Surfinia: Hängepetunien und großblütige Sorten richtig pflegen
Eine gezüchtete Petunie für Blumenampeln und Balkonkästen — Standort, Gießen, Düngen und Entspitzen
Surfinia = Petunie: Worin unterscheiden sich Surfinie und Petunie
(Surfinia)

Surfinia ist der Handelsname für gezüchtete Petunien.
Surfinien (Surfinia) sind Zierpflanzen, die für ihre prächtigen, überhängenden Blütenstände bekannt sind und Blüten hervorbringen, die denen der Petunien ähneln (aus ihnen wurden sie gezüchtet). Surfinien sind Hybridpflanzen, die gezielt dafür gezüchtet wurden, für Blumenampeln, Pflanzgefäße und Kübel geeignet zu sein. Diese Pflanzen sind beliebt für ihre reiche Blüte und ihre Fähigkeit, hängende oder niedrige Gefäße schnell zu bedecken und zu schmücken.
Woran Sie Surfinien erkennen:
Blüten: Surfinien haben große, trichterförmige Blüten, die in verschiedenen Farben erscheinen können, darunter Rosa, Rot, Blau, Violett, Weiß und viele weitere Töne. Die Blüten der Surfinien blühen oft den ganzen Sommer über bis in den Herbst.
Blätter: Die Blätter der Surfinien sind grün und meist kleiner und unauffälliger als die Blüten. Sie dienen vor allem als Hintergrund für die prächtigen Blüten.
Wuchsform: Surfinien haben eine überhängende Wuchsform, das heißt, die Triebe wachsen nach unten und bilden einen dichten Teppich aus Blüten. Diese Wuchsform ist ideal für Blumenampeln, Pflanzgefäße und Balkonkästen.
Pflege: Surfinien brauchen regelmäßige Wassergaben, einen leicht feuchten Boden, Düngung während der Wachstumszeit und das Entfernen verwelkter Blüten, was neue Blütenstände fördert. Sie sind gegen viele Krankheiten und Schädlinge widerstandsfähig.
Sonne: Surfinien brauchen für eine optimale Blüte meist einen sonnigen bis halbschattigen Platz, manche Sorten vertragen aber auch Schatten besser.
Surfinien sind sehr beliebte Zierpflanzen für die Bepflanzung von Balkon und Blumenampel, und sie werden häufig auch als Sommerblumen kultiviert. Sie sind in vielen verschiedenen Sorten und Farbvarianten erhältlich, was unterschiedlichste Wirkungen und Kombinationen im Garten oder auf der Terrasse ermöglicht.

Worin unterscheiden sich Surfinien und Petunien also? Botanisch überhaupt nicht — Surfinia ist eine eingetragene Handelsmarke für eine Gruppe von Petunien-Hybriden. Der Unterschied liegt darin, wie sich die Pflanzen vermehren und wie sie wachsen. Klassische Petunien werden üblicherweise aus Samen gezogen und wachsen eher aufrecht oder nur leicht überhängend. Surfinien vermehren sich ausschließlich vegetativ, über Stecklinge, sodass jede Pflanze eine getreue Kopie der Muttersorte ist: dieselbe Blütenfarbe, gleich lange Triebe und deutlich mehr Wuchskraft. Deshalb werden Surfinien bereits als vorgezogene Jungpflanzen verkauft und sind teurer als Petunien aus der Samentüte.
In dieselbe Gesellschaft auf dem Balkon passen auch andere sommerblühende Arten — Pelargonien, Lobelien, Verbenen, Fuchsien oder Begonien.
Surfinien anbauen Schritt für Schritt: Standort, Gießen und Düngen

Surfinien zu kultivieren ist verhältnismäßig einfach, wenn Sie die Grundregeln für die Pflege dieser schönen Blühpflanzen einhalten. Unsere Anleitung führt Sie Schritt für Schritt durch die Geheimnisse ihrer Kultur:
Den richtigen Standort wählen: Surfinien brauchen einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit ausreichend Licht. Ideal ist ein Ort, an dem sie täglich mindestens 6 Stunden Sonne bekommen.
Boden/Substrat: Verwenden Sie gute Gartenerde mit guter Durchlässigkeit. Ein gut durchlässiger Boden ist wichtig, damit die Wurzeln der Surfinien nicht in Staunässe stehen und dann anfällig für Fäulnis werden.
Gießen: Surfinien brauchen regelmäßige Wassergaben, es ist aber wichtig, den Boden nicht in Staunässe geraten zu lassen. Gießen Sie morgens oder abends, damit die Blätter nicht von der Sonne verbrannt werden.
Düngen: Surfinien brauchen regelmäßige Düngung, damit sie üppig weiterblühen. Verwenden Sie einen Flüssigdünger für Blühpflanzen oder einen Universaldünger, gegebenenfalls einen Naturdünger wie DÜNGEE, und wenden Sie ihn nach der Anleitung auf der Verpackung an. Gedüngt wird üblicherweise ein- bis zweimal im Monat während der Wachstumszeit.
Verwelkte Blüten entfernen: Entfernen Sie regelmäßig verwelkte oder verblühte Blüten. Diese Maßnahme fördert eine neue Blüte und hält die Pflanzen ansehnlich.
Schnitt und Formen: Surfinien können Sie bei Bedarf einkürzen und in Form bringen, damit sie kompakter und dichter wachsen. Das ist besonders nützlich, wenn Sie Surfinien in Blumenampeln oder Gefäßen kultivieren.
Blumenampeln und Gefäße: Surfinien sind ideal für Blumenampeln, Gefäße und Balkonkästen. Sie wirken am besten, wenn sie ihren überhängenden Effekt natürlich entfalten können. Achten Sie darauf, dass hängende Gefäße genügend Abzugslöcher haben, damit keine Staunässe entsteht.
Pflege im Winter: Surfinien werden häufig als Sommerblumen kultiviert, also nur für eine Saison. Wenn Sie versuchen möchten, sie über den Winter zu bringen, sollten Sie sie ins Haus holen oder bei Bedarf vor Frost schützen.
Schnitt im Frühjahr: Im Frühjahr können Sie überwinterte Surfinien leicht zurückschneiden, um neues Wachstum und neue Blüten anzuregen.
Wenn Sie diese Hinweise befolgen, sollten Sie gesunde und schöne Surfinien mit reicher Blüte über die ganze Saison ziehen können.
Wie oft muss man Surfinien gießen?
Im Hochsommer praktisch jeden Tag, an heißen Tagen auch zweimal täglich — morgens und abends. Surfinien haben im Verhältnis zum Topfvolumen eine riesige Blattfläche, sodass der Balkonkasten binnen weniger Stunden austrocknet. Die zuverlässige Probe ist der Finger: Ist das Substrat zwei Zentimeter unter der Oberfläche trocken, wird gegossen. Das Wasser wird an die Wurzeln gegeben, nicht auf die Blüten, die nach dem Nasswerden verkleben und braun werden. Überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer nach einer halben Stunde abgießen — Surfinien vertragen Trockenheit besser als dauernd nasse Wurzeln. Im Frühjahr und im Herbst genügt eine Wassergabe alle zwei bis drei Tage. Mehr zu den Grundsätzen des richtigen Gießens finden Sie im Artikel Bewässerung.
Großblütige Surfinie (Surfinia hybrida): aufrechter Wuchs und reiche Blüte

Die großblütige Surfinie (Surfinia hybrida, Handelsname auch Surfinia Doble) ist eine Hybridsorte der Surfinien, die sich durch mehrere typische Merkmale auszeichnet:
Große Blüten: Wie der Name andeutet, hat die großblütige Surfinie große, trichterförmige Blüten, die auffällig und attraktiv sind. Diese Blüten können eine breite Farbpalette haben, darunter Rosa, Rot, Violett, Blau, Weiß und weitere Töne.
Aufrechter Wuchs: Anders als andere Surfinien hat die großblütige Surfinie eine aufrechte Wuchsform. Sie ist ideal für Ampeln, Gefäße und Balkonkästen, in denen kein Überhang erwünscht ist. Dank des aufrechten Wuchses droht auch nicht, dass das Gefäß mit der Pflanze umkippt.
