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Pfirsiche und Pfirsichbaum (Prunus persica)

Sorten, Pflanzen, Schnitt und Düngung des Pfirsichbaums — und Rezepte für Kompott, Marmelade und Kuchen

Pfirsiche: Nährstoffe, Vitamine und Wirkung auf die Gesundheit

(Prunus persica)

Pfirsiche sind die Früchte des Pfirsichbaums, gehören zum Steinobst und werden wohl von allen geliebt.

Pfirsiche enthalten die Vitamine C, A und B3 sowie die Mineralstoffe Kalium, Kalzium, Natrium, Eisen und Magnesium. Außerdem enthalten sie Folsäure, die werdende Mütter für die gesunde Entwicklung des Kindes brauchen.

Sie enthalten außerdem viel Wasser und eignen sich für eine Reduktionsdiät. Pfirsiche enthalten auch Ballaststoffe und wirken abführend, sie eignen sich also bei Verdauungsbeschwerden wie etwa Verstopfung.

Pfirsiche lassen sich roh essen, in Salaten und Ähnlichem, man kann sie aber auch erhitzen und konservieren.

Zum Steinobst gehören in unseren Gärten außerdem Aprikose, Pflaume, Kirschen und Sauerkirschen.

Wissenswertes

Reifer Pfirsich mit Blättern am Zweig des Pfirsichbaums

Pfirsiche werden neben der Lebensmittelindustrie auch in der Kosmetik verwendet – für die Herstellung von Parfüms und Gesichtsmasken.

Geschichte des Pfirsichanbaus

Zweig eines Pfirsichbaums mit reifenden Früchten

Die Geschichte des Pfirsichanbaus müssen wir im alten Chinasuchen. Von China gelangten die Pfirsiche über die Seidenstraße nach Persien, das von den Europäern lange für die Wiege des Pfirsichs gehalten wurde.

Die Römer bauten Pfirsiche in allen ihren Provinzen an, wo das Klima auch nur einigermaßen geeignet war. So verbreitete sich der Pfirsich in ganz Europa.

Im 17. Jahrhundert gelangte er mit der Kolonisierung bis nach Amerika, wo er bis heute angebaut wird, weil einige Regionen für Pfirsichbäume gut geeignet sind.

Pfirsichsorten: Cresthaven, Envoy, Flamingo und Sunhaven

Die Pfirsichsorten bzw. die Sorten des Pfirsichbaums unterscheiden sich deutlich, in unseren Breiten gibt es etwa 40 davon.

Cresthaven – es handelt sich um die späteste Sorte mit großen, kugeligen Früchten, fester gelber Schale, die größtenteils von dunklem Rot überzogen ist. Das Fruchtfleisch ist gelb, wohlschmeckend, aromatisch und haftet nicht am Stein. Von Vorteil ist, dass sie nur mäßig anfällig für die Kräuselkrankheit der Blätter ist und wenig unter Gummifluss leidet. Sie ist außerdem widerstandsfähig gegen Spätfröste im Frühjahr. Besondere Ansprüche an den Standort stellt sie nicht. Sie eignet sich zum Frischverzehr wie zur Verarbeitung.

Envoy – Mittelspäte Sorte mit mittelgroßen bis großen, länglichen bis ovalen Früchten, wenig filziger Schale und feinem Fruchtfleisch, das sich gut vom Stein löst. Sie leidet weniger unter Gummifluss und ist mäßig widerstandsfähig gegen die Kräuselkrankheit der Blätter. Sie eignet sich für alle Lagen, in denen Pfirsichbäume gedeihen. Die Früchte sind attraktiv und besser zum Frischverzehr geeignet.

Flamingo – Mittelspäte Sorte mit großen, kugeligen Früchten und gelber Schale mit karminroter Färbung. Sie ist mäßig widerstandsfähig gegen die Kräuselkrankheit, frosthart und leidet wenig unter Gummifluss. Sie ist anspruchslos; wird sie in Pfirsichlagen kultiviert, gedeiht sie gut. Sie eignet sich zum Frischverzehr.

Sunhaven – Mittelfrühe Sorte mit mittelgroßen, sehr kugeligen Früchten; die Schale ist fein filzig, gelb und größtenteils von karminrotem Rot überzogen. Sie verträgt auch stärkere Fröste gut und wird nur mäßig von der Kräuselkrankheit befallen. Bei einem trockenen Sommer bleiben die Früchte kleiner. Sie eignet sich zur Weiterverarbeitung, lässt sich aber auch frisch essen.

