Sternanis (Illicium verum)
Sternanis (Illicium verum) ist ein asiatisches aromatisches Gehölz mit würzigen Früchten. Er wird in der Küche und in der Pharmazie verwendet, einige Arten eignen sich als dekorative Sträucher für das Gewächshaus.
Immergrüne aromatische Bäume und Sträucher
- Standort: bei uns nur im Gewächshaus; humoses, frisches Substrat
- Höhe: 3–5 m
- Blütezeit: März–Mai
- Vermehrung: durch Aussaat und Stecklinge
Etwa 40 Arten der Gattung Sternanis (Illicium) aus der Familie der Sternanisgewächse (Illiciaceae) kommen in Ost- und Südostasien sowie im Südosten Nordamerikas vor. Die immergrünen aromatischen Bäume und Sträucher haben wechselständige, fast quirlförmig gehäufte, einfache, dicke, ledrige Blätter. Die kleinen Blüten erscheinen meist einzeln in den Blattachseln; sie sind rot oder gelb, und ihre zahlreichen Hüllblätter sind nicht differenziert. Die Frucht ist eine ledrige, sternförmige Kapsel. Einige Arten gehören zu den Nutzpflanzen.

Es handelt sich um einen kleinen Baum, der aus Südchina stammt. Er hat lanzettliche, 7–14 cm lange Blätter. Die innen roten und außen rosafarbenen Blüten besitzen kugelförmig geformte Blütenblätter. Echter Sternanis lässt sich bei uns nur in einem warmen Gewächshaus dauerhaft halten, das ausreichend hell und luftig ist.
In Südchina wird der Baum wegen seiner Früchte angebaut, die als Gewürz und in der Pharmazie verwendet werden. Aus den Früchten, Zweigen und Blättern wird Anisöl für die Herstellung von Anislikör gewonnen.
Echter Sternanis gelangte wahrscheinlich Ende des 16. Jahrhunderts nach Europa; bereits im 17. Jahrhundert wurde er in den Niederlanden zum Aromatisieren von Getränken verwendet.
Japanischer Sternanis (Illicium anisatum)
Er ist im Gebiet vom südlichen Japan bis Südkorea verbreitet. Der Strauch oder kleine Baum hat kurz gestielte, elliptische, 5–12 cm lange, glänzende und lebhaft grüne Blätter. Die Zweige sind graubraun, in der Jugend rötlich. Der Strauch blüht im Mai reichlich, jedoch geruchlos.
Die Blüten sind 2,5 cm breit und gelblich-grün. Der Japanische Sternanis ist ähnlich wie die Kamelie nicht winterhart. Südlich der Alpen wird er nicht selten in Parks gepflanzt, bei uns kann er nur in einem kalten Gewächshaus kultiviert werden. Seine Früchte sind giftig und dürfen anders als die des Echten Sternanis nicht als Gewürz verwendet werden. Früchte und Rinde werden zu Räucherwerk verarbeitet.
Illicium floridanum

Er stammt aus dem Südosten Nordamerikas. Der 2 m hohe Strauch hat länglich-lanzettliche, 5–10 cm lange Blätter. Im Mai zeigt er 5 cm breite, karmesin- bis purpurfarben gefärbte, hängende Blüten. Ähnlich wie Illicium anisatum kann er bei uns nur in einem kalten Gewächshaus kultiviert werden.
