🚚 Packeta kostenlos ab 70,00 €

Primel (Primula)

Arten, Anbau und traditionelle Anwendung der Primel (Schlüsselblume)

Die Primel ist eine beliebte Zierpflanze, die zu den ersten Frühlingsboten zählt und mit ihren Blüten Beete, Steingärten und Balkonkästen zum Leuchten bringt.

  • Standort: halbschattiger Platz, humoser und eher feuchter Boden
  • Höhe: 10–30 cm je nach Art
  • Blütezeit: März–Mai, manche Arten auch im Sommer
  • Vermehrung: durch Teilung der Horste, durch Aussaat

Die Primel (Primula) gehört zur Familie der Primelgewächse (Primulaceae) und umfasst mehr als 400 Arten, die natürlich in Europa, Asien und Nordamerika vorkommen. Die Pflanzen bilden eine grundständige Blattrosette und Blüten in ganz unterschiedlichen Farben – gelb, weiß, rosa, violett oder mehrfarbig. Im Garten werden sie als zierende Stauden und als saisonale Pflanzen für Gefäße kultiviert.

Arten und Sorten der Primeln

Von den mehr als vierhundert Arten begegnen Ihnen in unseren Gärten und in der freien Natur vor allem die fünf folgenden. Sie unterscheiden sich in Höhe, Blütezeit und Standortansprüchen – von der gelb blühenden Schlüsselblume auf Frühlingswiesen bis zur Etagenprimel, die erst im Sommer aufblüht.

Echte Schlüsselblume (Primula veris) – Himmelsschlüssel

Echte Schlüsselblume (Primula veris), volkstümlich Himmelsschlüssel, mit gelben Blüten in einer Dolde

Volkstümlich als Himmelsschlüssel bekannt. Sie trägt gelbe Blüten in Dolden und wird 10–20 cm hoch. Typisch ist sie für Wiesen und Hänge und zählt zu den traditionellen Heilpflanzen.

Stängellose Schlüsselblume (Primula vulgaris) – Kissenprimel

Stängellose Schlüsselblume (Primula vulgaris), blühend in einer niedrigen, grundständigen Rosette

Eine Art mit niedrigen Blattrosetten und einzeln stehenden gelben oder farbigen Blüten. Sie wird häufig zu Gartensorten mit einer breiten Farbpalette gezüchtet.

Hohe Schlüsselblume (Primula elatior), auch Waldschlüsselblume genannt

Hohe Schlüsselblume (Primula elatior), auch Waldschlüsselblume genannt, auf einer feuchten Wiese

Sie wird 20–30 cm hoch, blüht gelb und ist typisch für feuchtere Wiesen und Waldränder. Auch in den Naturgarten passt sie gut. Saatgut dieser Art führen wir im Katalog als Hohe Schlüsselblume – Primula elatior.

Kugelprimel (Primula denticulata)

Kugelprimel (Primula denticulata) mit kugeligem violettem Blütenstand

Eine attraktive Art mit kugeligen Blütenständen in Rosa, Violett oder Weiß. Sie blüht früh im Frühjahr und wird etwa 20 cm hoch.

Etagenprimel (Primula japonica)

Etagenprimel (Primula japonica) mit quirlig in Etagen angeordneten rosa Blüten

Eine höhere Art (bis 40 cm) mit quirlig in Etagen angeordneten rosa oder roten Blüten. Sie blüht später als die übrigen, im Juni bis Juli.

Primeln pflanzen und pflegen

Primeln brauchen feuchteren, humosen Boden und gedeihen am besten im Halbschatten. Direkte Sommersonne und Staunässe vertragen sie nicht. Sie sind frosthart und eignen sich deshalb gut für unser Klima.

Gepflanzt wird im Frühjahr oder im Herbst. Für einen reichen Blütenflor ist es sinnvoll, regelmäßig mit Dünger für blühende Stauden nachzudüngen, zum Beispiel mit dem Naturdünger DÜNGEE, der die Nährstoffe langsam abgibt und die Vitalität fördert. Wie ein solcher universeller organischer Dünger bei Stauden im Beet und im Gefäß dosiert wird, behandeln wir ausführlich in einem eigenen Artikel.

Verwendung im Garten

Primeln kommen in Frühlingsbeeten, Steingärten, im Unterwuchs von Bäumen und Sträuchern sowie als Zierpflanzen in Gefäßen zur Geltung. Dank der großen Vielfalt an Arten und Sorten lassen sie sich vielfältig mit anderen frühlingsblühenden Blumenzwiebeln kombinieren, etwa mit Tulpen oder Narzissen.

Traditionelle Anwendung der Echten Schlüsselblume

Einige Arten, vor allem die Echte Schlüsselblume (Primula veris), zählen zu den traditionellen Heilpflanzen. Sie enthalten Saponine und Glykoside, denen ein Lindern von Husten und Erkältung, ein leichteres Abhusten und eine mild beruhigende Wirkung zugeschrieben werden. Es handelt sich um traditionelle Anwendungen, nicht um belegte Heilwirkungen.