Reiche Blüte: Die großblütige Surfinie ist für ihre reiche Blüte beliebt, denn sie blüht vom Frühjahr bis in den Herbst. Die Blüten erscheinen laufend nach und bilden eine attraktive Fülle.
Ansprüche an die Pflege: Die Kultur der großblütigen Surfinie verlangt in der Regel regelmäßiges Gießen, Düngen und das Entfernen verblühter Blüten. Sie ist bei der Pflege verhältnismäßig anspruchslos, was sie zu einer beliebten Wahl für Hobby- und Berufsgärtner macht.
Für draußen und drinnen geeignet: Die großblütige Surfinie lässt sich sowohl draußen als auch drinnen kultivieren. Im Freien wird sie oft zum Schmücken von Balkonen, Terrassen und Gärten verwendet, drinnen kann sie als Zimmerpflanze an einem gut beleuchteten Platz gezogen werden.
Die großblütige Surfinie ist eine attraktive und reich blühende Pflanze, die Schönheit und Farbe in Gärten, auf Terrassen und in weitere Räume drinnen wie draußen bringt. Sie ist in verschiedenen Sorten und Farbvarianten erhältlich, was unterschiedlichste Blumenkompositionen und Arrangements ermöglicht.
Hängende Surfinie (Surfinia pendula): Kultur in Blumenampeln

Die hängende Surfinie (Surfinia pendula) ist eine der Surfinien-Sorten, die sich durch überhängende Triebe und reiche Blüte auszeichnet. Diese Pflanze ist für Blumenampeln, Balkonkästen und Pflanzgefäße im Freien sehr beliebt, denn ihre überhängenden Triebe erzeugen einen dekorativen Effekt, und die unzählige Menge an Blüten bringt Farbe in Gartenarrangements.
Aussehen der hängenden Surfinie:
Blätter: Die Blätter der hängenden Surfinie sind meist dunkelgrün und mittelgroß. Ihr wichtigstes Schmuckelement sind allerdings die Blüten, sodass die Blätter eher als Hintergrund dienen.
Blüten: Die hängende Surfinie bringt reiche Blütenstände mit trichterförmigen Blüten in verschiedenen Farben hervor. Diese Blüten können je nach Sorte rosa, rot, violett, blau, weiß oder in anderen Tönen sein.
Wuchsform: Das typische Merkmal der hängenden Surfinie ist ihre überhängende Wuchsform. Ihre Triebe wachsen nach unten und bilden eine Kaskade aus Blüten, was sie zur idealen Wahl für hängende Gefäße und Ampeln macht.
Kultur der hängenden Surfinie:
Standort: Die hängende Surfinie braucht einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Ihre Triebe wirken am dekorativsten, wenn sie genügend Sonnenlicht bekommen.
Boden: Verwenden Sie gut durchlässige Gartenerde, die das Wasser rasch ableitet. Sinnvoll ist außerdem, vor dem Pflanzen organischen Dünger in den Boden einzuarbeiten.
Gießen: Surfinien brauchen regelmäßige Wassergaben. Halten Sie den Boden leicht feucht, aber ohne Staunässe. Gießen Sie morgens oder abends, damit die Blätter nicht von der Sonne verbrannt werden.
Düngen: Geben Sie einen Dünger für Blühpflanzen oder einen Universaldünger nach der Empfehlung auf dem Etikett. Düngen Sie regelmäßig während der Wachstumszeit.
Verblühte Blüten entfernen: Entfernen Sie regelmäßig verblühte Blüten, das fördert eine neue Blüte und hält die Pflanzen ansehnlich.
Pflege im Winter: Die hängende Surfinie wird üblicherweise als Sommerblume kultiviert. Wenn Sie sie über den Winter bringen möchten, sollten Sie sie vor Frost schützen oder an einen warmen Ort stellen.
Schnitt: Schneiden Sie bei Bedarf im Frühjahr leicht zurück, um neues Wachstum und neue Blüten anzuregen.
Hängende Surfinien sind schöne Pflanzen, die schnell reich bewachsene und attraktive Blumenampeln und Gefäße schaffen können. Probieren Sie diese Blumen gleich in dieser Saison aus, und Sie werden den Unterschied im Erscheinungsbild Ihres Gartens und Hauses sehen.
Surfinien entspitzen: wie aus der Pflanze eine Kugel statt ein paar langer Schnüre wird
Die Surfinie treibt von allein einige lange Triebe, die an der Basis nach und nach verkahlen. Das Entspitzen ist deshalb der wichtigste Eingriff der ganzen Saison. Zum ersten Mal wird gleich nach dem Pflanzen entspitzt: Jeder Trieb wird über dem dritten bis vierten Blattpaar eingekürzt, damit sich die Pflanze verzweigt. Danach genügt es, alle drei bis vier Wochen die längsten Triebe um etwa ein Drittel einzukürzen — nie alle auf einmal, sonst hört die Ampel für zwei Wochen auf zu blühen.
- entspitzt wird über einem Blattpaar, nicht mitten in den kahlen Stängel
- verkahlte und vertrocknete Triebe werden an der Basis der Pflanze entfernt
- nach jedem größeren Rückschnitt wird nachgedüngt, damit die Pflanze wieder austreiben kann
- verblühte Blüten werden samt Samenkapsel abgeknipst, sonst legt die Pflanze Samen an statt neuer Knospen
Die häufigsten Probleme der Surfinien: gelbe Blätter, Mehltau und Blattläuse
Gelb werdende Blätter mit hellen Streifen zwischen den grünen Blattadern sind bei Surfinien mit Abstand das häufigste Problem, und es handelt sich um eine Chlorose durch Eisenmangel. Sie tritt vor allem beim Gießen mit hartem Wasser auf, wenn das Substrat alkalisch reagiert und die Pflanze nicht an das Eisen kommt, obwohl es im Boden vorhanden ist. Es hilft abgestandenes oder Regenwasser sowie ein Dünger, der Eisen in Chelatform enthält.
Echter Mehltau zeigt sich als weißer, mehliger Belag auf den Blättern, meist in der zweiten Sommerhälfte, wenn die Pflanzen dicht gedrängt stehen und schlecht abtrocknen. Befallene Blätter werden entfernt und der Bestand ausgelichtet; bei stärkerem Auftreten hilft ein übliches Fungizid gegen Echten Mehltau. Die Vorbeugung ist einfach — an die Wurzeln gießen, nicht auf die Blätter, und zwischen den Pflanzen Platz für die Luftbewegung lassen.
Blattläuse sitzen an den Spitzen junger Triebe und auf der Blattunterseite; Sie erkennen sie am klebrigen Honigtau. Schwachen Befall spült ein Wasserstrahl oder eine Schmierseifenlösung ab, bei stärkerem helfen ökologische Spritzmittel aus dem Gartenfachhandel. Eine Pflanze, die nicht blüht, aber üppig wächst, bedeutet umgekehrt meist einen Stickstoffüberschuss — wechseln Sie zu einem Dünger mit höherem Kalium- und Phosphoranteil.
Balkon- und Zierpflanzen düngen
Surfinien gehören zu den nährstoffhungrigsten Balkonpflanzen — sie blühen ununterbrochen von Mai bis zum Frost, und alles, was sie verbrauchen, müssen sie über das Gießwasser bekommen. Der natürliche organische Dünger DÜNGEE lässt sich auf zwei Arten anwenden:
- Sie können ihn in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen ausstreuen.
- Setzen Sie DÜNGEE als Auszug an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen, oder besprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug.
Für Balkonkästen und Blumenampeln bewährt sich eine Kombination: im Frühjahr beim Pflanzen den Dünger ins Substrat einarbeiten und ab Juni etwa alle zwei Wochen über das Gießwasser nachdüngen. Einzelheiten zur Dosierung finden Sie beim Universaldünger, ein ähnliches Vorgehen beschreiben wir auch beim Dünger für Geranien. Das gesamte Angebot an Gebinden finden Sie im DÜNGEE-Katalog.
