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Gemeiner Spargel (Asparagus officinalis)

Ausdauernde Pflanze, Delikatessgemüse
  • Standort: warme Lagen, humoser, leichter Boden
  • Pflanzabstand: bleicher Spargel 1,5 × 0,4 m, grüner Spargel 1,25 × 0,35 m
  • Anzahl der Jahre am
  • Standort: 10–12
  • Erntezeit: ab dem 3. Jahr am Standort, von Ende April bis zum 24. Juni
Gemeiner Spargel aus der Familie der Liliengewächse (Liliaceae) zählt zu den wenigen mehrjährigen Gemüsepflanzen und gilt als Delikatesse („königliches Gemüse“). Er stammt aus Vorderasien und sein Anbau hat sich auf der ganzen Welt verbreitet. Zunächst wurde er als Heilpflanze geschätzt, erst später als Gemüse. In der Volksmedizin wird er zur Behandlung von Nierenbeschwerden eingesetzt, jedoch nicht bei Nierenentzündungen. Seine harntreibende Wirkung ist bekannt.
Gemeiner Spargel (Asparagus officinalis)
Gemeiner Spargel (Asparagus officinalis) ist eine Delikatessgemüse
mit hohen Anforderungen an den Anbau.

Anbau

Für Spargel sind warme und sonnige Lagen sowie leichte, sandige Böden am besten geeignet. In Hausgärten ist der Anbau auch auf mittelschweren Böden möglich. Besonders wichtig ist vor allem eine gute Bodendurchlüftung. Spargelsetzlinge werden im April in humusreichen, tief gelockertem und gut gedüngtem Boden gepflanzt, mindestens 15 cm tief unter die natürliche Bodenoberfläche (Abstand 1,5 × 0,4 m). Im 2. Jahr werden im Boden grabenartige Furchen gezogen, im 3. Jahr werden 30 cm hohe Dämme aufgehäufelt und fest geformt. Aus dem unterirdischen Rhizom wachsen weiße stangenartige Triebe, die im 3. Jahr erstmals gestochen werden können. Sie werden bis zum 24. Juni (bis Johanni) geerntet, und zwar schrittweise, damit die Pflanzen nicht zu sehr geschwächt werden. Nach Abschluss der Ernteperiode werden die Dämme eingeebnet, Mineraldünger und Stallmist in den Boden eingearbeitet. Der Spargel wird zum Austreiben belassen und im November bis Dezember werden die oberirdischen Teile abgeschnitten. Im Frühjahr werden die Dämme erneut aufgehäufelt.

Im Vergleich zum gebleichten Spargel wird grüner Spargel ohne Dämme angebaut. Durch die Einwirkung von Licht färbt er sich grün (daher sein Name), er ist reicher an Vitaminen und Ballaststoffen und hat auch ein würzigeres Aroma. Im Hausgartenanbau setzt sich grüner Spargel immer mehr durch. Er wird dichter gepflanzt (1,25 × 0,35 m), stellt geringere Ansprüche an den Boden und sein Anbau ist nicht so arbeitsaufwendig wie beim gebleichten Spargel.

Eine Gefahr für den Spargel stellen schädliche Bodenpilze, Rost und verschiedene Erreger von Wurzel- und Fußkrankheiten dar. Besonders an jungen Pflanzen schadet die sogenannte Spargelfliege.
Asparagus officinalis
Aromatischer grüner Spargel (Asparagus officinalis) gilt bei Feinschmeckern als besondere Delikatesse.

Die meisten Sorten zur Bleiche können auch für den Anbau von grünem Spargel verwendet werden

  • Schwetzinger Meisterschuss,
  • Lukullus, Huchels Leistungsauslese,
  • Cito,
  • Typen Limbras
  • und vor allem Spaganiva

Neu gezüchtete Sorten umfassen nur männliche Pflanzen, da diese früher und ertragreicher sind. Bei älteren Sorten sind weibliche, männliche und zwittrige Pflanzen vertreten.

Asparagus – Zierspargel, Asparagus

Zimmerpflanze mit dekorativen aufrechten, hängenden oder kletternden Trieben
  • Standort: je nach Art halbschattig bis schattig
  • Höhe: bis zu 2 m lange Triebe
  • Blütezeit: bei vielen Arten im Frühling
  • Vermehrung: durch Aussaat und Teilung

Es ist kaum zu glauben, dass der Asparagus, den Gärtner üblicherweise in Schnittblumensträußen verwenden, mit dem Gemüse Spargel verwandt ist. Beide gehören zur selben Gattung und zur selben Familie der Liliengewächse (Liliaceae). Asparagus ist auch eine Zimmerpflanze. Er lässt sich leicht kultivieren, wächst schnell und benötigt keine aufwendige Pflege. Seine langen Triebe tragen meist nadelförmige „Blättchen“.
Asparagus setaceus 'Plumosus'
Asparagus setaceus 'Plumosus' ist eine klassische Zimmerpflanze mit zart grünen Trieben, die bis zu zwei Meter lang werden können.

Kultivierung

Im Winter ist ein heller Standort mit einer Temperatur von 10–15 °C am besten geeignet, wobei nur mäßig gegossen werden sollte. Eine Überwinterung bei normaler Zimmertemperatur ist möglich, jedoch treiben dabei bei winterlichem Lichtmangel geschwächte Triebe aus. Bei höherer Temperatur ist das Besprühen mit Wasser vorteilhaft.

Im Sommer sollte Asparagus vor starker Sonne geschützt und reichlich gegossen werden. Gelegentlich kann Wasser im Untersetzer stehen bleiben, und es wird empfohlen, den Wurzelballen einmal alle zwei Wochen durch Eintauchen in Wasser gründlich zu durchfeuchten. Von März bis September sollte alle zwei Wochen gedüngt werden, in den übrigen Monaten einmal monatlich.

Wer Asparagus-Samen aussäen möchte, sollte diese zuvor einen Tag in lauwarmem Wasser einweichen, damit sie besser keimen. In trockener Luft wirft Asparagus seine Blättchen ab. Die häufigsten Schädlinge sind Spinnmilben und Schildläuse, doch chemische Mittel müssen vorsichtig eingesetzt werden, da Asparagus diese schlecht verträgt. Manchmal lassen sich Schädlinge durch Absammeln oder einen Wasserstrahl entfernen.

Bei Asparagus werden aufrecht wachsende, hängende und kletternde Typen unterschieden (letztere müssen an einer Stütze befestigt werden), außerdem Typen mit feinem und gröberem Grün.
Als Zimmerpflanzen werden kultiviert:

  • Asparagus densiflorus mit den Sorten ‚Sprengeri‘ (bekannt als Schnittgrün), ‚Meyeri‘ (dichte wedelige Triebe) und ‚Myriocladus‘ (kugelförmige Blättchengruppen).

  • Asparagus falcatus bildet sich windende Triebe mit größeren Blättchen.

  • Häufiger wird Asparagus setaceus (Syn. A. plumosus) mit den Sorten ‚Nana‘, ‚Plumosus‘ und ‚Pyramidalis‘ kultiviert. Dieser Asparagus ist im Vergleich zu den anderen empfindlicher.

  • Im Aussehen unterscheidet sich Asparagus asparagoides mit breiteren, runden Blättchen.
Asparagus densiflorus 'Sprengeri'
Asparagus densiflorus 'Sprengeri' wird oft als ergänzendes Grün zu Schnittblumen verwendet, aber auch als Zimmerpflanze eingesetzt.