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Bartfaden (Penstemon)

Über 250 Arten aus Nordamerika — gemeinsam ist ihnen der Bedarf an durchlässigem Boden und einem leichten Winterschutz.

Was ist der Bartfaden (Penstemon)?

Bartfaden – großblütige Gartensorten in Rot und Violett

(Penstemon)

Der Bartfaden (Penstemon) ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae), die mehr als 250 Arten umfasst. Diese Pflanzen stammen ursprünglich aus Nordamerika und sind wegen ihrer prächtigen Blüten und der einfachen Pflege beliebt.

So zahlreich die Bartfaden-Arten auch sind, einige Merkmale haben sie gemeinsam:

  1. Stängel: Sie sind aufrecht und verzweigt und erreichen je nach Art Höhen von wenigen Zentimetern bis über einen Meter.

  2. Blätter: Die Blätter des Bartfadens sind einfach, wechselständig, länglich oder eiförmig, manchmal mit gesägtem Rand. Oft haben sie ein auffälliges Grün.

  3. Blüten: Sie sind eindeutig der auffälligste Teil des Bartfadens. Die Blüten sind röhrenförmig und meist sehr farbenfroh. Man findet sie in Weiß, Rosa, Rot, Violett, Orange oder Blau. Häufig sind sie zweilippig. Sie öffnen sich in der Regel in den Sommermonaten.

  4. Früchte: Nach der Blüte entwickeln sich aus den Blüten kleine Kapseln mit Samen.

Bartfaden eignet sich für Gartenflächen, Blumenbeete und Steingärten. Mit seinen auffälligen Blüten zieht er Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an.

Bartfaden pflanzen und pflegen

Bartfaden – weiß blühende Variante

Der Anbau des Bartfadens (Penstemon) ist im Allgemeinen einfach, deshalb ist die Staude bei Gartenanfängern und bei allen beliebt, die wenig Zeit für die Pflanzenpflege haben. Im Folgenden die wichtigsten Schritte, wie Sie den Bartfaden richtig kultivieren:

  1. Standort: Bartfaden bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte. Am besten wächst er in gut durchlässigem Boden mit neutralem pH-Wert. Trockenheit verträgt er gut und er ist windfest. 

  2. Gießen: Bartfaden mag mäßige Wassergaben. Halten Sie den Boden feucht, aber nicht nass. Gießen Sie regelmäßig, vor allem bei Hitze, am besten im Abstand von 2–3 Tagen. Außerhalb der Vegetationszeit sollten Sie die Wassergaben in der Regel reduzieren.

  3. Düngung: Reichern Sie den Boden zu Beginn der Vegetationszeit (meist im Frühjahr) mit Kompost oder einem Dünger für Blühpflanzen an. Nachdüngen können Sie nach Bedarf, zu viel Stickstoff führt jedoch zu übermäßigem Blattwachstum auf Kosten der Blüte.

  4. Vermehrung: Bartfaden lässt sich durch Samen, Teilung der Horste oder Stecklinge vermehren. Die Aussaat ist einfach, zum Erhalt der Sorteneigenschaften sollten Sie jedoch eher Stecklinge oder die Teilung nutzen.

  5. Schnitt: Damit der Bartfaden in bester Verfassung bleibt und reich blüht, empfiehlt sich ein Auslichtungsschnitt. Er sollte im Spätsommer oder im Frühherbst nach der Blüte erfolgen. Entfernen Sie verblühte Blüten und einige welke Triebe, um den Neuaustrieb und die Vorbereitung auf den Winter zu fördern.

  6. Überwinterung: In milden Lagen bleiben einige Bartfaden-Arten immergrün und überstehen milde Winter. In kälteren Regionen empfehlen wir jedoch eine Mulchschicht, die die Wurzeln vor Frost schützt.

  7. Krankheiten und Schädlinge: Bartfaden ist gegenüber Krankheiten und Schädlingen im Allgemeinen widerstandsfähig, kann bei zu hoher Feuchtigkeit im Umfeld aber für Pilzkrankheiten anfällig sein. Wenn Ihnen Probleme auffallen, entfernen Sie die betroffenen Pflanzenteile und vermeiden Sie übermäßige Nässe.

