Schafgarbe
Robuste Staude, die ein trockenes Beet ebenso verträgt wie den Rasenmäher – und von Juni bis September ohne Zutun blüht.
Was ist die Schafgarbe?

Die Schafgarbe (Achillea millefolium) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Volkstümlich heißt sie auch „Bauchwehkraut“ oder „Blutstillkraut“; wegen der fein gefiederten Blätter wird sie leicht mit der Kamille verwechselt. Die Schafgarbe ist eine ausdauernde Staude, die in weiten Teilen Europas, Asiens und Nordamerikas vorkommt.
Die Pflanze hat einen aufrechten Stängel und wird meist etwa 30–60 cm hoch. Die Blätter stehen wechselständig, sind doppelt gefiedert und fein zerteilt. Die Blüten sind klein, weiß oder rosa und stehen in flachen Schirmrispen. Blütezeit ist Juni bis September.
Traditionell wird die Schafgarbe in der Volksheilkunde verwendet. Sie enthält ätherische Öle, Flavonoide, Gerbstoffe und Bitterstoffe, denen die Heilwirkung zugeschrieben wird. Überliefert ist die Anwendung bei Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden, Menstruationsbeschwerden und Blutungen. Außerdem wird sie zur Wundheilung eingesetzt und soll die Blutgerinnung unterstützen.
Viele pflanzen die Schafgarbe wegen ihrer hübschen Blüten und der fein duftenden Blätter als Zierstaude in den Garten. Sie ist anspruchslos in der Kultur und breitet sich über Ausläufer gut aus.
Schafgarbe pflanzen und pflegen

Die Schafgarbe (Achillea) ist eine Staude, die in der Kultur ausgesprochen anspruchslos ist. Die folgenden Punkte fassen das Wichtigste zum Anbau zusammen:
Standort: Die Schafgarbe bevorzugt sonnige bis halbschattige Plätze. Für volle Blüte braucht sie viel Sonne, in heißen Lagen verträgt sie aber auch leichten Schatten.
Boden: Die Pflanze mag durchlässigen Boden, der Feuchtigkeit dennoch gut hält. Vor dem Pflanzen können Sie organisches Material oder Kompost einarbeiten, das verbessert Struktur und Nährstoffgehalt.
Gießen: Die Schafgarbe ist ziemlich trockenheitsverträglich und übersteht kurze Trockenperioden. Im ersten Standjahr sollte der Boden trotzdem gleichmäßig feucht bleiben, vor allem direkt nach dem Pflanzen. Später gießen Sie regelmäßig, aber ohne Staunässe.
Düngung: Die Schafgarbe braucht wenig Dünger. Sie können vor dem Pflanzen nährstoffreichen Dünger einarbeiten oder einen Dünger mit höherem Phosphor- und Kaliumanteil verwenden, der die Blüte fördert. Wenn Sie DÜNGEE einsetzen, können Sie ihn als Gießlösung geben oder gleichmäßig rund um die Pflanze ausstreuen.
Schnitt: Ein regelmäßiger Rückschnitt nach der Blüte regt neue Blütenstängel an und verlängert die Blütezeit. Die geschnittenen Blütenstände lassen sich auch trocknen oder für Sträuße verwenden.
Vermehrung: Die Schafgarbe lässt sich über Samen oder durch Teilung der Horste vermehren. Ausgesät wird im zeitigen Frühjahr oder im Herbst, geteilt ebenfalls im Frühjahr oder Herbst.
Bedenken Sie außerdem, dass es mehrere Schafgarben-Arten gibt, deren Ansprüche sich unterscheiden können. Informieren Sie sich deshalb über die Art, die Sie pflanzen möchten, damit Sie die richtige Pflege treffen.
Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium)

Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) ist eine Art aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie ist der am weitesten verbreitete und bekannteste Vertreter der Gattung. In Eurasien gilt sie als heimisch, nach Nordamerika wurde sie eingeschleppt und hat sich auch dort stark ausgebreitet.
Die Gemeine Schafgarbe ist eine ausdauernde Staude und wird meist zwischen 20 und 80 cm hoch. Sie hat dünne, aufrechte Stängel, die Blätter sind doppelt gefiedert und fein zerteilt. Die kleinen weißen oder rosa Blüten stehen in Schirmrispen an den Triebenden. Sie blüht von Juni bis September und zieht viele Bestäuber an, etwa Bienen und Schmetterlinge.
Die Gemeine Schafgarbe hat eine lange Geschichte in der traditionellen Heilkunde. Blätter und Blüten enthalten ätherische Öle, Gerbstoffe, Flavonoide und weitere Wirkstoffe. Überliefert ist die Anwendung bei Entzündungen, Verdauungsbeschwerden, Menstruationsschmerzen und Blutungsneigung. Außerdem wird sie zur Unterstützung der Wundheilung und als mildes Beruhigungsmittel genutzt.
Die Gemeine Schafgarbe ist auch im Garten beliebt – wegen der dekorativen Blüten und der duftenden Blätter. Es gibt viele Sorten in unterschiedlichen Blütenfarben, etwa Weiß, Rosa, Rot und Gelb. Die Pflanze ist anspruchslos und lässt sich leicht über Samen oder Teilung vermehren.
Sumpf-Schafgarbe – Bertramsgarbe (Achillea ptarmica)

Die Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica), auch Bertramsgarbe genannt, ist eine Art aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie stammt aus Eurasien, wurde aber auch nach Nordamerika und in andere Regionen verschleppt, wo sie sich ausgebreitet hat.
Die Sumpf-Schafgarbe ist eine ausdauernde Staude und wird meist 60–90 cm hoch. Sie hat aufrechte Stängel, die Blätter stehen wechselständig, sind eiförmig bis schmal lanzettlich und am Rand gesägt. Die Blüten sind klein, weiß bis zart rosa und stehen in dichten, kugeligen Blütenköpfchen. Blütezeit ist meist Juli und August.
Die Sumpf-Schafgarbe wird im Garten oft wegen ihrer attraktiven Blüten gepflanzt. Sie kommt mit ganz unterschiedlichen Böden zurecht und breitet sich über Ausläufer leicht aus. Sie bevorzugt sonnige Plätze, verträgt aber auch Halbschatten. Die Blüten ziehen Bestäuber an, etwa Bienen und Schmetterlinge.
In der Volksheilkunde galt die Sumpf-Schafgarbe als Mittel bei Erkältung, Niesreiz und Schnupfen. Die Pflanze enthält ätherische Öle und Gerbstoffe, denen die Heilwirkung zugeschrieben wird. Sie eignet sich außerdem als Schnittblume in der Vase und für getrocknete Sträuße.
Edle Schafgarbe (Achillea nobilis)
Die Edle Schafgarbe (Achillea nobilis) ist eine Art aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) und stammt aus Mittel- und Südeuropa bis Westasien.
Die Edle Schafgarbe ist eine ausdauernde Staude und wird meist etwa 60 cm hoch. Sie hat einen aufrechten Stängel, die Blätter stehen wechselständig, sind gefiedert und fein gezähnt. Die Blüten sind klein und stehen in dichten, halbkugeligen Köpfchen. Die Blütenfarbe variiert und reicht von Weiß über Rosa und Orange bis Gelb.

Die Edle Schafgarbe ist ein beliebtes Element in Garten und Rabatte – dank ihrer Blüten und der duftenden Blätter. Sie ist anspruchslos, bevorzugt sonnige Standorte und gut durchlässigen Boden. Außerdem ist sie attraktiv für Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge.
In der Volksheilkunde wurde die Edle Schafgarbe bei Verdauungsbeschwerden und Menstruationsproblemen eingesetzt sowie als heilendes Mittel bei Wunden und Hautproblemen. Sie enthält ätherische Öle, Gerbstoffe und weitere Wirkstoffe, denen die Heilwirkung zugeschrieben wird.
Goldgarbe – Farnblättrige Schafgarbe (Achillea filipendulina)

Die Goldgarbe, deren fein gefiedertes Laub an Mädesüß erinnert und ihr den Artnamen filipendulina eingebracht hat (Achillea filipendulina), gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die ausdauernde Staude stammt aus dem Kaukasus, dem Iran und Zentralasien, wird bei uns aber häufig als Zierstaude kultiviert.
Die Goldgarbe hat aufrechte Stängel und erreicht Höhen von 60–90 cm. Die Blätter stehen wechselständig, sind doppelt gefiedert und am Rand fein gezähnt. Die kleinen Blüten stehen in großen, flachen Schirmrispen in Tönen von Gelb bis Orange.
Diese Art ist in Gärten und Parkanlagen beliebt – wegen ihrer großen, auffälligen Blütenschirme und des dekorativen Laubs. Sie kommt mit unterschiedlichen Böden zurecht und verträgt auch trockenere Lagen.
Die Goldgarbe ist auch als Heil- und Kräuterpflanze bekannt. Sie enthält ätherische Öle, Bitterstoffe und Flavonoide, denen entzündungshemmende und antiseptische Eigenschaften zugeschrieben werden. In der traditionellen Heilkunde wurde sie bei Verdauungsbeschwerden verwendet, als Magentonikum und zur Linderung von Fieber.
Dank ihrer stattlichen Höhe und der farbigen Blüte ist die Goldgarbe ein beliebtes Element in Staudengruppen und Blumenrabatten. Sie eignet sich außerdem für Schnittblumen und Trockensträuße.
Schafgarbe: Wirkung und traditionelle Anwendung
Der folgende Überblick beschreibt die traditionelle Anwendung der Schafgarbe in der Volksheilkunde. Es handelt sich weder um eine Therapie noch um einen Ersatz für ärztliche Behandlung – bei Beschwerden, in der Schwangerschaft und bei Einnahme von Medikamenten fragen Sie bitte Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Der Schafgarbe (Achillea) werden in der traditionellen Heilkunde und Kräutermedizin mehrere Wirkungen zugeschrieben. Einige davon:
Entzündungshemmende Wirkung: Die Schafgarbe enthält Stoffe wie Flavonoide und Gerbstoffe, denen entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben werden. Das kann bei Entzündungen im Körper helfen, auch bei entzündlichen Hautzuständen.
Wundheilende Wirkung: Die Schafgarbe soll die Heilung von Wunden und geschädigter Haut unterstützen. Ihre Inhaltsstoffe können das Wachstum neuen Gewebes anregen, die Blutgerinnung beschleunigen und Wunden vor Infektionen schützen.
- Blutstillende Wirkung: Die Schafgarbe kann Blutungen stillen – daher der alte Name Blutstillkraut. Diese Wirkung wird ihrem Gehalt an Flavonoiden und Gerbstoffen zugeschrieben, die die Blutgerinnung fördern können.
Verdauungsfördernde Wirkung: Die Schafgarbe wird traditionell zur Unterstützung der Verdauung eingesetzt. Sie hilft, Blähungen zu mindern, das Verdauungssystem zu beruhigen und die normale Funktion von Magen und Darm zu fördern.
Antioxidative Wirkung: Die Schafgarbe enthält Antioxidantien, die die Zellen vor Schäden durch freie Radikale schützen. Damit kann sie zur allgemeinen Gesundheit und zum Schutz vor verschiedenen Erkrankungen beitragen.
Wichtig ist allerdings: Die Wirkung der Schafgarbe ist individuell und hängt von der konkreten Anwendung und Dosierung ab. Sprechen Sie im Zweifel immer mit einer Fachperson oder Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt, besonders bei therapeutischer Anwendung oder wenn Sie gesundheitliche Beschwerden haben.
Schafgarbentee: Zubereitung und Wirkung

