Silberkerze (Cimicifuga)
Zwei Meter hohe Staude für den Schatten, die erst im August und September blüht. Weiße Kerzen über dunklem Laub.
Hohe Staude mit langen weißen Blütenständen. Besonders reizvoll wirkt sie im Schatten von Bäumen oder vor einem dunklen Hintergrund, wo ihre weißen Kerzen richtig zur Geltung kommen.
- Standort: halbschattig bis schattig
- Höhe: bis 2 m
- Blütezeit: August–September
- Vermehrung: durch Aussaat oder Teilung
Die Gattung der Silberkerzen (Cimicifuga, botanisch heute Actaea, Familie Ranunculaceae – Hahnenfußgewächse) umfasst wertvolle Stauden; am bekanntesten ist die Traubensilberkerze. Sie gedeihen am besten in feuchtem, humusreichem Boden, oft im Schatten von Bäumen oder Mauern. Ihre volle Wirkung entfalten Silberkerzen erst einige Jahre nach der Pflanzung, und sie bleiben lange am selben Platz stehen.
Herzblättrige Silberkerze (Cimicifuga cordifolia)

- Herkunft: Nordamerika
- Höhe: 1,5–2 m
- Blüten: weiß, dicht in schlanken Trauben
- Blütezeit: August–September
- Ideal für halbschattige Plätze.
Verzweigte Silberkerze (Cimicifuga ramosa)

- Die schönste Art unter den Silberkerzen
- Höhe: bis 2 m
- Blüten: cremeweiß, angenehm duftend
- Sorten:
- ‚Atropurpurea‘: 2 m, weiße Blüten, braunrotes Laub
- ‚Brunette‘: 1,5 m, cremeweiße Blüten, hellbraunes Laub
Einfache Silberkerze (Cimicifuga simplex)

- Blütenstand: verzweigt, leicht überhängend, schwach duftend
- Blütenfarbe: cremeweiß
- Blütezeit: September–Oktober
- Höhe: bis 1,5 m (braucht einen Stützstab).
Silberkerze pflanzen und pflegen
- Standort: Halbschatten bis Schatten, am besten vor dunklem Hintergrund oder unter hohen Gehölzen, wo die weißen Blütenkerzen leuchten. In der vollen Sonne vertrocknen die Blätter.
- Boden: humos, tiefgründig und dauerhaft feucht. Auf Feuchtigkeit reagiert die Silberkerze am empfindlichsten — bei Trockenheit zieht sie vorzeitig ein und blüht nicht.
- Platz: Rechnen Sie zur Blütezeit mit bis zu 2 m Höhe und mit einem breiten Horst. Sie gehört in den Hintergrund des schattigen Beets.
- Stütze: Bei hohen Sorten lohnt sie sich an einem windigen Platz, weil sich die langen Kerzen nach Regen neigen.
- Teilen: Nur wenn es sein muss, und dann im Frühjahr. Die Silberkerze verträgt das Umpflanzen schlecht und stockt nach einem Eingriff an den Wurzeln jahrelang — an einem Platz hält sie ohne Weiteres zehn Jahre durch.
- Schnitt: Verblühte Blütenstände dürfen stehen bleiben, die trockenen Kerzen sind auch im Winter dekorativ. Eingezogenes Laub entfernen Sie im Herbst oder im Frühjahr.
Häufige Fragen
Wann blüht die Silberkerze?
Im August und September, also zu einer Zeit, in der die meisten Schattenstauden längst verblüht sind. Das ist ihr größter Vorzug — sie bringt Blüte in den Spätsommer des schattigen Beets.
Silberkerze oder Traubensilberkerze – was ist der Unterschied?
Silberkerze ist der Name der ganzen Gattung. Als Traubensilberkerze wird im Handel vor allem die nordamerikanische Actaea racemosa geführt, früher Cimicifuga racemosa genannt. Die Blütenkerzen mancher Arten riechen kräftig und für manche Nasen unangenehm, bei Actaea simplex duften sie dagegen süßlich.
Warum blüht die Silberkerze nicht?
Fast immer wegen Trockenheit. Sie braucht dauerhaft feuchten, humusreichen Boden; an einem trockenen, schattigen Platz unter Bäumen, wo ihr die Wurzeln der Gehölze Konkurrenz machen, überlebt sie nur. Die zweite Ursache ist ein Umpflanzen vor kurzer Zeit.
Sind Cimicifuga und Actaea dasselbe?
Ja. Die Gattung Cimicifuga wurde botanisch mit der Gattung Actaea vereinigt, deshalb werden dieselben Pflanzen unter beiden Namen verkauft — zum Beispiel Actaea simplex und Cimicifuga simplex.
Ist die Silberkerze giftig?
Sie gehört zu den Hahnenfußgewächsen, und ihre Pflanzenteile enthalten reizende Stoffe; die Beeren der Gattung Actaea sind giftig. Die Pflanze wird nicht gegessen, und nach dem Schnitt wäscht man sich besser die Hände.
Womit düngt man die Silberkerze?
Sie dankt humusreichen Boden, also vor allem Mulch und Kompost. Eine Gabe organischer Dünger im Frühjahr reicht aus — wichtiger als das Düngen ist bei ihr, den Boden feucht zu halten.
