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Rasenarten: Übersicht über 5 Skelettgräser

Auf der Welt wachsen 10.000 Grasarten, aber für Ihren Rasen genügt es, nur 5 davon zu kennen. Lesen Sie die Übersicht der Skelettgräser mit ihren Eigenschaften, Verwendungszwecken und Pflegeansprüchen.

Warum die Wahl der richtigen Grasart wichtig ist

Skelettgräser

Rasengrasarten

Ein Rasen besteht aus Gräsern, da diese einkeimblättrigen Pflanzen den Anforderungen an eine Grünfläche optimal entsprechen. Nur in Kräuterrasen oder in Blumenwiesen können beim Aussaat zweikeimblättrige, blühende Pflanzen beigemischt werden. Weltweit gibt es etwa 10.000 verschiedene Grasarten. Für Rasenflächen in Mitteleuropa spielen jedoch nur etwa 10 Arten eine Hauptrolle. Die meisten heimischen Rasenflächen kommen sogar mit nur 5 Arten aus, die die wichtigsten Nutzungsansprüche abdecken und den Standortbedingungen entsprechen. Vor etwa 40 Jahren begann man in Europa mit der Züchtung spezieller Sorten, die von diesen Arten abstammen. Dies war dringend notwendig, da bis dahin Gräser nur für landwirtschaftliche Zwecke gezüchtet wurden. Diese sogenannten Futtergrassorten, die enorme Mengen an Grünmasse produzieren mussten, eignen sich für Gartenrasen überhaupt nicht. Leider tauchen sie aber nach wie vor in günstigen kommerziellen Saatgutmischungen auf.

Deutsches Weidelgras

Deutsches Weidelgras (Lolium perenne) – das am schnellsten keimende Gras für Strapazierfähige Rasenflächen

Deutsches Weidelgras Lolium perenne

Wuchs: Locker horstbildendes Gras. Blatt: Fein bis mittelbreit, schnell wachsend.

keimt schnell

Eigenschaften: Keimt von allen Grasarten am schnellsten; verträgt Trockenheit gut, ist aber etwas frostempfindlich; anfällig für Schneeschimmel und Rasenbrand. Verwendung: Hauptgras für fast alle Rasenmischungen, besonders geeignet für strapazierfähige Rasenflächen. Pflege: Benötigt viel Licht und Nährstoffe, liebt Stickstoff; regelmäßiger Schnitt fördert die Ausbreitung der Horste und die Bestandsdichte.

Rot- und Haarblättriger Schwingel – feine Gräser für Zierflächen und Blumenwiesen

Rotschwingel Festuca rubra subsp. commutata

Wuchs: Horstbildendes Gras. Blatt: Fein, sehr langsam wachsend, mit guter Winterfarbe.

Bildet feine Bestände

Eigenschaften: Borstenförmige Blätter bilden sehr feine und dichte Bestände; auch für Halbschatten geeignet; wird von Rasenbrand (einer Pilzkrankheit) befallen. Verwendung: Schönes Gras für Zierrasen; wird auch gerne in Mischungen für Kräuterrasen und Blumenwiesen verwendet. Pflege: Geringe Ansprüche an Nährstoffe und Wasser; bei höherem Anteil verfilzt der Rasen stark, bei stärkerer Beanspruchung geht er zurück.

Rotschwingel

Haarblättriger Schwingel Festuca trichophylla (syn. F. rubra subsp. trichophylla)

Wuchs: Kurz ausläuferbildend. Blatt: Fein, langsam wachsend, mit guter Sommerfarbe.

Sehr dicht wachsend

Eigenschaften: Borstenförmige Blätter bleiben auch bei Trockenheit den ganzen Sommer über schön gefärbt; bildet durch kurze Ausläufer sehr feine Bestände; wird von Rasenbrand und Schneeschimmel befallen. Verwendung: Wichtigstes Gras für Zierrasen; häufig auch in Mischungen für Kräuterrasen und Blumenwiesen. Pflege: Sehr anspruchslos; hat geringe Ansprüche an Nährstoffe und Wasserversorgung.

Gras für den Schatten

Rispengras niedrig (Poa supina) – das beste Gras für den Schatten

Niedriges Rispengras Poa supina

Wuchs: Bildet oberirdische Ausläufer. Blatt: Mittelbreit, langsam wachsend.

Verträgt Beschattung

Eigenschaften: Es ist das beste Gras für den Schatten; dank der oberirdischen Ausläufer ist es konkurrenzfähig; die Blätter sind im Winter heller, beginnen aber im Frühjahr sehr früh zu wachsen; es ist trockenheitsempfindlich. Verwendung: Besonders in Mischungen für schattige und strapazierfähige Rasenflächen; auch für Ziersrasen geeignet, jedoch nicht für Blumenwiesen. Pflege: Benötigt viel Wasser und ausreichend Nährstoffe; die Schnitthöhe im Schatten darf nicht unter 4,5 cm liegen.

Wiesenrispengras (Poa pratensis) – Grundlage eines dichten und robusten Rasens

Wiesenrispengras Poa pratensis

Wuchs: Bildet unterirdische Ausläufer. Blatt: Mittelbreit, wächst sehr langsam.

Keimt sehr zögerlich

Eigenschaften: Durch lange und kräftige Ausläufer bildet es dichte Bestände; es hat viele Sorten; im Winter ist es nur mäßig grün; verträgt Trockenheit, ist jedoch empfindlich gegenüber Staunässe; es wird von Grasrost befallen. Verwendung: In fast allen Rasenmischungen; besonders geeignet für Strapazier-, Zier- und Kräuterrasen. Pflege: Benötigt viel Licht und Nährstoffe; regelmäßiges Mähen fördert die Ausläuferbildung und das Zuwachsen von kahlen Stellen.

Wiesenrispe

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