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Kräuselkrankheit des Pfirsichs

Obsah

Kräuselkrankheit des Pfirsichs – wie man die Kräuselkrankheit bekämpft

(Taphrina deformans)

Die Kräuselkrankheit des Pfirsichs ist eine sehr häufige Krankheit, die Pfirsichbäume und weitere Arten derselben Gattung (z. B. Mandelbäume) befällt. Es handelt sich um eine Pilzkrankheit, die durch den Pilz Taphrina deformans verursacht wird.
Die ersten Symptome sind kleine, gelbliche Flecken auf den Blättern, die sich allmählich vergrößern und von einer leichten Wellung der Blätter begleitet werden können. Wenn sich die Krankheit weiterentwickelt, entstehen auf den Blättern gekräuselte bis faltige Bereiche, die manchmal mit einem weißen Sporenbelag bedeckt sind. Auch die Früchte können befallen werden, wobei braune, faulende Flecken auftreten.
Die Krankheit tritt am häufigsten bei Pfirsichbäumen auf, die kaltem und feuchtem Wetter ausgesetzt sind, oder bei Pflanzen, denen es während der Blütezeit an Wasser mangelt. Darüber hinaus können bestimmte Pfirsichsorten anfälliger sein.
Die Bekämpfung der Kräuselkrankheit des Pfirsichs beruht in erster Linie auf Vorbeugung. Empfohlen werden die Auswahl widerstandsfähiger Sorten, ausreichende Düngung und Bewässerung, regelmäßiges Entfernen abgestorbener Blätter aus dem Unterwuchs sowie die Verhinderung einer Massenvermehrung von Blattläusen und anderen Schädlingen, die die Krankheit verbreiten. Sollten Krankheitssymptome auftreten, können Spritzungen mit kupferbasierten Fungiziden eingesetzt werden, diese müssen jedoch rechtzeitig vor dem Erscheinen der Früchte ausgebracht werden, und die Gebrauchsanweisung ist sorgfältig einzuhalten, um Pflanzenschäden zu vermeiden.
Kräuselkrankheit des Pfirsichs an den Blättern
Kräuselkrankheit des Pfirsichs – fortgeschrittenes Stadium auf einem Blatt

Behandlung von Pfirsichbäumen gegen die Kräuselkrankheit

Neben Spritzungen und organischem Dünger – siehe unten – können Sie bei der Kräuselkrankheit auf einige Methoden vertrauen, die leicht zugänglich, günstig und in den meisten Fällen wirksam sind.

  1. Meerrettich unter Pfirsichbäumen – wenn Sie Meerrettich neben oder zwischen den Pfirsichbäumen pflanzen, erreichen Sie auf einfache Weise, dass der die Kräuselkrankheit verursachende Pilz nicht auftritt oder sich nicht entwickelt. Meerrettich hält diesen Pilz nämlich fern.
  2. Mulchen – Mulch unter den Pfirsichbäumen ist ein ausgezeichnetes Mittel, damit die Bäumchen stets feucht bleiben und gut gedüngt werden. Mulchen hindert den Pilz daran, in die Pfirsichbäume einzudringen und die Krankheit zu verursachen.
  3. Schnitt der Pfirsichbäume – ein gründlicher und konsequenter Schnitt der Pfirsich- sowie auch der Mandelbäume bewirkt, dass sie eine luftige Krone haben und der Pilz keine Chance hat, sich festzusetzen.
  4. Resistente Sorten – wählen Sie resistente Sorten, die gegen die Krankheit widerstandsfähig sind. Vielleicht ist keine davon hundertprozentig resistent, aber dennoch können Sie in Kombination mit weiteren Maßnahmen erreichen, dass die Kräuselkrankheit Sie einen großen Bogen macht. Resistent sollten sein: Redwin, Májový květ und Dorchester.
Resistente Sorte Redwin

Kräuselkrankheit der Pfirsiche – Frühjahrsspritzung

Wenn Sie sich für den chemischen Schutz entscheiden, ist es notwendig, auf eine Frühjahrsspritzung mit kupferhaltigen Mitteln zu setzen, und zwar früh im Frühjahr, also beim Anschwellen der Knospen. Die besten Mittel sind:

  • Dithane M 45 (Mancozeb) – 0,3 %,
  • Kuprikol 50 (Cu-Oxychlorid) – 0,6 %,
  • Syllit 65 (Dodine) – 4 bis 5 %,
  • Sulka (Polysulfid-Ca) – 0,1 bis 0,2 %.
Kuprikol und Sulka nicht nach dem Austrieb verwenden!
Eine weitere Behandlung ist auch im Herbst nach dem Laubfall möglich, aber auf die Frühjahrsspritzung können Sie trotzdem nicht verzichten.

Bitte bedenken Sie stets, dass chemische Spritzungen für Menschen, Tiere, Wasserorganismen und die umliegende Natur giftig sein können.

Außerdem ist es notwendig, Schutzausrüstung zu verwenden, wie Schutzhandschuhe, Schutzbrille und Schutzkleidung, während der Anwendung von Spritzungen. Während des Spritzens nicht essen, trinken oder rauchen. Nach der Anwendung die Hände gründlich waschen.

Führen Sie Spritzungen nur bei windstillem Wetter oder höchstens bei leichter Brise durch.

Quellen: