Steckrübe
Steckrübe (Kohlrübe) – was sie ist, Anbau und Rezepte
Was ist eine Steckrübe: das Gemüse namens Kohlrübe, Wruke oder Bodenkohlrabi

(Brassica napus)
Die Steckrübe ist ein ausgesprochen interessantes Gemüse, und es ist schade, dass sie derzeit ein wenig übersehen wird. Wenn Sie mehr über sie lesen, nehmen Sie sie sicher gern in Ihren Speiseplan auf. Und vielleicht versuchen Sie sogar, sie selbst anzubauen.
Die Steckrübe heißt regional auch Kohlrübe, Wruke oder Bodenkohlrabi. Sie ist eine zweijährige Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler. Zweijährig heißt: Im ersten Jahr wächst die Knolle heran, die gegessen wird, und erst im zweiten Jahr blühen die nicht geernteten Pflanzen und bilden Samen.
Die Steckrübe enthält viele nützliche Stoffe: die Vitamine A, B, C und P, die Mineralstoffe Calcium, Kalium und Schwefel, dazu reichlich Ballaststoffe.
Die Steckrübe zählt zum Kreuzblütlergemüse und ist reich an Glucosinolaten – Stoffen, mit denen sich die Ernährungsforschung beschäftigt.
Steckrübe oder Mairübe? So erkennen Sie den Unterschied
Steckrübe und Mairübe werden oft verwechselt, dabei sind es zwei verschiedene Pflanzen. Die Steckrübe (Brassica napus) hat eine große Knolle mit gelbem Fleisch, oben violett überlaufener Schale und glatten, wachsig bereiften Blättern. Die Mairübe (Brassica rapa) ist kleiner, ihr Fleisch ist meist weiß, die Schale am Scheitel violett oder grün und die Blätter sind rau behaart.
Auch im Anbau unterscheiden sie sich: Die Mairübe reift schnell und wird schon nach sechs bis acht Wochen geerntet, während die Steckrübe die ganze Saison braucht. In der Küche ist die Steckrübe süßer und milder, die Mairübe schärfer und leicht bitter. Die englischen Namen helfen dabei nicht – die Steckrübe heißt swede oder rutabaga, die Mairübe turnip, weshalb Rezeptübersetzungen beides häufig vertauschen. Beide Pflanzen gehören zum Kreuzblütlergemüse ebenso wie Kohlrabi, Kohl oder Wirsing.
Die Steckrübe als Gemüse und als Futter – Geschichte des Anbaus

Dieses Gemüse kennt man schon seit der Antike, in der es nachweislich im Mittelmeerraum angebaut wurde. Wahrscheinlich entstand es durch Kreuzung zweier anderer Kreuzblütler, nämlich des Gemüsekohls und des Rübsens. Interessant ist, dass so berühmte Autoren wie Herodot (antikes Griechenland) oder Plinius der Ältere (antikes Rom) die Steckrübe erwähnen. Sie hatte offenbar wirklich große Bedeutung.
Im Mittelalter verbreitete sich dieses Gemüse in ganz Europa, man schätzte es in Frankreich und in Nordeuropa, unter anderem deshalb, weil es auch in kühlen Regionen gut gedeiht.
Seit dem 18. Jahrhundert wird sie auch in Amerika, wohin sie eingeführt wurde, angebaut – dort allerdings ausschließlich als Futter.
Steckrübe anbauen: Aussaat, Boden und wann man Steckrüben erntet
Steckrüben können Sie im Garten aus Samen ziehen, die ideale Aussaatzeit ist der Mai. Das Beet lässt sich mit einem Vlies vor Frost schützen.
Sobald die Steckrübe aufgelaufen und kräftig genug ist, muss sie pikiert werden, und zwar im Juli. Sie braucht einen Abstand von 40 x 30 cm, also etwa 8 Pflanzen pro Quadratmeter.
Wählen Sie Jungpflanzen, die wirklich gute Qualität haben, also gerade richtig groß, jung und ohne überschüssiges Laub.
Boden für die Steckrübe
Die Steckrübe ist nicht besonders anspruchsvoll. Sie wächst auf lehmig-sandigem, sandig-lehmigem, lehmigem und sogar lehmig-tonigem Boden. Nur reinen Sand oder umgekehrt reinen Ton verträgt sie nicht. Sie braucht ausreichend Wasser und Nährstoffe, verträgt aber keinen frischen Stallmist.
Wann man Steckrüben erntet
Die Steckrübe sollte so lange wie möglich im Boden bleiben, aber nicht bis zu den ersten Frösten. Ernten Sie bei trockenem Wetter und graben Sie die einzelnen Knollen vorsichtig aus, damit sie nicht beschädigt werden – sonst beginnen sie zu faulen.
So lagern Sie Steckrüben
Am besten lagern Sie sie in einer Erdmiete (wie bei ähnlichem Gemüse). Graben Sie für die Steckrüben etwa 10 bis 15 cm tiefe Gruben, schichten Sie die Knollen zu einer Pyramide und decken Sie sie mit Stroh ab.
Kleinere Mengen lagern Sie im Keller, dort muss es aber kühl sein.
Steckrübensamen und Samen der Steckrübe

