🚚 Packeta kostenlos ab 70,00 €

Kaffeepflanze

Immergrüner Strauch, der in der Wohnung nach einigen Jahren tatsächlich Früchte ansetzt. Er braucht Licht ohne pralle Mittagssonne und feuchte Luft.

Junge Kaffeepflanze mit glänzenden dunkelgrünen Blättern in einem weißen Topf zwischen anderen Zimmerpflanzen

Immergrüner Strauch für die Wohnung oder den Wintergarten.

Standort: hell, im Sommer vor der Mittagssonne geschützt

Höhe: 3-5 m

Vermehrung: durch Aussaat und Kopfstecklinge

Die Gattung Coffea gehört mit ihren 60 Arten zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae). In der Natur des tropischen Asiens und Afrikas werden diese immergrünen Sträucher bis zu 8 m hoch. Die bedeutendste Art ist Coffea arabica (Arabischer Kaffeestrauch), der die Kaffeebohnen liefert und sich auch als Zimmerpflanze ziehen lässt. Die Kaffeepflanze wächst in den höheren Lagen Äthiopiens in einer Meereshöhe von 600 bis 1300 m. Die Pflanze wird 3-5 m hoch und hat glänzend dunkelgrüne, leicht gewellte Blätter. Pflanzen, die älter als drei Jahre sind, blühen mit weißen Blüten, die in kleinen Büscheln in den Blattachseln sitzen, sternförmig gebaut sind und angenehm duften. Aus jeder Blüte entwickelt sich eine beerenartige, etwa 1,2 cm lange Frucht (Steinfrucht) mit zwei Samen, die eine Längsfurche tragen. Im Handel werden diese Samen als Kaffeebohnen bezeichnet. Die ersten Anpflanzungen der Kaffeepflanze fanden zwischen 1000 und 1300 an der Küste des Roten Meeres statt. Im Jahr 1450 gelangte sie nach Mekka, von wo aus Pilger sie in die islamischen Länder verbreiteten. Im 17. Jahrhundert kam die Kaffeepflanze über Venedig in die deutschsprachigen Länder.

Zweig der Kaffeepflanze mit weißen sternförmigen Blüten und Büscheln grüner, oranger und roter Kaffeekirschen

Bei uns lässt sich die Kaffeepflanze am besten in einem geschlossenen Blumenfenster, im Wintergarten oder in einem kleinen Gewächshaus als Kübelpflanze oder frei ausgepflanzt kultivieren. Der Standort soll hell und nur im Sommer leicht schattiert sein. Geeignet ist eine Temperatur zwischen 15 und 25 °C, wobei 20 bis 25 °C optimal für das Wachstum sind. Bei niedrigen Temperaturen rollen sich die Blätter ein und hängen schlaff herab. Die Luftfeuchtigkeit soll nie unter 50 % sinken. In den Sommermonaten ist reichlich zu gießen, im Winter wird die Pflanze bei kühleren Temperaturen dagegen trockener gehalten. Das Substrat kann aus Lauberde, Komposterde, Torf und etwas Sand bestehen, sonst eignet sich handelsübliche Zimmerpflanzenerde mit niedrigem Düngeranteil. Eine einseitige Stickstoffdüngung verhindert die Blüte. Gedüngt wird vom Frühjahr bis zum Herbst, im Winter nur alle vier bis sechs Wochen. Den natürlichen organischen Dünger DÜNGEE können Sie beim Umtopfen ins Substrat einarbeiten oder einmal im Monat als Auszug zum Gießen verwenden (1 Teelöffel auf 1 Liter Wasser); die genaue Dosierung finden Sie in der Dosierungstabelle.

Spinnmilben treten vor allem bei Pflanzen in trockener Luft auf. Auch gegen Schildläuse sollte man rechtzeitig zu einem schonenden Pflanzenschutzmittel greifen. Beiden Schädlingen kommt trockene Zimmerluft entgegen, deshalb besteht die erste Maßnahme immer darin, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen und die Pflanze gelegentlich mit lauwarmem Wasser abzuduschen. Für die Aussaat eignen sich nur frische (ungeröstete) Samen.

Die Pflanze setzt gut Samen an, wenn sie genügend Licht bekommt, bei einer Temperatur von 22 °C wächst und ihre Blüten bestäubt werden. Ist eine natürliche Bestäubung nicht möglich, muss der Pollen mit einem kleinen Pinsel von Blüte zu Blüte übertragen werden. Die Samen reifen in 7-8 Monaten heran und können nach dem Entfernen der fleischigen und der dünnen pergamentartigen Hülle ausgesät werden. Die Keimung dauert bei einer Temperatur von 30 °C vier Wochen.

Möglich ist auch die vegetative Vermehrung durch Kopfstecklinge im Juni und Juli. Aus Stecklingen, die von Seitentrieben geschnitten wurden, wachsen nur waagerecht wachsende Pflanzen ohne Mitteltrieb. Für das Bewurzeln von Stecklingen braucht es viel Wärme und eine hohe Luftfeuchtigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Kann man von einer Kaffeepflanze in der Wohnung Kaffee ernten?

Ja, aber nur wenig. Die Pflanze beginnt nach drei Jahren zu blühen, und von einem Strauch im Kübel ernten Sie in der Größenordnung einiger Dutzend bis weniger Hundert Bohnen — für eine Tasse brauchen Sie etwa siebzig Bohnen. Das ist eher eine Freude als eine Versorgung.

Warum bekommt die Kaffeepflanze braune Blätter und wirft sie ab?

Meist wegen trockener Luft und Kälte. Die Luftfeuchtigkeit sollte nicht unter 50 % und die Temperatur nicht unter 15 °C fallen. Bei Kälte rollen sich die Blätter ein und hängen schlaff herab, das ist das typische Anzeichen.

Warum blüht die Kaffeepflanze nicht?

Entweder ist sie jünger als drei Jahre, oder sie bekommt einseitig Stickstoff. Ein Stickstoffüberschuss blockiert die Blüte direkt — deshalb wird die Kaffeepflanze eher schwach und ausgewogen gedüngt.

Muss ich die Blüten von Hand bestäuben?

In der Wohnung meistens ja. Die Kaffeepflanze ist selbstfertil, aber ohne Bestäuber wird der Pollen nicht von selbst übertragen — es genügt, mit einem kleinen Pinsel von Blüte zu Blüte zu fahren. Die Früchte reifen danach sieben bis acht Monate.

Kann man eine Kaffeepflanze aus Kaffeebohnen aus dem Laden ziehen?

Nein. Die Bohnen aus dem Laden sind geröstet und damit tot. Sie brauchen frische, ungeröstete Samen ohne Fruchtfleisch und ohne Pergamenthülle; sie keimen in vier Wochen bei einer Temperatur um 30 °C.

Welche Schädlinge treten an der Kaffeepflanze auf?

Spinnmilben und Schildläuse, beiden kommt trockene Zimmerluft entgegen. Es hilft, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, die Blattunterseiten regelmäßig zu kontrollieren und die Pflanze mit lauwarmem Wasser abzuduschen; bei stärkerem Befall greifen Sie zu einem schonenden Pflanzenschutzmittel.

Womit düngt man die Kaffeepflanze?

Schwach und regelmäßig vom Frühjahr bis zum Herbst, im Winter nur ausnahmsweise. Meiden Sie Dünger mit hohem Stickstoffanteil, danach blüht die Pflanze nicht. Das Substrat soll humos sein, aus Lauberde, Kompost, Torf und etwas Sand.