Pfirsichbaum pflanzen: wann und wie der Baum in den Boden kommt

Pfirsiche sollten Sie dort anbauen, wo es für sie passt. Sie brauchen einen wärmeren Standort mit ausreichend Sonne, leichte bis mittelschwere, eher kalkhaltige Böden; ideal sind leicht geneigte Hanglagen nach Süden, Südosten oder Südwesten.

Pfirsichbäume pflanzen wir lieber im Frühjahr, nur ausnahmsweise im Herbst. In beiden Fällen muss ein ausreichend großes Pflanzloch ausgehoben werden, damit der ganze Baum samt Wurzelballen hineinpasst. Auf den Grund des Lochs geben wir Kompost, füllen mit Erde an, setzen den Baum ein und füllen mit Erde auf. Wir treten gut fest, setzen einen Pfahl (als Stütze für die ersten Lebensjahre des Bäumchens) und gießen an.

Pfirsiche brauchen ausreichend Wasser, am meisten jedoch dann, wenn die Früchte reifen. Achten Sie darauf, die Bäume etwa 14 Tage vor Erreichen der Reife zu gießen, sofern es nicht regnet.

Pfirsichbaum düngen: womit im Frühjahr und Sommer düngen

Pfirsiche brauchen eine Nachdüngung, damit sie gut wachsen und reich tragen. Im Frühjahr düngen wir mit einem stickstoffhaltigen Dünger, um das Wachstum der grünen Teile zu fördern. Im Sommer düngen wir vor allem mit phosphor- und kaliumhaltigen Düngern, denn diese Elemente unterstützen das Wachstum der Früchte. Für beides eignet sich DÜNGEE. Haben wir den Eindruck, dass dem Pfirsichbaum Kalzium fehlt, können wir dieses Element über Holzasche zuführen, die wir mit dem Dünger mischen.

Das Nährstoffverhältnis und die Dosierung behandelt der Artikel über NPK-Dünger; für die Frühjahrs- und Sommerdüngung eignet sich der organische Dünger DÜNGEE. Die Rolle des Kalziums im Leben der Pflanzen haben wir gesondert beschrieben.

Pfirsichbaum schneiden: Frühjahrs-, Sommer- und Herbstschnitt

Wann schneidet man Pfirsiche – den Schnitt des Pfirsichbaums führen wir mehrmals im Jahr durch. Wir unterscheiden Frühjahrs-, Sommer- und Herbstschnitt.

Frühjahrsschnitt – führen wir im April durch. Dabei entfernen wir nur trockene Äste und unfruchtbare bzw. überzählige Triebe, die wir bis auf eine Knospe zurückschneiden. Die Leitäste mit Blatt- und Blütenknospen bleiben stehen.

Sommerschnitt – der Sommerschnitt besteht darin, dass wir neue Triebe hinter dem ersten Auge einkürzen oder ausknipsen. Wir schneiden vorsichtig, denn im August hängen noch nicht geerntete Früchte am Baum.

Herbstschnitt – den Herbstschnitt können wir gleich nach der Ernte durchführen. Wir kürzen die Fruchttriebe um die Hälfte bis zwei Drittel ein und lassen nicht nur Blüten-, sondern auch Blattknospen stehen.

Einen Winterschnitt führen wir nicht durch, er würde nur den Gummifluss verstärken!

Wenn wir unsicher sind, bitten wir einen Fachmann um Hilfe, denn der Pfirsichbaum braucht die richtige Pflege.

Fruchtausdünnung – genauso wichtig wie der Schnitt ist die Ausdünnung der Früchte. Wir führen sie im Juni durch, sobald die Früchte mindestens Walnussgröße erreicht haben. Wir sollten immer etwa eine Frucht pro Handbreit stehen lassen, das ergibt 2 bis 3 Früchte an einem Trieb.

Pfirsiche ernten – Pfirsiche ernten wir nach und nach, wie sie reifen; das können bis zu drei Durchgänge pro Saison sein. Wir nehmen vorsichtig eine Frucht nach der anderen, brechen sie ab und legen sie in den Korb. Wir schichten niemals viele Früchte übereinander, denn Pfirsiche bekommen leicht Druckstellen und halten sich dann kürzer.

Krankheiten am Pfirsichbaum: Kräuselkrankheit, Gummifluss und Frost

Pfirsichbäume sind leider sehr anfällig für einige Krankheiten. Am meisten schaden ihnen Spätfröste im Frühjahr, deshalb pflanzen wir Pfirsichbäume nie in Frostmulden und auch nicht dorthin, wo kalte Nordwinde wehen.

Kräuselkrankheit des Pfirsichs

Die Krankheit mit dem Namen Kräuselkrankheit des Pfirsichs bzw. Kräuselkrankheit der Pfirsiche, auch Blattkräuselkrankheit des Pfirsichs, – ist eine Pilzerkrankung, die der Pilz Taphrina deformans verursacht. Sie erkennen sie daran, dass die Blätter gekräuselt sind, abfallen und sich nicht entwickeln; dasselbe gilt für die Früchte, die Flecken bekommen. Von der Kräuselkrankheit sind alle Pfirsichbäume betroffen, manche Sorten sind jedoch widerstandsfähiger. Wählen Sie zur Vorbeugung aus diesen Sorten (siehe oben) und pflanzen Sie Pfirsichbäume an geeignete Stellen und ausreichend weit auseinander. Befällt der Pilz den Baum, verwenden Sie als Spritzmittel für Pfirsiche ein kupferhaltiges Fungizid, und zwar mehrmals im Frühjahr.

Gummifluss – eine weitere Krankheit, die vor allem Pfirsichbäume betrifft, ist der sogenannte Gummifluss. Dabei tritt ein schleimiger, klebriger Ausfluss aus Verletzungen des Baums aus. Ursache können ein ungeeigneter Schnitt (nicht versorgte Wunden), eine falsche Standortwahl (zu kalt), eine saure Bodenreaktion oder ein Mangel an Kalzium und Bor sein. Sobald Sie die Ursache kennen, sollten Sie versuchen, sie zu beheben ( Kalzium und Bor zuführen), sonst kann der Baum sogar absterben.

Pfirsich-Rezepte: Kompott, Einkochen, Marmelade und Kuchen

Pfirsichkompott / Pfirsiche einkochen – Sie brauchen: 1 kg nicht ganz reife Pfirsiche, 1 l Wasser und 550 g Zucker. Kleine Pfirsiche können wir ganz einkochen, große halbieren wir und entfernen die Steine. Die geschälten Pfirsiche schichten wir in Gläser. Das Wasser bringen wir zum Kochen und lösen den Zucker darin auf. Mit der Zuckerlösung übergießen wir die Pfirsiche so, dass sie bedeckt sind. Wir sterilisieren 20 Minuten bei 80 °C.

Pfirsichmarmelade – Sie brauchen: 1 kg entsteinte Pfirsiche, 1/4 Liter Wasser oder Johannisbeer- oder Apfelsaft, 500 g Zucker und ein Geliermittel (Pektin) oder 500 g Gelierzucker. Die Pfirsiche schneiden wir in Stücke, gießen die Flüssigkeit an und kochen sie weich, geben den Zucker dazu und lassen sie gelieren – wir machen die Gelierprobe mit einem Tropfen auf einem Tellerchen. Wir füllen in Gläser, verschließen sie, stellen sie 5 Minuten auf den Kopf, drehen sie zurück und lassen sie auskühlen. Die Marmelade passt zu Pfannkuchen, Torten und Ähnlichem und hält sich sicher ein Jahr.

Pfirsicheis – Sie brauchen: 4 große reife Pfirsiche, 120 g Zucker, 1,5 dl Wasser und 1 Zitrone. Zucker mit Wasser aufkochen, 5 Minuten köcheln lassen, abkühlen. Die Pfirsiche schälen, die Steine entfernen, pürieren, mit dem Zitronensaft und dem Zuckerwasser verrühren. In Eisformen füllen und ins Gefrierfach stellen.

Pfirsichkuchen – Sie brauchen: ca. 1 kg Pfirsiche, 3 Esslöffel Kristallzucker, für den Teig: 210 g Weizenmehl, 100 g Butter, 100 g Puderzucker, 2 Teelöffel Vanillezucker, 1 Eigelb, 2 Esslöffel Wasser. Die Pfirsiche waschen, halbieren, entsteinen, in wenig Wasser dünsten und abtropfen lassen. Auf die Arbeitsfläche Mehl und Puderzucker sieben, Butter, Eigelb und Wasser dazugeben und den Teig rasch verarbeiten. Eine halbe Stunde kühl stellen. Danach einen Kreis ausrollen, in eine gefettete Form von 26 cm Durchmesser legen, mit der Gabel einstechen, im Ofen kurz vorbacken, mit den Pfirsichen belegen und fertig backen – bei 200 °C, insgesamt etwa 30 Minuten.

Pfirsichernte – eine Hand pflückt reife Früchte vom Baum in einen Korb
Pfirsichmarmelade im Glas mit Brot und frischen Pfirsichen
Pfirsicheis mit Minze in einer Schale

Kauf im Shop

Ein Pfirsichbaum entzieht dem Boden in einer Saison viele Nährstoffe — besonders in einem Jahr mit reichem Behang. In unserem Shop finden Sie den organischen Dünger DÜNGEE für die Frühjahrs- und Sommerdüngung von Obstbäumen.

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