Flockenblume (Centaurea)
Eine artenreiche Gattung aus ausdauernden und einjährigen Pflanzen, die vielseitig verwendbar sind, auch als Schnittblumen.
Standort: volle Sonne bis lichter Schatten; nährstoffreiche, humusreiche Böden
Höhe: 50–150 cm, je nach Art
Blütezeit: Mai bis August, je nach Art
Vermehrung: durch Aussaat oder Teilung
Die Gattung Centaurea aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) umfasst mehrere Arten, die im Garten verwendet werden können. Die meisten stammen aus dem Kaukasus, den Pyrenäen und den Alpen. Für die gesamte Gattung sind endständige, unterschiedlich gefärbte Blütenköpfchen auf langen Stielen charakteristisch. Flockenblumen gedeihen an sonnigen Standorten mit nährstoffreichem Boden. Sie eignen sich als Schnittblumen und bieten Bienen eine wertvolle Weide. Die meisten Arten gehören zu den ausdauernden Pflanzen, z. B. C. macrocephala und C. montana. Eine Ausnahme bildet die allgemein bekannte blaue Kornblume, die einjährig ist und sich jedes Jahr spontan aussät.
Hauptarten der Flockenblume und ihre Eigenschaften
Kornblume (Centaurea cyanus)
Die bei uns am weitesten verbreitete Flockenblumenart, früher ein häufiges Unkraut im Getreide. Heute kommt sie auf bewirtschafteten Feldern nur noch selten vor, da das Saatgut auf modernere Weise gereinigt wird. In Gärten werden gefüllt blühende Formen kultiviert, die von Juli bis September blau, rosa oder weiß blühen. Die Pflanzen werden 65–120 cm hoch.
Die Kornblume wird ab April im Freien ausgesät, oder es werden Jungpflanzen unter Glas vorgezogen, um die Blüte zu beschleunigen. In Regionen mit milden Wintern ist auch eine Herbstaussaat möglich. Pro Quadratmeter genügt 1 g Samen. Die aufgegangenen Sämlinge werden auf einen Abstand von 20–25 cm vereinzelt.
Krankheiten und Schädlinge: An den Pflanzen können echter Mehltau, Spinnmilben und Blattläuse auftreten.
Bewährte Sorten: ‚Blauer Junge‘ (kräftig blau), ‚Schneemann‘ (weiß), ‚Diadem‘ (leuchtendes Blau) und ‚Rosa Ball‘ (rosa).
Moschusblume (Centaurea moschata)
Eine einjährige Flockenblume, die bis zu 1,2 m hoch wird und sich sehr gut als Schnittblume eignet. Die Blüten duften intensiv. Sie wird durch direkte Aussaat im Freien kultiviert.
Wertvolle Sorten: ‚Suavolens‘ (gelb) und ‚Imperialis gemischt‘ (bunte Mischung, große Blüten).
Weißliche Flockenblume (Centaurea dealbata)
Ausdauernde Flockenblume mit karminroten Blüten, die an den Enden wenig verzweigter Stängel sitzen. Sie blüht im Juni und Juli. Die Pflanze wird 80 cm hoch und trägt zahlreiche gelappte Blätter, die auf der Unterseite grau filzig sind. Sie ist eine gute Schnittblume und eignet sich für ein Staudenbeet in der Sonne oder für eine Pflanzung im leichten Schatten am Rand von Gehölzen.
Am besten gedeiht sie an einem warmen Standort mit nährstoffreichem und humosem Boden. Die abgeblühte Pflanze macht keinen besonders guten Eindruck, daher empfiehlt es sich, die Pflanze einzeln zu setzen, damit nach der Blüte keine größere kahle Fläche entsteht.
Gute Nachbarstauden sind Salbei, Königskerze oder Mannstreu.
Sorten: ‚Steenbergii‘ (purpurrot, 60 cm) und ‚Joan Courts‘ (leuchtendes Rosa, 80 cm hoch).
Berg-Flockenblume (Centaurea montana)
Heimisch in den Alpen sowie in den Gebirgen Süd- und Mitteleuropas, wo sie bis auf eine Höhe von 2100 m wächst. Sie kommt häufig auf Hochstaudenfluren und in Waldlichtungen vor.
Die Pflanze ist verzweigt, etwa 50 cm hoch und hat ganzrandige, graugrüne Blätter. Die blauen Blütenköpfe, die zerzaust aussehen und etwas an eine Distel erinnern, erscheinen im Mai und Juni. Wenn die Pflanze nach der Blüte zurückgeschnitten wird, blüht sie in der Regel im August und September nach.
Bester Boden: nährstoffreich, frisch, humos und gut mit Kalk versorgt.
Bewährte Sorten:- ‚Alba‘ (weiß, 50 cm)
- ‚Grandiflora‘ (blau, 50 cm)
- ‚Parham‘ (lavendelfarben, 70 cm)
- ‚Rosea‘ (rosa, 50 cm)
Bewährte Sorten der Berg-Flockenblume (Centaurea montana)
| Odrůda | Výška (cm) | Květ |
|---|---|---|
| Alba | 50 | bílý |
| Grandiflora | 50 | modrý |
| Parham | 70 | levandulový |
| Rosea | 50 | růžový |
Großköpfige Flockenblume (Centaurea macrocephala)
Waldstaude, bis zu 1,2 m hoch. Aus braunen, dicken und schuppigen Knospen öffnen sich rein gelbe Blüten von Anfang Juli bis Mitte August.
Die abgeblühte Pflanze sieht nicht ordentlich aus, daher ist eine Einzelpflanzung einer größeren Gruppe vorzuziehen. Auch diese Flockenblume eignet sich als Schnittblume. Sie bevorzugt nährstoffreichere Böden und vollsonnige Standorte.
Gut kombinierbar mit: Schafgarbe, Knäuelglockenblume oder Skabiose.
Schönste Flockenblume (Centaurea pulcherrima)
Sie wird in Gärten seltener kultiviert als die vorherigen Arten, obwohl sie schöne rosa Blüten besitzt. An jedem Stängel erscheint im Juni und Juli ein einzelner, anmutig geformter Blütenkorb.
Die Pflanze wird bis zu 40 cm hoch, bevorzugt warme Böden und verträgt gelegentliches Austrocknen des Bodens.
Gut kombinierbar mit: Berufkraut (Anthemis biebersteiniana), botanischen Tulpen und anderen Zwiebelgewächsen.
Anbau und Pflege
Flockenblumen werden durch Aussaat oder Teilung vermehrt. Einjährige Arten werden ab April im Freien ausgesät, gegebenenfalls auch im Herbst in milderen Regionen. Mehrjährige Arten eignen sich für Staudenbeete und als Begleitpflanzen für Salbei, Königskerze oder Margeriten. Verblühte Pflanzen sollten regelmäßig zurückgeschnitten werden.
Krankheiten und Schädlinge
Flockenblumen können von echtem Mehltau, Spinnmilben oder Blattläusen befallen werden. Die Vorbeugung besteht in der Einhaltung der Anbaubedingungen und dem Schutz der Pflanzen. Durch die Verwendung von Hnojík und Svlečky vermeiden Sie diese Probleme.