Die Schafgarbe wird oft zu Kräutertee verarbeitet, dem verschiedene Wirkungen auf die Gesundheit zugeschrieben werden. Hier ein einfaches Rezept für Schafgarbentee:
Was Sie brauchen:
- 1–2 TL getrocknete Schafgarbe (Blüten, Blätter oder beides)
- 1 Tasse kochendes Wasser
Zubereitung:
- Kochen Sie eine Tasse Wasser auf.
- Geben Sie die getrocknete Schafgarbe in die Tasse (frisches Kraut vorher zerkleinern oder hacken).
- Übergießen Sie die Schafgarbe mit kochendem Wasser.
- Lassen Sie den Tee etwa 5–10 Minuten ziehen, damit sich die Wirkstoffe lösen.
- Danach abseihen – der Tee ist fertig.
Die Wirkung von Schafgarbentee hängt von Anwendung und Dosierung ab. Traditionell wird er getrunken zur Unterstützung der Verdauung, bei Kopfschmerzen, zur Beruhigung und zur Senkung von Fieber. Ihm werden außerdem entzündungshemmende und wundheilende Eigenschaften zugeschrieben.
Wichtig ist aber: Kräutertees sind keine Arzneimittel und ihre Wirkung ist individuell verschieden. Wenn Sie gesundheitliche Beschwerden haben oder Medikamente einnehmen, sollten Sie vor dem therapeutischen Gebrauch von Kräutertees Ihre Ärztin oder Ihren Arzt fragen.
Kräuter und Gewürze düngen
Kräuter werden sparsam gedüngt. Eine überdüngte Pflanze treibt ins Laub, aber der Gehalt an ätherischen Ölen – also genau das, wofür wir sie anbauen – sinkt. Bei der Schafgarbe reicht eine schwache Gabe im Frühjahr.
Arbeiten Sie den organischen Naturdünger DÜNGEE leicht in den Boden rund um den Horst ein, oder setzen Sie daraus einen Auszug an (1 TL auf 1 l Wasser) und gießen Sie die Kräuter damit. Die Nährstoffe werden nach und nach frei, ein „Verbrennen“ der Pflanze wie bei konzentriertem Mineraldünger droht also nicht. Die genaue Dosierung für einzelne Pflanzen finden Sie in der Dosierungstabelle.
Häufige Fragen: Schafgarbe
Welche Wirkung hat die Gemeine Schafgarbe?
Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) hat eine lange Tradition in der Volksheilkunde. Blätter und Blüten enthalten ätherische Öle, Gerbstoffe, Flavonoide und Bitterstoffe; überliefert ist die Anwendung bei Verdauungsbeschwerden, Menstruationsbeschwerden und Kopfschmerzen sowie äußerlich bei kleinen Wunden. Ein Ersatz für ärztliche Behandlung ist das nicht – bei Beschwerden fragen Sie bitte Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Wie bereitet man Schafgarbentee zu?
Verwendet wird das zur Blütezeit gesammelte Kraut. Übergießen Sie das getrocknete Kraut mit kochendem Wasser, lassen Sie es einige Minuten ziehen und seihen Sie es ab.
Wie sieht die Schafgarbe aus?
Eine ausdauernde Staude mit aufrechtem Stängel, meist 30 bis 60 cm hoch. Die Blätter sind doppelt gefiedert und fein zerteilt, die kleinen weißen oder rosa Blüten stehen in flachen Schirmrispen.
Wann blüht die Schafgarbe?
Von Juni bis September. In dieser Zeit zieht sie zahlreiche Bestäuber an – Bienen ebenso wie Schmetterlinge.
Was ist der Unterschied zwischen Gemeiner Schafgarbe und Sumpf-Schafgarbe?
Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) bleibt mit 30–60 cm niedriger und hat fein zerteilte Blätter. Die Sumpf-Schafgarbe oder Bertramsgarbe (Achillea ptarmica) wird 60–90 cm hoch, hat eiförmige bis schmal lanzettliche, gesägte Blätter und kleine weiße Blüten in dichten, kugeligen Köpfchen.
Wie pflanzt und pflegt man die Schafgarbe?
Sie ist anspruchslos – sie mag einen sonnigen bis halbschattigen Standort und gut durchlässigen Boden. Sie verträgt Trockenheit und breitet sich leicht über Ausläufer aus. Zum Düngen reicht wenig: Arbeiten Sie den Naturdünger DÜNGEE in den Boden ein oder verwenden Sie einen Auszug im Gießwasser (1 TL auf 1 l Wasser).
Die genaue Dosierung für einzelne Pflanzen finden Sie auf der Seite DÜNGEE Dosierung.
