Marbel (Luzula)
Schattenliebende ausdauernde Gräser für Gehölzränder und Unterpflanzungen
- Standort: halbschattig und vor Wintersonne geschützt
- Höhe: je nach Art 20–80 cm
- Blütezeit: Frühling und Sommer
- Vermehrung: durch Teilung oder Aussaat
Von etwa 80 Arten der Binsengewächse (Juncaceae) werden in Gärten nur drei verwendet:
- Schnee-Marbel (Luzula nivea) – immergrün, 40–60 cm hoch
- Behaarte Marbel (Luzula pilosa) – 20 cm hoch
- Wald-Marbel (Luzula sylvatica) – Syn. L. maxima, bis 80 cm hoch
Als Erste beginnt bereits im März und April die Behaarte Marbel (Luzula pilosa) mit braunen Blüten zu blühen, danach blüht von April bis Juni ebenfalls braun die Wald-Marbel (Luzula sylvatica), und von Juni bis August zeigt die Schnee-Marbel (Luzula nivea) cremeweiße Blüten.
Bei der Wald-Marbel (Luzula sylvatica) gibt es zwei Gartenformen, die wertvoller und attraktiver sind als die Grundart:
- ‚Marginata‘ – hat auffällige silbrige Blattränder
- ‚Tauernpass‘ – bildet auffällig große Horste aus frischgrünen Blättern
Allen diesen Binsengewächsen gedeiht es gut im leichten Schatten von Gehölzen. Die weiß blühende Schnee-Marbel (Luzula nivea) kann als Begleitpflanze von Rhododendren dienen, und die Wald-Marbel (Luzula sylvatica), die Schatten gut verträgt, kann an Stellen eingesetzt werden, wo kaum eine andere Pflanze gedeihen würde – unter Nadelbäumen, deren Wurzeln ihr nichts ausmachen.
Marbeln sind anspruchslose ausdauernde Gräser, die keine andere Pflege benötigen als das Entfernen von überwucherndem Unkraut.