Bart-Penstemon (Penstemon barbatus)

Bartfaden – rosa blühende Variante

Der Bart-Penstemon (Penstemon barbatus), manchmal auch Bärtiger Bartfaden genannt, ist eine schöne Staude mit röhrenförmigen Blüten. 

So sieht der Bart-Penstemon aus

  • Stängel: Die Stängel sind aufrecht und werden etwa 60–90 cm hoch, manchmal bis 120 cm. Sie sind fest und stabil.
  • Blätter: Die Blätter sind schmal, länglich und leicht behaart, was ihm das „bärtige“ Aussehen gibt. Oft sind sie hellgrün.
  • Blüten: Die Blüten sind sehr attraktiv, röhrenförmig und zweilippig. Meist sind sie orange, rot oder gelb, sie können auch mehrere Farben verbinden. Sie erscheinen in den Sommermonaten und locken Bienen und Schmetterlinge an.
  • Früchte: Nach der Blüte bilden sich aus den Blüten kleine Kapseln mit Samen.

So wird der Bart-Penstemon kultiviert

Standort: Der Bart-Penstemon bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte. Er mag Plätze mit gut durchlässigem, humosem Boden. An den pH-Wert stellt er keine hohen Ansprüche, ideal ist ein leicht saurer bis neutraler Boden.

Gießen: Bartfaden verträgt trockenere Bedingungen, nach dem Pflanzen sollten Sie jedoch regelmäßig gießen, damit die Wurzeln gut anwachsen. Nach dem Anwachsen reduzieren Sie die Wassergaben, um Staunässe zu vermeiden.

Düngung: Geben Sie im Frühjahr Kompost oder einen Dünger für Blühpflanzen in den Boden. Das fördert eine reiche Blüte.

Schnitt: Nach der Blüte können Sie Verblühtes entfernen und die Pflanze kompakt zurückschneiden, um Neuaustrieb und eine reichere Blüte zu fördern.

Überwinterung: Der Bart-Penstemon ist mäßig frosthart. In kälteren Regionen sollten Sie rund um die Wurzeln mulchen, um sie vor Winterfrost zu schützen.

Roter Bartfaden – Hartwegs Bartfaden (Penstemon hartwegii)

Roter Bartfaden (Penstemon hartwegii) – Hartwegs Bartfaden

Eine weitere schöne Bartfaden-Art für Steingarten und Beet ist der Rote Bartfaden oder Hartwegs Bartfaden, botanisch Penstemon hartwegii. Dieser Bartfaden sieht den übrigen Arten ähnlich, wächst aber deutlich kompakter, hat schöne rote Blüten und wird 40 bis 70 cm hoch.

Er liebt einen sonnigen Standort, verträgt aber auch Halbschatten. Geben Sie ihm lieber einen pH-neutralen Boden; Trockenheit verträgt er besser als Staunässe.

Er blüht reich von Juni bis September, die Blüten eignen sich zum Schneiden für die Vase. 

Fingerhut-Bartfaden (Penstemon digitalis)

Der Fingerhut-Bartfaden (Penstemon digitalis) ist eine weitere schöne Staude, die für ihre auffälligen Blüten bekannt ist. 

So sieht der Fingerhut-Bartfaden aus:

  • Stängel: Die Stängel sind aufrecht, verzweigt und werden meist 60–90 cm hoch, manchmal auch höher.
  • Blätter: Die Blätter sind länglich bis lanzettlich und haben fein gezähnte Ränder. Meist sind sie dunkelgrün, manche Zuchtsorten haben jedoch Blätter in Rot- oder Purpurtönen.
  • Blüten: Die Blüten des Fingerhut-Bartfadens sind groß, röhrenförmig und zweilippig. Häufig sind sie reinweiß oder leicht rötlich, es gibt aber auch Sorten mit rosa oder violetten Blüten. Die Blüten stehen in langen Trauben, was sie besonders auffällig macht.
  • Früchte: Nach der Blüte bilden sich aus den Blüten Kapseln mit Samen.

Düngung von Garten- und Zierpflanzen

  • Sie können DÜNGEE in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen streuen.
  • Setzen Sie DÜNGEE als Auszug an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen, oder besprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug.