Weihnachtskaktus
Schlumbergera: pflegen, umtopfen und vermehren, damit sie zu Weihnachten blüht

Der Weihnachtskaktus gehört zu den Pflanzen, die uns traditionell dabei helfen, zu den Weihnachtsfeiertagen eine angenehme festliche Stimmung zu schaffen.
Manchmal kommt es allerdings vor, dass er statt zu Weihnachten etwas früher oder erst im Frühjahr aufblüht. Woran liegt das? Sehr wahrscheinlich ist der Kaktus, den Sie haben, gar kein Weihnachtskaktus, auch wenn er auf den ersten Blick so aussieht.
Schlumbergera (früher Zygocactus)
Epiphytische Sträucher, aus denen der „Weihnachtskaktus“ gezüchtet wurde.
Standort: warmer Platz am Fenster mit hoher Luftfeuchtigkeit.
Höhe: bei den Wildarten 1 m, gärtnerische Züchtungen kleiner.
Blütezeit: Spätherbst und Winter.
Vermehrung: Stecklinge.
Die Gattung gehört zur Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Ursprünglich kam sie in den feuchten tropischen Regenwäldern Brasiliens vor. Bei der Pflege gilt es, die Bedingungen des Naturstandorts so gut wie möglich nachzubilden. Am besten eignet sich ein fast reines Humussubstrat mit einem Zusatz von Torfmoos, das ständig feucht gehalten werden muss. Auch die Luft muss feucht und dauerhaft warm sein, selbst im Winter.
Den Blütenansatz fördert eine kurzzeitige Verringerung von Wasser- und Wärmezufuhr im August. Ab September erhöhen wir Wassermenge und Temperatur wieder. Über den Zeitpunkt der Temperatursenkung und des Abtrocknens lässt sich die Blütezeit ein Stück weit steuern; sie setzt etwa 3 Monate nach dieser Ruhephase ein. Sobald sich Knospen zeigen, gießen wir mehr und düngen alle zwei Wochen. Gelegentlich darf man besprühen, aber Vorsicht mit den Blüten. Nach der Blüte folgt erneut eine kurze Ruhezeit.
Reine Arten werden kaum noch kultiviert, obwohl sie durchaus zu empfehlen sind, etwa die Art Schlumbergera orssichiana, erst 1978 beschrieben, mit großen, dicken und glänzend grünen Sprossgliedern. Die zygomorphen Blüten sind groß, bis 9 cm lang, außen hell karminrot und innen fast weiß. Aufgepfropft (zum Beispiel auf die Arten Selenicereus oder Hylocereus) macht die Art keinerlei Schwierigkeiten und blüht willig, und zwar bis zu dreimal im Jahr.
Von dieser Art wie auch von S. truncata („Weihnachtskaktus“) und S. bridgesii gibt es im Handel fast nur noch Hybriden, die sich durchweg durch eine üppige Blütenpracht in Weiß, Rosa bis Violett auszeichnen.
Am besten gedeiht sie an einem hellen bis halbschattigen Platz am Fenster, über den Sommer darf die Pflanze auch ins Freie. In der Ruhezeit halten wir sie bei 12–15 °C.
Vermehrt wird über Stecklinge mit mehreren Gliedern, bei einer Substrattemperatur von etwa 20 °C. Vor dem Stecken müssen die Stecklinge abtrocknen. An einem kühlen und feuchten Standort können die Wurzeln faulen.
Weihnachtskaktus

In verschiedenen Ländern begegnet er uns unter den unterschiedlichsten Namen: Weihnachtskaktus, Thanksgiving-Kaktus, Krabbenkaktus, Pfingstkaktus, Klauenkaktus, Zygokaktus, Gliederkaktus oder Maiblume (Flor de Maio).
Die Wahrheit ist aber, dass die meisten Leute nur glauben, es handle sich um einen Weihnachtskaktus. Beim Unterscheiden herrscht ziemliches Durcheinander.
Man könnte sie Festtagskakteen nennen, und zwar nach den Festen, zu denen sie blühen. Der bekannteste, und der, um den es uns hier geht, ist der zu Weihnachten blühende Weihnachtskaktus. Ein weiterer, der etwas früher blüht, nämlich zum Ende des Herbstes, ist der Thanksgiving-Kaktus. Und der im Frühjahr blühende Kaktus wird als Osterkaktus bezeichnet. Diese Kakteen sehen einander ähnlich, was leicht zu Verwechslungen führt, und haben auch ähnliche Wuchsgewohnheiten und Pflegeansprüche.
Weihnachtskaktus – Schlumbergera

Die Schlumbergera (lateinisch Schlumbergera ) gehört zur Familie Cactaceae. Es ist eine Gattung tropischer Kakteen mit ursprünglicher Heimat in den tropischen Regenwäldern Südamerikas. In ihrer Heimat wachsen sie auf Bäumen oder Felsen. Ihre Triebe bestehen aus blattpolsterartigen Gliedern, die aneinandergereiht sind.
Die erste Art wurde beschrieben anhand von Exemplaren aus dem Royal Botanic Garden Kew im Südwesten Londons im Jahr 1819, damals unter dem Namen Epiphyllum truncatum. Im Jahr 1839 wurde das damalige Epiphyllum russellianum eingeführt, und W. Buckley begann, diese beiden Arten miteinander zu kreuzen. Das Jahr 1852 war das Jahr, in dem er sie der Öffentlichkeit vorstellte, und ab 1860 stand bereits eine Reihe von Sorten in verschiedenen Formen und Farben zur Verfügung. 1980 begann die Kreuzung mit der neuen, 1976 entdeckten Art Schlumbergera orssichiana. Das war die Grundlage für die heutigen modernen Sorten, denen wir auch jetzt noch begegnen.
Weihnachtskaktus – Sorten und Arten: die Gruppen Truncata und Buckleyi
Weihnachts-, Oster- und Thanksgiving-Kaktus werden allgemein als Zygokakteen bezeichnet, was in Wirklichkeit keine Gattung ist, sondern eine gemeinsame Sammelbezeichnung. Der Weihnachtskaktus und der Thanksgiving-Kaktus gehören zur Gattung Schlumbergera. Sie haben unterschiedliche Glieder, aber gleich gebaute Blüten.
Die Blüten erscheinen aus Areolen an den Gelenken und Spitzen der Triebe. Sie bilden das einzigartige Bild einer „doppelten Blüte“ in Röhrenform. Die „äußere“ Blüte besteht aus kürzeren Blättern, die sich nahe der Blütenbasis nach hinten biegen. Die „innere“ Blüte entsteht weiter oben, in der Nähe der Staubblätter. Staubblätter und Narbe bilden Säulchen und ragen aus der Blüte heraus. Es gibt weiße, rosa, gelbe, orange, rote und violette Blüten, die unter passenden Bedingungen je nach Sorte ein bis zwei Monate blühen können.
Der Osterkaktus gehörte ursprünglich zur Gattung Rhipsalidopsis beziehungsweise Hatiora (Hatiora gaertneri). Manche Autoren führen ihn heute in derselben Gattung wie die beiden vorigen, dann unter dem Artnamen Schlumbergera gaertneri; die oft genannte Schlumbergera russelliana ist dagegen eine eigenständige Art und nicht der Osterkaktus. Gegenüber den beiden vorigen hat er glattere Gliedränder ohne Zähne. Die flachen, sternförmigen Blüten mit einzeln stehenden Blütenblättern und nur einer Reihe von Staubblättern lassen sich leicht von den langgestreckten Blüten der vorigen Kakteen unterscheiden. Außerdem braucht er eine deutlich längere Kühlperiode, um Blütenknospen anzulegen.
Die botanischen Namen und die Zuordnung zu den einzelnen Gattungen ändern sich auf Grundlage neuer Genstudien ständig. Derzeit gibt es rund 300 Hybridsorten der festlichen Zygokakteen.
Die Gattung Schlumbergera lässt sich in zwei Hauptgruppen einteilen:
- Truncata: hat blattpolsterartige Sprossglieder mit gleichsam spitzen Zähnen. Die Blüten stehen waagerecht und haben gelben Pollen. Sie blühen in der Regel früher als die Mitglieder der Gruppe Buckleyi, und obwohl die geläufigen Namen nicht konsequent verwendet werden, lassen sie sich als Thanksgiving-Kaktus (Schlumbergera truncata ), Krabbenkaktus oder Klauenkaktus bezeichnen
- Buckleyi die blattpolsterartigen Sprossglieder sind abgerundet und gleichmäßiger. Die Blüten sind symmetrisch, regelmäßig und hängen nach unten. Ihr Pollen ist rosa. Sie blühen in der Regel später als die Mitglieder der Gruppe Truncata. Hierher gehört auch der Weihnachtskaktus ( Schlumbergera bridgesii )

Unterschiede in der Gliederform. Oben der Trieb des Weihnachtskaktus (Schlumbergera Buckleyi), unten der Trieb des Thanksgiving-Kaktus(Schlumbergera Truncata)
Weihnachtskaktus (Schlumbergera bridgesii)


Thanksgiving-Kaktus (Schlumbergera truncata)




Schlumbergera, Sorte BRISTOL QUEEN

Schlumbergera truncata, Sorte GOLD CHARM

Querschnitt durch die Blüte

Osterkaktus (Rhipsalidopsis gaertneri): worin er sich unterscheidet







Rosa Blüte von Hatiora graeseri
Weihnachtskaktus – Pflege und Standort: Licht, Temperatur und Gießen
Nachdem wir geklärt haben, welcher Kaktus welcher ist, können wir uns der Pflege des Weihnachtskaktus zuwenden.
Die Schlumbergera mag helle Plätze im Halbschatten. Sie verträgt keine Zugluft, denken Sie also bei der Wahl des Platzes für Ihren Weihnachtskaktus daran. Sie mag es eher feucht, wobei Sie mit dem Besprühen der Pflanze nachhelfen können. Eine Tagestemperatur von 21 °C und nachts 15 bis 18 °C sind ideal.
Den Weihnachtskaktus können Sie im Sommer nach draußen stellen. Wenn er genug Licht bekommt, aber nicht in der prallen Sonne steht, verträgt er auch höhere Sommertemperaturen. Er braucht häufiges Gießen im Frühjahr und Sommer, etwa 1× pro Woche. Gießen Sie ihn in den Untersetzer unter dem Topf, wenn das Substrat abgetrocknet ist, und schütten Sie überschüssiges Wasser weg. So vermeiden Sie Probleme mit faulenden Wurzeln.
Gut geeignet ist ein Guss aus einem Auszug von DÜNGEE, einem natürlichen, ausgewogenen organischen Dünger. Er liefert die Nährstoffe, die Pflanzen für ein gesundes Wachstum und gutes Gedeihen brauchen.

Quelle: wikimedia.org Autoren: Peter coxhead, Lukáš Mižoch, Maja Dumat, Tangopaso
Farbvariationen der Blüten
Wie oft den Weihnachtskaktus gießen
Die Schlumbergera ist kein Wüstenkaktus, sondern ein Epiphyt aus den brasilianischen Regenwäldern. Deshalb verträgt sie weder einen ausgetrockneten Ballen noch stehendes Wasser im Untersetzer. Das Gießen richtet sich nach der Jahreszeit:
- Frühjahr und Sommer (Wachstum): etwa 1× pro Woche, sobald die oberen 2–3 cm des Substrats abgetrocknet sind.
- Herbst (Ruhezeit vor der Blüte): 1× alle 10 bis 14 Tage, nur damit der Ballen nicht völlig austrocknet.
- Während der Blüte: regelmäßig und mäßig – sowohl Austrocknen als auch Staunässe lassen in dieser Zeit die Knospen abfallen.
- Winter nach der Blüte: 1× alle zwei bis drei Wochen.
Verwenden Sie abgestandenes Wasser mit Zimmertemperatur, am besten weiches. Überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer schütten Sie spätestens nach einer halben Stunde weg. Trockene Luft über der Heizung stört die Pflanze mehr als ein gelegentlich vergessener Guss – es hilft ein Untersetzer mit feuchtem Blähton oder gelegentliches Besprühen an den Blüten vorbei.
Weihnachtskaktus düngen: womit man den Weihnachtskaktus düngt
Natürlicher Dünger: DÜNGEE als Dünger für den Weihnachtskaktus

Jede Pflanze, besonders eine im Topf kultivierte, braucht eine regelmäßige Nährstoffzufuhr. Das Düngen ist deshalb ein unverzichtbarer Teil der Pflege auch bei der Schlumbergera. Wichtig ist allerdings das richtige Timing der Düngung, damit sie den gewünschten Effekt bringt. Üblich ist es, von April bis Oktober, also während der Vegetationszeit, 1× im Monat zu düngen. Ideal ist ein Guss aus einem Auszug von DÜNGEE. Damit versorgen Sie die Pflanze zugleich mit Wasser.
Die ausgewogene Nährstoffzufuhr aus DÜNGEE fördert nicht nur gesundes Wachstum, sondern auch die natürliche Widerstandsfähigkeit des Weihnachtskaktus und seine reiche Blüte. Wie der Auszug angesetzt und in welchem Verhältnis er verdünnt wird, lesen Sie im Artikel Wie man den Dünger DÜNGEE anwendet. Unsere Erfahrung zeigt: Das hält Ihre Pflanze in Bestform, fördert die Bildung zahlreicher Knospen und am Ende eine wunderschöne Blüte zu Weihnachten und darüber hinaus.