Wenn Sie eigene Samen gewinnen wollen, lassen Sie ein paar Pflanzen über den Winter im Garten stehen. Die Steckrübe ist recht frosthart und muss nicht eingewintert werden. Im zweiten Jahr blüht sie, und Sie lassen die Samen ausreifen. Daneben sollten Sie kein anderes Kreuzblütlergemüse zur Samengewinnung anbauen, damit sich die Pflanzen nicht gegenseitig bestäuben und kreuzen. Die Samen ernten Sie im September, und zwar bei sonnigem Wetter; Sie können die ganzen Blütenstände abschneiden und an einem geschützten Ort aufhängen, damit die Samen trocknen. Gut ist es auch, jeden Strauß in ein Leinensäckchen zu stecken, damit die Samen nicht auf den Boden rieseln.
Steckrübe Rezepte: Steckrübensuppe und Steckrüben-Pommes
Steckrübensuppe – klassisch auch als Steckrübeneintopf bekannt. Sie brauchen: 1/2 Steckrübe oder eine kleinere ganze, 1 mittelgroße Kartoffel, 1 Karotte, 1/4 Sellerie, ein Stück Lauch oder einige Frühlingszwiebeln, eingelegte grüne Erbsen, ein Stück Butter, 100 ml Sahne, 1 l Brühe, eine Prise Muskatnuss, Salz und zur Deko gebratene Wurst (muss nicht sein).
Steckrübe, Kartoffel, Karotte und Sellerie schälen und würfeln. In der Butter andünsten: den geschnittenen Lauch oder die Frühlingszwiebeln. Dann das übrige Gemüse (ohne Erbsen) dazugeben, salzen, Muskatnuss zufügen und mit Brühe aufgießen. Weich kochen, gegen Ende die eingelegten Erbsen zugeben. Anschließend einen Teil des Gemüses herausnehmen, den Rest pürieren. Das nicht pürierte Gemüse und die Sahne zurückgeben und nach Bedarf abschmecken. Mit gebratener Wurst garniert servieren.
Hervorragend zu dieser Suppe passen hausgemachte Salzstangen. Dafür brauchen Sie: 200 g Mehl, 140 g Fett, 2 EL Essig, eine Prise Salz, 1 TL Paprikapulver, 1 Ei für den Teig, 1 Ei zum Bestreichen sowie Kümmel und Salz zum Bestreuen. So geht es: Das Mehl auf ein Brett sieben, Salz und Paprika zugeben, das Fett einbröseln, das im Essig verquirlte Ei dazugeben und rasch einen Teig kneten. Diesen zu einer Platte ausrollen und mit dem Teigrad in Stangen schneiden. Mit Ei bestreichen, mit Salz und Kümmel bestreuen und im auf 200 °C vorgeheizten Ofen goldgelb backen.
Steckrüben-Pommes – sie gehören zu den beliebten Alternativen zu Kartoffelpommes und sind dazu sehr gesund. Sie brauchen: 1 Steckrübe, 1 EL Öl, Kräuter (Thymian, Rosmarin usw.), eine Prise getrockneten Knoblauch und Salz. So geht es: Die Steckrübe schälen, in etwa 1 cm dicke Scheiben und diese in Stifte schneiden. In gesalzenes kochendes Wasser geben und etwa 5 Minuten garen. Abgießen, in eine Schüssel geben, mit Öl beträufeln, mit Kräutern und Salz bestreuen und durchmischen, damit alles gut überzogen ist. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und bei 220 °C goldbraun backen.


Gemüse düngen
- Sie können ihn in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen streuen.
- Sie können beim Pflanzen einen Teelöffel DÜNGEE unter jede Jungpflanze geben.
- Setzen Sie DÜNGEE als Auszug an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen, oder besprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug (Sie können ihn auch ungesiebt aus der Kanne über die Blätter gießen).
Die Steckrübe wächst im selben Beet wie das übrige Wurzelgemüse, deshalb lohnt sich ein einziger Dünger für den ganzen Garten – wir gehen darauf im Artikel „ Universaldünger“ ein. Ähnliche Ansprüche haben auch Karotten, Sellerie und Rote Bete.
