Kanadische Blutwurzel (Sanguinaria canadensis)
Die Kanadische Blutwurzel (Sanguinaria canadensis) ist eine zarte, schattenliebende Frühjahrsstaude. Ideal für halbschattige Plätze mit humosem, leicht saurem Boden – eine Pflanze für Liebhaber.
Sanguinaria canadensis – die Kanadische Blutwurzel aus der Familie der Mohngewächse
Eine aparte, im Frühjahr blühende Schattenstaude.
Standort: halbschattig bis schattig; humoser, frischer Boden
Wuchshöhe: 20 cm
Blütezeit: April bis Mai
Vermehrung: Aussaat oder Teilung
Von dieser in Kanada heimischen Staude ist nur die eine genannte Art bekannt. Die Pflanze aus der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae) wirkt zerbrechlich und wird leicht verletzt. Aus Rissen und Bruchstellen tritt ein gelbroter, blutähnlicher Saft aus – er enthält das Alkaloid Sanguinarin, ist giftig und gehört weder auf die Haut noch in den Mund. Die zierliche Frühjahrsblüherin wächst am Naturstandort im lichten Schatten benachbarter Gehölze und braucht einen etwas sauren, humosen Boden.
Im April erscheinen gleichzeitig die stark gelappten, oberseits blaugrünen und unterseits leicht silbrigen Blätter sowie auf zarten Stielen die weißen, anemonenähnlichen Blüten. In ihrer Mitte steht ein Schopf orangegelber Staubbeutel. Kurz nach der Samenreife zieht die Pflanze ein und zeigt sich erst im nächsten Frühjahr wieder.
Die winterharte Staude ist wegen ihrer besonderen Standortansprüche eine Pflanze für Liebhaber. Bekommt sie jedoch lichten, warmen Schatten am Gehölzrand und einen leicht sauren Boden, blüht sie Jahr für Jahr prächtig.
In die Nachbarschaft passen Waldlilien (Trillium), Uvularien (Uvularia) oder Farne. Empfehlenswert ist die Teilung der Rhizome im August.
Für den Garten sind diese Sorten interessant:
- ‚Multiplex‘ mit gefüllten weißen Blüten
- ‚Plena‘ mit halbgefüllten weißen Blüten.


