Petersilie
Wurzel- und Blattpetersilie: säen, im Topf pflegen, ernten und in der Küche verwenden
Wurzelpetersilie — was ist das für ein Gemüse

(Petroselinum crispum)
Die Wurzelpetersilie ist die Petersilienart, die wegen ihrer Wurzel angebaut wird — sie schmeckt süßlich und kräftig. Wurzelpetersilie zählt zum Wurzelgemüse und wird in der Küche nicht nur als Gewürz, sondern auch als Hauptzutat vieler Gerichte verwendet.
Wurzelpetersilie enthält viele Nährstoffe, etwa die Vitamine A, C und K, Mineralstoffe wie Eisen, Kalium und Phosphor sowie Flavonoide, die entzündungshemmend wirken. Wurzelpetersilie enthält außerdem viele Antioxidantien, was sie zu einer gesunden Wahl für Ihre Ernährung macht.
Wurzelpetersilie wird am häufigsten als Gewürz in der Küche eingesetzt und kommt so in Soßen, Suppen, Marinaden und Fleischgerichte. Manchmal dient sie als Hauptzutat in traditionellen Rezepten, zum Beispiel in einer Suppe aus Wurzelpetersilie.
Achten Sie beim Kauf von Wurzelpetersilie auf Wurzeln mit glatter, fester Schale und ohne sichtbare Schäden. Wurzelpetersilie lässt sich mehrere Wochen bis Monate im Kühlschrank lagern, wenn sie trocken und kühl liegt.
Insgesamt ist Wurzelpetersilie eine hervorragende Wahl für alle, die ein Gewürz mit kräftigem, süßlichem Geschmack suchen — mit denselben Nährwerten wie die übrigen Petersilienarten.
Pastinake und Petersilie — wo liegt der Unterschied
Wurzelpetersilie und Pastinake werden oft verwechselt, dabei sind es zwei verschiedene Pflanzen — beide gehören zwar zur Familie der Doldenblütler, zu der außerdem Karotte oder Selleriezählen, sonst unterscheiden sie sich aber:
- Wurzel: die Petersilie hat eine schlankere, weiße bis cremefarbene und rauere Wurzel; die Pastinake ist kräftiger, kürzer, oben breiter und glatter.
- Geschmack: Petersilie schmeckt deutlich würzig und leicht bitter-aromatisch, die Pastinake merklich süßer und milder.
- Kraut: Petersilie hat feines, glänzendes Kraut, die Pastinake gröberes, mattes und behaartes.
- Verwendung: Petersilie kommt vor allem des Aromas wegen in Suppen und Brühen, die Pastinake wird häufiger gebacken, geschmort oder zu Püree verarbeitet.
Wurzelpetersilie ist also kein anderer Name für die Pastinake — es sind eigenständige Gemüsearten, die sich in Rezepten teilweise ersetzen lassen, geschmacklich aber leicht zu unterscheiden sind.
Geschichte des Petersilienanbaus

Die Geschichte der Petersilie reicht bis ins antike Griechenland und Romzurück, wo sie als Symbol für Sieg und Ruhm galt. Sie wurde als Heilpflanze bei Verdauungsbeschwerden, Nierensteinen und Menstruationsschmerzen eingesetzt. In Europa wurde Petersilie im 16. Jahrhundert populär und verbreitete sich rasch über die ganze Welt.
Blattpetersilie (Schnittpetersilie)
Blattpetersilie — auch Schnittpetersilie genannt — wird nicht wegen der Wurzel angebaut, sondern wegen des Krauts. Dazu gehören zwei Hauptgruppen: die krause Petersilie (Mooskrause) mit gewellten Blättern und die glatte Petersilie (Garten-Petersilie) mit glatten Blättern. Beide werden in der Küche gleich verwendet, sie unterscheiden sich vor allem im Aussehen und in der Intensität des Aromas.
Krause Petersilie

Was ist krause Petersilie und wie unterscheidet sie sich von der Wurzelpetersilie?
