden seit jeher zur Beruhigung und für einen besseren Schlaf verwendet. Traditionell schreibt man ihnen auch eine günstige Wirkung auf die Verdauung zu. Es handelt sich aber um ein Lebensmittel, nicht um ein Arzneimittel.
Verwendung in der Küche: Die Jujube wird reif verzehrt, frisch ebenso wie getrocknet. Getrocknete Jujube-Datteln sind Bestandteil vieler traditioneller Desserts, Tees und Süßigkeiten in China und weiteren asiatischen Ländern. Ihr süßer Geschmack und ihr kräftiges Aroma geben Gerichten eine eigene Note.
Jujube pflanzen und pflegen: Standort, Schnitt und Winterschutz

Die Jujube (Ziziphus jujuba) ist ein Obstbaum, der wegen seiner süßen Früchte und seiner Anspruchslosigkeit beliebt ist. Der Anbau ist dankbar, wenn Sie einige Grundregeln beachten. Hier sind die Tipps für eine erfolgreiche Kultur:
1. Den richtigen Standort wählen: Die Jujube mag einen sonnigen und warmen Platz. Wählen Sie eine Lage mit viel direkter Sonne, die zugleich vor starkem Wind und Zugluft geschützt ist.
2. Boden vorbereiten: Der Boden soll gut durchlässig sein, mit leicht saurem bis neutralem pH-Wert. Vor der Pflanzung lohnt es sich, ihn mit Kompost oder gut verrottetem Stallmist zu verbessern. Das verbessert die Bodenstruktur und liefert dem Baum die nötigen Nährstoffe.
3. Pflanzung: Am besten pflanzen Sie die Jujube im Frühjahr oder im Herbst, wenn die Temperaturen mild sind. Heben Sie ein Pflanzloch aus, das groß genug ist, damit die Wurzeln ohne Einkürzen hineinpassen. Achten Sie darauf, dass die Wurzeln gut mit Erde bedeckt sind und der Baum fest verankert steht.
4. Gießen: Im ersten Jahr nach der Pflanzung halten Sie die Pflanze ausreichend feucht. Gießen Sie regelmäßig, vor allem in Trockenperioden. Sobald der Baum angewachsen ist und zu wachsen beginnt, können Sie die Abstände zwischen den Wassergaben nach und nach verlängern.
5. Düngen: Die Jujube profitiert von einer regelmäßigen Düngung. Verwenden Sie einen ausgewogenen Dünger, der Stickstoff, Phosphor und Kalium enthält. Ein gutes Beispiel ist der organische Dünger DÜNGEE. Düngen Sie im Frühjahr vor dem Austrieb und wiederholen Sie die Gabe am Ende des Sommers.
6. Schnitt: Ein regelmäßiger Schnitt ist wichtig, um die Kronenform zu erhalten und gesundes Wachstum zu fördern. Schneiden Sie im Frühjahr oder im Herbst, entfernen Sie trockene und beschädigte Zweige und formen Sie die Krone nach Bedarf.
7. Winterschutz: In Regionen mit kalten Wintern lohnt es sich, den Baum für den Winter zu schützen. Mulchen rund um den Wurzelbereich gleicht die Bodentemperatur aus und schützt die Wurzeln vor dem Durchfrieren.
8. Bestäubung: Die Jujube ist nur teilweise selbstfruchtbar. Ein einzeln stehender Baum trägt schwächer, pflanzen Sie deshalb für eine gute Ernte mindestens zwei Bäume, am besten zwei verschiedene Sorten.
Mit diesen Tipps gelingt Ihnen der Anbau der Jujube und Sie ernten die wohlschmeckenden Früchte, die dieser Baum zu bieten hat. Jede Pflanze ist anders, beobachten Sie also, wie sich Ihre Jujube entwickelt, und passen Sie die Pflege den aktuellen Bedingungen an.
Jujube im Garten: Frosthärte, Bestäubung und Vermehrung durch Ausläufer
Die Jujube gehört zu den robustesten subtropischen Obstgehölzen, die sich bei uns im Freien kultivieren lassen. Ein älteres tschechisches Handbuch für den Anbau subtropischer Pflanzen nennt dazu folgende Erfahrungen:
| Eigenschaft | So ist es bei der Jujube |
|---|---|
| Frosthärte | ältere Bäume haben in Mitteleuropa kurzzeitig etwa −18 bis −24 °C überstanden; das hängt von der Ausreife der Triebe und der Geschütztheit des Standorts ab. Nach einem strengen Winter ersetzt sie geschädigte Zweige durch neue. |
| Licht und Wärme | volle Sonne; die Früchte reifen nur nach einem heißen Sommer zuverlässig aus |
| Wasser | normal gießen, verträgt auch Trockenheit |
| Boden | anspruchslos, wächst in der Natur auch auf steinigem Boden |
| Bestäubung | teilweise fremdbestäubt, für eine gute Ernte mindestens zwei Bäume |
| Alter | wird bis zu 100 Jahre alt |
Warum die Jujube im Herbst ganze Zweiglein abwirft
Die Jujube bildet zwei Arten von Trieben. Die normalen Triebe werden jedes Jahr kräftiger und länger. Daneben wachsen dünne Sommertriebe, deren Blätter wie bei einem gefiederten Blatt angeordnet sind. Im Herbst fallen sie samt Blättern ab, im Frühjahr wachsen neue. Es handelt sich also weder um Vertrocknen noch um eine Krankheit.
Vermehrung durch Ausläufer und aus Kernen
Am einfachsten ist es, einen Wurzelausläufer abzutrennen; davon bildet die Jujube viele. Ausläufer wachsen gut an, treiben aber manchmal in der ersten Saison nicht aus. Dasselbe gilt für umgepflanzte Bäumchen: Sie können erst im zweiten, ausnahmsweise im dritten Jahr austreiben. Ein Bäumchen, das im Frühjahr kahl bleibt, werfen Sie deshalb nicht gleich weg. Kratzen Sie die Rinde leicht mit dem Fingernagel an. Grünes Gewebe darunter bedeutet, dass es lebt.
Die Kerne vor der Aussaat stratifizieren, also über den Winter in feuchtem Sand kühl lagern. Ein Sämling muss nicht die Eigenschaften des Mutterbaums haben, daher lohnt sich für die Früchte eine veredelte Sorte.
Schnitt
Die Jujube verzweigt sich von selbst spät und widerwillig. Ein junges Bäumchen bringen Sie deshalb durch Schnitt zum Verzweigen: Nach dem Einkürzen der Triebe treiben die Seitenknospen aus. Halten Sie die Krone hohl (als Hohlkrone), damit die Sonne hineinkommt.
Wie man die Früchte isst
Frische Früchte sind knackig, aber oft mehlig und ohne ausgeprägten Geschmack. Am besten kommen sie getrocknet zur Geltung (so entstehen die „Chinesischen Datteln“), eingekocht oder kandiert.
Kurios: Wenn Sie ein Jujube-Blatt zerkauen, nehmen Sie etwa eine halbe bis eine Stunde lang keinen süßen Geschmack wahr. Zucker schmeckt dann wie Sand.
Sträucher und Bäume düngen: womit und wie man die Jujube düngt
- DÜNGEE können Sie rund um den Stamm bis zur Breite der Krone ausstreuen. Streuen Sie so, dass keine dicke Schicht entsteht, sondern eine feine Bestäubung.
- Für Bäume und Sträucher mit Blättern ist eine Spritzung ausgezeichnet. Rühren Sie einen Teelöffel DÜNGEE in 1 l Wasser ein und seihen Sie die Lösung ab.
Häufige Fragen zur Jujube
Wie heißt die Jujube auf Deutsch?
Im Deutschen hat sich der Name Jujube durchgesetzt, genauer Chinesische Jujube. In Geschäften und Rezepten finden Sie die Früchte auch als „Chinesische Datteln“ oder als Rote Datteln, in älteren Büchern steht der Name Brustbeere. Botanisch heißt die Art Ziziphus jujuba. Alle diese Namen bezeichnen dieselbe Pflanze.
Welche Wirkung hat die Jujube?
Die Früchte haben einen hohen Nährwert — sie enthalten Vitamin C, Kalzium, Eisen, Phosphor, Ballaststoffe und Antioxidantien. In der traditionellen chinesischen Medizin werden sie zur Beruhigung und für einen besseren Schlaf verwendet, und man schreibt ihnen eine Unterstützung von Verdauung und Immunsystem zu. Es handelt sich um ein Lebensmittel, nicht um ein Arzneimittel; bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Wo kann man Jujube-Pflanzen kaufen?
Die Jujube wird bei uns vor allem in spezialisierten Obstbaumschulen angeboten, die sich auf weniger bekannte und wärmeliebende Arten konzentrieren — in gewöhnlichen Gartencentern finden Sie sie meist nicht. Es lohnt sich, nach veredelten Sortenpflanzen zu suchen (zum Beispiel ‚Lang‘ oder ‚Li‘), die früher und zuverlässiger tragen als Sämlinge. Wie auch bei anderen weniger bekannten Obstarten ist es gut zu prüfen, ob die Pflanze unter unseren Bedingungen herangezogen wurde. Wir verkaufen keine Jujube-Pflanzen, wir bieten dazu nur universellen organischen Dünger.
Ist die Jujube selbstfruchtbar?
Nur teilweise. Ein einzeln stehender Baum setzt einige Früchte an, für eine gute Ernte pflanzen Sie aber mindestens zwei Bäume — die Fremdbestäubung steigert den Ertrag spürbar.
Verträgt die Jujube Frost?
Ja, sie gehört zu den robustesten subtropischen Gehölzen. Ältere Bäume haben in Mitteleuropa kurzzeitig etwa −18 bis −24 °C überstanden, je nach Ausreife der Triebe und Standort. Junge Bäumchen schützt man im Winter aber besser. Am einfachsten ist es, den Wurzelbereich zu mulchen: Mulch gleicht die Bodentemperatur aus und schützt die Wurzeln vor dem Durchfrieren.
