Virus der Birnensteinigkeit
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Virus der Birnensteinigkeit - befällt Birnen und Quitten
(Apple stem pitting virus)
Der Virus der Birnensteinigkeit ist eine weitere Viruskrankheit, die sich vor allem vegetativ verbreitet und unheilbar ist. Dieser Virus befällt diesmal hauptsächlich Birnbäume und Quitten.
Den Virus an Ihren Birnen erkennen Sie an den Früchten – ihr Gewebe fällt ein, und infolgedessen kommt es zu Fruchtdeformationen. Die Früchte sind äußerlich deformiert und im Inneren befinden sich Zellgruppen, die wie gelbe und später braune Steinchen aussehen. Die Birnen sind deshalb ungenießbar.
Die Krankheit wird auf vegetativem Wege übertragen – durch Pfropfen, Okulieren und Unterlagen.
Einige Birnensorten sind anfälliger – z. B. Boscs Flaschenbirne, Conference, Hardys Butterbirne.
Am besten ist die Vorbeugung gegen diese Krankheit – d. h. gesunde Bäume kaufen und keine bereits kranken Bäume vermehren. Eine ausgeglichene und abwechslungsreiche Düngung und Bewässerung helfen ebenfalls.
Virus der Birnensteinigkeit bei Quitten
Genau wie Birnen kann die virale Steinigkeit auch Quitten befallen. Sie erkennen dies wiederum an den Früchten, wenn etwa 20 Tage nach dem Abfallen der Blütenblätter die ersten Symptome auftreten. Grübchen- und Knotenbildung an den Früchten nimmt allmählich zu, und auch Quitten werden ungenießbar – man kann daraus nicht einmal Marmelade herstellen.
Der Nachteil ist, dass sich die Krankheit ruhig erst nach einem Jahr des Anbaus zeigen kann. Daher ist es sehr wichtig, Bäumchen in bewährten Baumschulen oder Gärtnereien auszuwählen.
Virale Steinigkeit der Birnen – Möglichkeit der Verwechslung
Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Birnbaum oder Ihre Birnbäume unter viraler Steinigkeit leiden, versuchen Sie zunächst festzustellen, ob sie nicht lediglich unter Bormangel leiden. Dieser verursacht ähnliche Symptome, die jedoch abiotischen, also nichtparasitären Ursprungs sind.
Eine ausreichende Borversorgung Ihrer Pflanzen können Sie durch die Zugabe eines speziellen Düngers mit Bor oder durch die Düngung mit reinem Borax (Natriumtetraborat) sicherstellen.
Quellen:
- Böhmig, Franz – Peleška, Stanislav: 2000 rad pro zahrádkáře, Ottovo nakladatelství, Praha 2001.
- Rod, Jaroslav: Choroby a škůdci na zahradě. Grada, Praha 2017
- www.wikipedia.org
- www.ireceptar.cz
- www.abecedazahrady.cz
- www.sazenicka.cz
- www.agromanual.cz
