Blattgemüse
Schnell und anspruchslos — von Salat bis Mangold lässt es sich die ganze Saison ernten.
Was ist Blattgemüse
Blattgemüse ist eine große Gruppe von Gemüsearten, bei denen die Blätter der Pflanze gegessen werden — roh oder gegart.
Blattgemüse ist sehr nahrhaft und gesund, es enthält viele wichtige Nährstoffe wie Vitamine (A, B, C), Mineralstoffe (Magnesium, Kalium, Eisen), Antioxidantien und Ballaststoffe. Es ist außerdem kalorienarm und damit eine gute Wahl für alle, die auf ihr Gewicht achten oder sich kalorienbewusst ernähren möchten.
Blattgemüse steht auch bei werdenden Müttern oft auf dem Speiseplan, denn es enthält Folsäure – dazu weiter unten mehr.
Blattgemüse – Arten im Überblick

Salate – zum Beispiel Eisbergsalat, Römersalat, Endivie, Sauerampfer, Rucola, Chicorée.
Spinat – gehört zu den nährstoffreichsten Blattgemüsearten und liefert unter anderem die Vitamine A, C und K sowie Eisen und Magnesium.
Mangold – erinnert optisch an Chinakohl und anderen Kohl, botanisch ist er aber eine Kulturform der Gewöhnlichen Rübe (Beta vulgaris) und stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum.
Spargel – zählt streng genommen zum Sprossgemüse und nicht zum Blattgemüse, wird im Garten aber oft daneben angebaut; es gibt eine grüne und eine weiße Variante, und die Saison für Spargel beginnt im Mai.
- Feldsalat – ein interessantes Blattgemüse, das Sie auch im eigenen Garten anbauen können.
Manchmal zählt man auch Kräuter zum Blattgemüse, wenn von ihnen die Blätter verwendet werden — zum Beispiel Brennnessel, Minze oder Salbei und Ähnliches.
Folsäure in Gemüse

Folsäure, auch bekannt als Folat, Folacin oder Vitamin B9, ist ein wichtiger Nährstoff für den menschlichen Körper, der natürlicherweise in vielen Gemüsearten vorkommt. Er ist unentbehrlich für die Bildung neuer Zellen, etwa der Blutkörperchen, und spielt außerdem eine wichtige Rolle für die Gesundheit von Gehirn und Nervensystem.
Ein Folsäuremangel im Körper kann zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen führen, etwa zu Blutarmut, Fruchtbarkeitsproblemen, Schädigungen des Gehirns und Entwicklungsstörungen des Kindes bei Schwangeren.
Viele Gemüsearten enthalten viel Folsäure, allen voran Blattgemüse wie Spinat, Rucola, Rote Bete, Kohl, Brokkoli und Avocado. Weitere Folsäurequellen sind Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen.
Eine ausreichende Folsäurezufuhr über die Nahrung ist für jeden wichtig, deshalb sollte Blattgemüse Teil einer ausgewogenen Ernährung sein. Schwangeren und Frauen mit Kinderwunsch wird empfohlen, zusätzlich Folsäurepräparate einzunehmen, um das Risiko von Entwicklungsstörungen des Kindes zu senken.
Blattgemüse anbauen
Blattgemüse anzubauen ist recht einfach, wenn man ein paar Grundregeln beachtet. Hier sind einige Tipps für den erfolgreichen Anbau:
Den richtigen Standort wählen
Blattgemüse braucht viel Licht, deshalb pflanzt man es am besten an einen sonnigen, vor starkem Wind geschützten Platz. Wer einen Garten hat, zieht es im Beet. Ohne Garten gelingt es genauso gut in Töpfen und Kästen auf Balkon oder Terrasse.
Den Boden vorbereiten
Blattgemüse braucht einen nährstoffreichen, gut durchlässigen Boden. Vor der Pflanzung lockern Sie den Boden durch Umgraben oder Grubbern und reichern ihn mit Kompost oder organischem Dünger an.
Sorten auswählen
Es gibt viele Arten von Blattgemüse, jede mit eigenen Ansprüchen. Wählen Sie beim Saatgutkauf Sorten, die zu Ihrem Bodentyp und Ihren klimatischen Bedingungen passen.
Gießen
Blattgemüse braucht regelmäßige Wassergaben. Gießen Sie häufig und gleichmäßig, achten Sie aber darauf, dass der Boden nie dauerhaft nass ist — so beugen Sie Wurzelfäule vor.
Schutz vor Schädlingen und Krankheiten
Blattgemüse ist anfällig für Schädlinge und Krankheiten wie Blattläuse, Schnecken, Mehltau und Pilzinfektionen. Setzen Sie vorbeugend auf mechanische Mittel wie Kulturschutznetze oder auf im Bio-Anbau zugelassene Präparate und beschränken Sie chemische Spritzmittel — sie schaden der Natur und am Ende auch Ihnen selbst.
Ernte
Ernten Sie Blattgemüse regelmäßig, am besten morgens, wenn die Blätter frisch sind. Nehmen Sie die ausgewachsenen Blätter und lassen Sie genug Blattmasse für den weiteren Aufwuchs an der Pflanze stehen.
Mangold – Blattgemüse mit farbigen Stielen
Mangold ist ein modernes Gemüse, das viele Hobbygärtner erfolgreich im eigenen Garten anbauen. Mangold ist ein Blattgemüse aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse, das wegen seiner Blätter und Stiele angebaut wird. Es ist eine zweijährige Pflanze, die den Garten sichtbar aufwertet, denn es gibt Sorten mit ganz unterschiedlich gefärbten Stielen — grün, gelb, rot oder rosa. Mangold ähnelt dem Spinat, hat aber größere, derbere Blätter mit kräftigeren Stielen.
Mangold gilt als sehr gesundes Gemüse mit vielen Nährstoffen, darunter Vitamin C, Vitamin K und Vitamin A sowie Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Eisen. Mangoldblätter werden meist gekocht oder gebraten und als Beilage gereicht, sie passen aber auch in Salate, Suppen, Smoothies oder als Füllung in Quiche und Pizza.
Mangold wird üblicherweise unter wärmeren klimatischen Bedingungen angebaut, es gibt aber Sorten, die kühlere Temperaturen vertragen und auch in gemäßigtem Klima gedeihen. Der Anbau ist sehr unkompliziert und gelingt im Beet ebenso wie im Topf auf dem Balkon.


Gemüse düngen
- Sie können ihn in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen ausstreuen.
- Sie können beim Pflanzen einen Teelöffel DÜNGEE unter jede Jungpflanze geben.
- Setzen Sie DÜNGEE in Wasser an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen, oder besprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug (Sie können ihn auch ungefiltert mit der Gießkanne über die Blätter geben).