Was braucht es außer guter Düngung, damit Ihnen der Weihnachtskaktus mit seinen Blüten über die Feiertage Freude macht? Eigentlich nichts Aufwendiges, solange Sie neben der richtigen Wassergabe die nötigen Licht- und Temperaturbedingungen einhalten.
Wenn der Herbst kommt und die Temperaturen allmählich sinken, lassen Sie die Schlumbergera so lange wie möglich draußen, bis die Temperaturen unter 10 °C fallen. Damit fördern Sie die Bildung von Blütenknospen, denn ausgelöst wird ihre Blüte gerade durch niedrigere Nachttemperaturen und die länger werdenden Herbstnächte. Sobald die Temperaturen unter 10 °C sinken, stellen Sie Ihre Pflanze ins Haus.
Damit sie über die Weihnachtsfeiertage blüht, stellen Sie sie in einen dunkleren und kühlen Raum für 6 – 8 Wochen vor dem Fest. Die ideale Temperatur für diese vegetative Ruhephase liegt bei 10 – 12 °C. In dieser Zeit braucht sie 12 Stunden völlige Dunkelheit. Wenn Sie keine passenden dunklen Räume haben, können Sie sich zum Abdunkeln mit einem Karton behelfen, mit dem Sie den Weihnachtskaktus für die nötige Zeit tagsüber abdecken.
In dieser Zeit ist kein intensives Gießen nötig. Wasser bekommt die Schlumbergera in dieser Phase erst, wenn die obere Substratschicht trocken ist.
Nachdem sich die Blütenknospen gebildet haben, stellen Sie die Pflanze an einen helleren Standort, damit sie zu blühen beginnt. Vermeiden Sie jedoch einen Platz in der Nähe einer Wärmequelle, damit Knospen und Blüten nicht abfallen.
Weihnachtskaktus umtopfen: wann umtopfen und welche Erde
Der Weihnachtskaktus mag das Umtopfen nicht und blüht in einem engen Wurzelballen williger als in einem großen Gefäß. Zu einem neuen Topf zu greifen lohnt sich also erst, wenn die Wurzeln aus den Abzugslöchern wachsen oder das Substrat nach Jahren zusammengesackt und sauer geworden ist.
- Wann umtopfen: nach der Blüte, etwa von Februar bis April. Niemals in dem Moment, in dem die Pflanze Knospen trägt – sie wirft sie ab.
- Wie oft: junge Pflanzen alle zwei Jahre, ältere Horste ruhig erst nach drei bis vier Jahren.
- Topf: nur 2 bis 3 cm breiter als der bisherige, eher flach und immer mit Abzugslöchern.
Ideal ist ein durchlässiges, leicht saures Substrat mit einem pH-Wert um 5,5 bis 6,5. Bewährt hat sich eine Mischung aus zwei Teilen Erde für Zimmerpflanzen, einem Teil grobem Sand oder Perlit und einem Teil zerkleinerter Rinde oder Kokosfaser. Fertigsubstrat für Kakteen und Sukkulenten ist für die Schlumbergera für sich genommen zu mager und zu sandig – sie ist ein Epiphyt, der in der Natur im Humus in Astgabeln wächst, nicht in der Wüste.
Klopfen Sie die Pflanze beim Umtopfen vorsichtig heraus, schütteln Sie die alte Erde ab und entfernen Sie weiche oder braun gewordene Wurzeln. Setzen Sie sie genauso tief ein wie vorher und gießen Sie die ersten zwei bis drei Tage nicht, damit die Verletzungen verheilen. Die nächste Nährstoffgabe folgt erst nach zwei bis drei Wochen, wenn die Pflanze angewurzelt ist.
Weihnachtskaktus vermehren: wie man ihn aus Stecklingen zieht

Nach der Blüte der letzten Blüten kürzen Sie die Triebenden ein. Damit fördern Sie weiteres Wachstum und die Verzweigung der Schlumbergera. Aus den Stecklingen können Sie neue Pflanzen ziehen, die Ihnen oder Ihren Bekannten Freude machen. Die Vermehrung ist nicht aufwendig. Wie geht das? Bereiten Sie zunächst einen passenden Topf mit nährstoffreicher und durchlässiger Erde vor.
Wir empfehlen, das Substrat mit 1 Teelöffel DÜNGEE anzureichern und das Ganze zu durchmischen. Schneiden Sie etwa 3 Glieder ab – die blattpolsterartigen Sprossglieder. Zum besseren Anwurzeln können Sie ein Bewurzelungsmittel verwenden. Anschließend stecken Sie den Steckling etwa bis zu 1/3 seiner Länge ins Substrat und gießen ihn kräftig an. Vergessen Sie nicht, überschüssiges Wasser wegzuschütten. Stellen Sie den jungen Setzling an einen ausreichend hellen Platz, aber ohne direkte Sonneneinstrahlung.
Höhere Temperaturen von 21 – 27 °C bei langem Tag und kurzer Nacht beschleunigen das Anwurzeln. Die weitere Pflege ist dieselbe wie bei einem ausgewachsenen Weihnachtskaktus. Nach 4 – 6 Wochen sollten die Stecklinge bewurzelt sein, und die neuen Pflanzen können Ihnen oder Ihren Bekannten Freude machen.
Schlaffer Weihnachtskaktus, weiche Blätter und warum er nicht blüht
Die meisten Probleme mit der Schlumbergera haben einen gemeinsamen Nenner: die Wurzeln. Bevor Sie zu Dünger oder einem Mittel greifen, klopfen Sie die Pflanze aus dem Topf und schauen Sie sich den Wurzelballen an.
Schlaffer Weihnachtskaktus und weiche Blätter
Schlaffe, weiche und hängende Glieder bedeuten nicht automatisch Wassermangel – in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle ist es umgekehrt. Dauerhaft nasses Substrat, Kälte und im Untersetzer stehendes Wasser führen zu Wurzelfäule; die Pflanze nimmt dann kein Wasser mehr auf und sieht aus wie vertrocknet. Unterscheiden lässt sich das leicht: Bei Staunässe ist der Ballen schwer und die unteren Glieder sind am Boden bräunlich und glasig, bei echter Trockenheit ist der Ballen leicht und von der Topfwand abgelöst.
Die Lösung ist dieselbe wie die erste Hilfe beim Umtopfen: herausklopfen, weiche Wurzeln entfernen, in frisches durchlässiges Substrat setzen und eine Woche nicht gießen. Stellen Sie die Pflanze an einen hellen Platz ohne direkte Sonne und lassen Sie sie sich erholen.
Weihnachtskaktus hat rote oder violette Blätter
Eine rötliche bis violette Färbung der Glieder ist eine Stressreaktion. Am häufigsten steckt zu grelle direkte Sonne dahinter, Kälte unter 10 °C oder ein erschöpftes Substrat, in dem Phosphor fehlt. Stellen Sie die Pflanze aus der Mittagssonne an einen hellen, aber diffus beleuchteten Platz und düngen Sie sie ab April regelmäßig. Die Farbe gleicht sich innerhalb weniger Wochen wieder an.
Warum der Weihnachtskaktus nicht blüht
Die Blüte lösen kurze Tage und Kühle gemeinsam aus. Fehlt eines von beiden, wächst die Pflanze weiter, legt aber keine Knospen an. Die häufigsten Ursachen:
- Es fehlt die Dunkelperiode. Sechs bis acht Wochen vor der gewünschten Blüte braucht er täglich 12 Stunden völlige Dunkelheit und eine Temperatur um 10 bis 15 °C.
- Künstliches Licht am Abend. Schon eine eingeschaltete Lampe im Zimmer kann das Kurztagssignal aufheben – deshalb wird die Pflanze nachts mit einem Karton abgedeckt.
- Wärme von der Heizung. Die Fensterbank über dem Heizkörper ist zur Zeit der Knospenbildung der denkbar schlechteste Platz.
- Überdüngung mit Stickstoff. Die Pflanze treibt Blätter statt Blüten. In der Ruhezeit wird gar nicht gedüngt.
- Frisches Umtopfen. In einem zu großen Topf und in frischem Substrat investiert die Pflanze in die Wurzeln.
Weihnachtskaktus verliert Blätter und wirft Knospen ab
Eine Pflanze mit Knospen reagiert empfindlich auf jede Veränderung. Die Knospen wirft sie ab nach dem Umstellen an ein anderes Fenster, nach dem Drehen des Topfes, wegen Zugluft aus einem gelüfteten Zimmer, wegen trockener Luft über der Heizung und wegen schwankender Wassergaben. Sobald sich die ersten Knospen zeigen, lassen Sie den Kaktus an einem Platz stehen und gießen Sie regelmäßig. Ähnlich empfindlich beim Umstellen ist auch die Amaryllis, die zur selben Jahreszeit blüht.
Wissenswertes über Weihnachtskakteen
Wussten Sie schon, dass …

… die Blüten der Schlumbergera auf die Bestäubung durch Kolibris ausgelegt sind.
… der Weihnachtskaktus das Umtopfen nicht besonders mag. Er hat es gern, wenn seine Wurzeln im Topf leicht zusammengedrängt sind.
… ein Rückschnitt den Weihnachtskaktus dichter und kompakter wachsen lässt.
… Haustiere bei übermäßigem Verzehr Magenbeschwerden bekommen können.
… Sie den Weihnachtskaktus auch vermehren können, indem Sie einen Steckling teilweise in Wasser stellen und ihn nach der Wurzelbildung in Erde im Topf pflanzen.