Krause Petersilie, auch als Mooskrause oder gekräuselte Petersilie bekannt, ist eine Petersiliensorte mit stark gekräuselten, gewellten Blättern. Sie hat wie die übrigen Petersilienarten einen hervorragenden Geschmack und ein feines Aroma und wird in der Küche oft als Gewürz oder als Dekoration für Speisen verwendet.
Krause Petersilie enthält wie die übrigen Petersilienarten wertvolle Nährstoffe und ist reich an den Vitaminen A, C und K sowie an Mineralstoffen wie Eisen, Kalzium und Kalium. Sie enthält außerdem Flavonoide und Carotinoide mit entzündungshemmender Wirkung. Krause Petersilie wird am häufigsten als Gewürzverwendet, sie eignet sich aber auch als Dekoration für Speisen, denn ihre gekräuselten Blätter sind sehr dekorativ. Sie passt hervorragend in Salate, Suppen, Soßen, Fleisch- und Fischgerichte. Krause Petersilie lässt sich auch als Hauptzutat für Pesto verwenden.
Achten Sie beim Kauf krauser Petersilie auf frische, grüne Blätter ohne braune Flecken. Krause Petersilie lässt sich wie die übrigen Petersilienarten etwa eine Woche im Kühlschrank in einer Tüte oder einem Behälter aufbewahren.
Mooskrause Petersilie
Mooskrause Petersilie ist nur eine weitere Bezeichnung für krause Petersilie, also für die Sorte mit den stark gekräuselten, gewellten Blättern. Sie hat wie die übrigen Petersilienarten einen hervorragenden Geschmack und ein feines Aroma und wird in der Küche vor allem als Gewürz oder als Dekoration für Speisen verwendet.
Garten-Petersilie
Die Garten-Petersilie, auch Gemeine Petersilie genannt, ist die Art, die üblicherweise im Garten angebaut und in der Küche als Gewürz verwendet wird. Dieses Kraut hat feine, grüne und glatte Blätter mit hervorragendem Geschmack und Aroma. Die Garten-Petersilie gilt als eine der ältesten Kulturpflanzen und wurde bereits im antiken Griechenland und Rom angebaut.
Glatte Petersilie
Glatte Petersilie ist eines der am weitesten verbreiteten Küchenkräuter. Dieses Kraut hat feine, grüne und glatte Blätter, die einen charakteristischen Geschmack und ein feines Aroma haben. Glatte Petersilie wird oft als Gewürz oder als Garnitur für Speisen verwendet und ist für ihre Vielseitigkeit beliebt.
Petersilie säen und aus Samen anbauen
Petersilie gehört zu den beliebtesten Gemüsearten und lässt sich zu Hause wie im Garten leicht aus Samen ziehen. Hier sind einige Tipps, wie Sie Petersilie aus Samen anbauen:
- Auswahl der Samen: Wählen Sie hochwertige Samen, die frisch und gesund sind. Die Samen sollten trocken und sauber sein. Sie bekommen sie im Gartencenter oder online.
- Substrat vorbereiten: Für Petersilie eignet sich Substrat für Gemüse oder Kräuter. Es sollte gut durchlässig und nährstoffreich sein. Zur Sicherheit können Sie etwas Kompost oder Dünger untermischen.
- Samen aussäen: Die Samen kommen etwa 1 cm tief ins Substrat. Kleine Sämlinge lassen Sie erst etwas heranwachsen, bevor Sie sie an den endgültigen Standort pflanzen. Säen Sie die Samen in einen Topf oder eine Anzuchtschale und lassen Sie sie an einem warmen, hellen Platz keimen.
- Temperatur und Licht: Petersilie braucht zum Wachsen viel Licht und Wärme. Die optimale Keimtemperatur liegt zwischen 20 und 25 Grad Celsius. Sobald die Samen gekeimt sind, stellen Sie sie an einen hellen Platz, aber geschützt vor direkter Sonne.
- Gießen: Petersilie braucht regelmäßige Wassergaben, Staunässe im Substrat muss aber vermieden werden. Gießen Sie die Pflanze, wenn die obere Substratschicht abgetrocknet ist.
- Weitere Pflege: Petersilie ist anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Kontrollieren Sie die Pflanze regelmäßig auf entsprechende Anzeichen und setzen Sie bei Bedarf natürliche oder chemische Spritzmittel ein, um eine Ausbreitung zu verhindern.
- Sämlinge umpflanzen: Nach 6 bis 8 Wochen können die Petersilien-Sämlinge an den endgültigen Standort umgepflanzt werden. Er sollte gut durchlässig sein, die Pflanzen brauchen volle Sonne oder Halbschatten.
- Ernte: Petersilie kann geerntet werden, sobald sie groß genug ist, in der Regel 4 bis 5 Monate nach der Aussaat. Heben Sie die ganzen Wurzeln vorsichtig mit einer Grabegabel oder einem Spaten aus, säubern Sie sie nur leicht und waschen Sie sie nie ab, damit sie lange haltbar bleiben.
- Lagerung: Wurzelpetersilie lagert am besten in einer sogenannten Erdmiete, also einer ausgehobenen Grube im Gewächshaus, in der sie den ganzen Winter über mit Erde bedeckt bleibt. In kleineren Mengen und deutlich kürzer geht auch der Keller oder der Kühlschrank.
Petersilie im Topf pflanzen und pflegen

Im Topf gedeiht vor allem Blattpetersilie, also die krause oder die glatte Garten-Petersilie. Bei Platzmangel lässt sich so aber auch Wurzelpetersilie ziehen.
- Auswahl des Topfes: Wählen Sie einen ausreichend großen Topf, damit die Wurzeln Platz zum Wachsen haben. Ideal sind mindestens 20 cm Durchmesser und 20 cm Tiefe. Achten Sie außerdem auf Abzugslöcher im Boden, damit sich kein Wasser im Substrat staut.
- Substrat: Wählen Sie ein gut durchlässiges, nährstoffreiches Substrat. Petersilie wächst in Kräuter- und Gemüseerde ebenso wie in Kakteen- und Sukkulentenerde. Wenn Sie Blumenerde verwenden, mischen Sie etwas Kompost oder Dünger unter.
- Standort: Petersilie bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Stellen Sie den Topf dorthin, wo er täglich mindestens 4 Stunden Sonne bekommt.
- Gießen: Petersilie braucht regelmäßige Wassergaben, Staunässe muss aber vermieden werden. Gießen Sie die Pflanze, wenn die obere Substratschicht abgetrocknet ist. Ist das Substrat dauerhaft nass, kann es zu Wurzelfäule kommen.
- Düngen: Regelmäßiges Düngen ist für Wachstum und Entwicklung der Petersilie wichtig. Verwenden Sie natürlichen Dünger oder einen Dünger für Gemüse und Kräuter.
- Weitere Pflege: Petersilie ist — besonders im Topf — anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Kontrollieren Sie die Pflanze regelmäßig auf entsprechende Anzeichen und setzen Sie bei Bedarf natürliche oder chemische Spritzmittel ein, um eine Ausbreitung zu verhindern.
- Ernte: Petersilie kann geerntet werden, sobald sie groß genug ist, in der Regel 4 bis 5 Monate nach der Aussaat. Aus dem Topf holen Sie sie einfach mit einer kleinen Schaufel heraus.
- Überwinterung: Petersilie lässt sich im Topf überwintern, wenn sie vor Frost geschützt ist. Stellen Sie sie ins Haus oder an einen geschützten Platz im Freien. Vergessen Sie beim Überwintern das regelmäßige Gießen und Düngen nicht. Auch in dieser Zeit können Sie sie ernten und verbrauchen.
Petersilie in der Küche verwenden
Petersilie ist ein hervorragendes Kraut und zugleich Gemüse, das in vielen Gerichten als Gewürz oder als Hauptzutat dient. Sie schmeckt sehr gut und bringt viele Nährstoffe mit. Hier sind einige Möglichkeiten, wie Sie Petersilie in Ihrer Küche einsetzen können:
- Gewürz für Soßen und Suppen: Petersilie verleiht Soßen und Suppen hervorragenden Geschmack und feines Aroma.
- Salate: Petersilie passt auch in Salate, sowohl des Geschmacks als auch der Nährstoffe wegen. Geben Sie gehackte Petersilie in Blattsalate oder Gemüsesalate. Wurzelpetersilie muss vorher gekocht werden.
- Hauptgerichte: Petersilie kann in vielen Gerichten Hauptzutat sein, etwa in gefüllten Paprika oder Tomaten mit Petersilienfüllung. Aus Wurzelpetersilie lässt sich eine Suppe kochen.
- In Nudelgerichten: Petersilie passt in Nudelgerichte. Geben Sie sie zu Ihren Lieblings-Nudelsoßen oder verwenden Sie sie als Garnitur auf dem Teller.
- Smoothies und Säfte: Petersilie lässt sich auch in Smoothies und Säfte geben. Mischen Sie sie mit Obst und Gemüse, so bekommen Sie Vitamine und Mineralstoffe. Wurzelpetersilie sollte vorher gekocht werden.
- Als Dekoration: Petersilie eignet sich als Dekoration auf dem Teller und verbessert die Präsentation Ihrer Gerichte. Sie können damit Rind-, Hähnchen- oder Fischgerichte garnieren. Gegrillte Petersilie mit weiterem Gemüse schmückt im Sommer den Partyteller.
Kräuter und Gewürzpflanzen düngen
Petersilie ist zweijährig und lagert im ersten Jahr Nährstoffe in der Wurzel ein — sie braucht deshalb über die ganze Saison eine ausgewogene Versorgung. DÜNGEE lässt sich bei Petersilie und anderen Kräutern auf zwei Arten einsetzen:
- Streuen Sie ihn in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen.
- Setzen Sie DÜNGEE als Auszug an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen oder besprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug.
Eine ausführliche Dosieranleitung finden Sie beim Universaldünger, das konkrete Vorgehen für Gewürz- und Aromakräuter dann im Artikel Kräuterdüngung.
Häufige Fragen: Petersilie
Was ist der Unterschied zwischen Pastinake und Petersilie?
Es sind zwei verschiedene Pflanzen aus derselben Familie. Die Petersilienwurzel ist schlanker, weiß bis cremefarben und rauer, sie schmeckt deutlich würzig bis leicht bitter. Die Pastinake hat eine kräftigere, kürzere und glattere Wurzel und schmeckt merklich süßer. Erkennen lassen sie sich auch am Kraut — bei der Petersilie ist es fein und glänzend, bei der Pastinake gröber und behaart.
Wie lange keimt Petersilie?
Petersilie keimt langsam, meist drei bis vier Wochen — es gehört zu den am langsamsten keimenden Samen im Beet. Die Keimung beschleunigen Sie, indem Sie die Samen über Nacht einweichen und den Boden anschließend gleichmäßig feucht halten. Die optimale Keimtemperatur liegt bei 20 bis 25 °C.
Wann pflanzt man Petersilie?
Wurzelpetersilie wird früh im Frühjahr, von März bis April, gesät, damit sie genug Zeit für die Wurzelbildung hat. Blattpetersilie lässt sich portionsweise bis in den Sommer aussäen, im Topf praktisch ganzjährig. Ins Substrat kommt sie etwa 1 cm tief.
Wann erntet man Petersilie?
Petersilie ist erntereif, sobald sie groß genug ist — in der Regel 4–5 Monate nach der Aussaat. Die Wurzeln werden vorsichtig mit Grabegabel oder Spaten ausgehoben und nur leicht gesäubert; waschen Sie sie nie ab, sonst halten sie nicht lange. Das Kraut wird laufend über die ganze Saison geerntet.
Womit düngt man Petersilie?
DÜNGEE streuen Sie entweder in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen, oder Sie setzen ihn als Auszug an und gießen damit rund um die Pflanzen beziehungsweise besprühen die Pflanzen damit. Dosierung und Häufigkeit finden Sie beim Universaldünger.
